Transfrau warnt junge Menschen vor leichtfertigen Geschlechtsangleichungen

Nadia Brönimann kam als Junge auf die Welt und lebt seit 25 Jahren als Frau. Was für sie ein großer Schritt war, erscheint heute für völlig normal. Transmenschen kandidieren als Politiker und sie werden von Teenagern in „Germany’s Next Topmodel“ bejubelt. Auch rechtliche Hürden werden eingeebnet, um jedem Menschen, der es will, unbürokratisch einen Geschlechtswechsel möglich zu machen. Allerdings explodiert die Anzahl der Jugendlichen mit Geschlechtsdysphorie. Allerdings gibt es starke Gründe für die Annahme, dass eine Geschlechtsdysphorie bei einigen Menschen heute ein naheliegendes und sozial akzeptiertes Etikett für Schwierigkeiten sein könnte, die ihren Ursprung woanders haben, zum Beispiel in einer psychischen Erkrankung oder in der sozialen Vernachlässigung.

Die NZZ schreibt: 

Nadia Brönimann blickt heute sehr nüchtern auf ihre ursprüngliche Motivation, eine Frau zu werden: «Was ich als junger Mensch vor allem wollte, war: raus aus meiner Haut. Ich war ein unglückliches Kind und ein unglücklicher Jugendlicher. Meine leiblichen Eltern vernachlässigten mich schon als Baby», sagt Brönimann. Heute kann sie ehrlich zu sich selbst sagen: «Ich glaube nicht, dass der Geschlechtswechsel die Lösung meiner Probleme war. Wenn ich in einer Psychotherapie gelernt hätte, mich mit mir selbst wohler zu fühlen, wahrscheinlich wäre ich dann heute noch körperlich ein Mann.»

Den aufschlussreichen Artikel gibt es hier: www.nzz.ch.

VD: FL

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5 Kommentare
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6 Monate zuvor

Ich freue mich, dass solche Berichte nun langsam, recht sparsam noch, aber doch in den Medien auch erscheinen. Insbesondere, weil diese die Absoluthutessansprüche derer, die meinen man müsse alles gut finden, was sich da im Thema Gender so tut, doch stark relativiert.

David
6 Monate zuvor

Ein wenig komisch mutet es ja schon an, ausgerechnet hier einen Artikel aus der Emma zu verlinken… dennoch lohnt sich die Lektüre:

https://www.emma.de/artikel/sam-nele-ellie-geboren-als-frauen-gelebt-als-maenner-heute-wieder-frauen-337551

Gnurfel42
1 Monat zuvor

Detrans ist ein komplexes, wenn auch wichtiges Thema. Es ist absolut legitim, darüber ehrlich und nüchtern zu diskutieren. Dennoch ärgert es mich immer wieder, wenn das Thema dann übervereinfacht wird und suggeriert wird, dass das ein großes Massenphänomen in der Trans-Community ist. Dann besteht die Gefahr, trans Menschen aus falscher Sorge die nötige Fürsorge komplett zu unterschlagen. Und einfach nur aus einer Laune heraus mal eben eine OP zu machen, das schlägt meines Wissens auch niemand vor. 😉

Tatsächlich ist die Detransition aber wohl ganz schön selten. Detransitionierer sind damit eine Minderheit in einer Minderheit. Die meisten trans Menschen bleiben trans. https://de.wikipedia.org/wiki/Detransition#H%C3%A4ufigkeit_und_Motivationen

Es ist daher fahrlässig, allein aufgrund der Existenz von detrans dann einfach pauschal die medizinische Versorgung herunterzufahren, damit richtet man garantiert mehr Schaden an.

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