War Paulus ein Allversöhner?

In Deutschland hat die Lehre von der Allerlösung, auch Universalismus oder Allversöhnung genannt, durch die bei Prof. Dr. Hans-Joachim Eckstein 2007 in Tübingen eingereichte Dissertation von Jens Adam einigen Auftrieb erhalten (Jens Adam, Paulus und die Versöhnung aller, 2009). Das besonders auch unter den Evangelikalen, denn außerhalb dieser Kreise ist der Universalismus sowieso die Communis Opinio.

Das Magazin CREDO hat nun die gekürzte Ausgabe einer Studie zum vermeintlichen Heilsuniversalismus bei Paulus veröffentlicht. Autor ist Joshua M. Greever,  Professor für Neues Testament an der  Grand Canyon University in Phoenix, AZ (USA). Greever schreibt:

Es gibt zwar zahlreiche Abstufungen innerhalb des Universalismus, aber der gemeinsame Nenner ist, dass ohne Ausnahme alle Menschen eines Tages gerettet werden und, negativ ausgedrückt, dass niemand eine ewige Strafe erhalten wird. Der Universalismus ist in letzter Zeit auch in evangelikale Kreise vorgedrungen. Obwohl er typischerweise mehr auf theologischen oder philosophischen Grundlagen beruht als auf einer nachhaltigen exegetischen Analyse, suchen evangelikal orientierte Universalisten gelegentlich in der Heiligen Schrift, sogar beim Apostel Paulus, nach Unterstützung. Insbesondere Paulus’ gelegentlicher Gebrauch der universellen Sprache zur Beschreibung des Umfangs der Errettung bietet, so wird argumentiert, eine ausreichende exegetische Rechtfertigung, um Paulus als Allversöhner zu deuten. Für unsere Zwecke wird Paulus’ gelegentlicher Gebrauch der universellen Heilssprache einen geeigneten Ausgangspunkt bieten. Wir werden kurz beschreiben, was diese Texte sagen und warum sie so häufig zur Unterstützung universalistischen Paulus zitiert werden. Dann werden wir die allversöhnerische Auslegung dieser Texte auf der Grundlage kritisieren, dass sie weder mit dem unmittelbaren literarischen Kontext der Texte noch mit dem breiteren soteriologischen Rahmen des Paulus übereinstimmen.

Mehr: credomag.com.

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toblog
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5 Monate zuvor

Heisst das, Gott gibt irgendwann auf, sich um einen Menschen zu bemühen? Werden in dem Buch auch die Konsequenzen für die Theodizeefrage besprochen?

toblog
toblog
5 Monate zuvor

: Ja, stimme zu, dass die Bibel des AT und NT das Weltgericht lehrt. Das glaube ich auch. Man kann jedoch aus dem AT herauslesen, dass Gott versucht, die Menschen/sein Volk auf dem Weg der Gnade und des Gerichts für sich zu gewinnen. Wenn Gott Gericht wählt, heisst das dann zwingend, dass er aufgegeben hat? Zumal dies seinem explizit formulierten Gotteswillen, alle aus der Verlorenheit zu retten, gar nicht entspricht.
Gruss Tobias

Johannes
Johannes
5 Monate zuvor

Bei solchen Sätzen, kann ich nur staunen: „Obwohl er typischerweise mehr auf theologischen oder philosophischen Grundlagen beruht als auf einer nachhaltigen exegetischen Analyse, suchen evangelikal orientierte Universalisten gelegentlich in der Heiligen Schrift, sogar beim Apostel Paulus, nach Unterstützung.“ Das heißt dann, dass die Gegner des Universalismus, wie hier J. M. Greever, in ihrer nachhaltigen Exegese völlig frei sind von allen „theologischen oder philosophischen Grundlagen“? Und weiter heißt das, dass Universalisten es im Allgemeinen nicht so genau nehmen mit der Bibel? Ernsthaft? Der Universalismus war in der Kirche über alle Jahrhunderte vertreten, und in den ersten Jahrhunderten unter den Christen weit verbreitet (vielleicht sogar dominierend). Dass er in der westlichen Kirchen seit dem Mittelalter nur eine Randerscheinung war, liegt, wie ich zu vermuten wage, nicht unbedingt an den exegetischen Argumenten. Ich bin den Universalisten unserer Tage allein schon deshalb dankbar, weil sie beispielsweise darauf verweisen, dass in unseren Bibelübersetzungen das Wort „Hölle“ oft als Übersetzung für ganz unterschiedliche griech. Begriffe gebraucht… Weiterlesen »

Tim-Christian
Tim-Christian
5 Monate zuvor

Um es mal kurz zu machen: Ihr Universalisten seid Irrlehrer und wir, die Gegner des Universalismus, haben definitiv die bessere Exegese. Das lässt sich nicht leugnen. Aber wir haben Euch trotzdem lieb. Gute Nacht!

Chrissen
Chrissen
4 Monate zuvor

Aus persönlicher Betroffenheit wäre die Allversöhnung ein großes und schönes Geschenk, denn meine Eltern und mein Bruder sind leider nicht gläubig. Ich bin bemüht, jeden Tag für ihre Bekehrung zu beten. Wenn ich aber die Bibel lese, lese ich die Lehre von der Hölle. Alles andere ist die pure scheinchristliche und antibiblische Ideologie, die sich, wenn ich mir Deutschland anschaue, vor allem in der Evangelischen Kirche Deutschlands finden läßt, in einer Kirche, in der so oder so fast gar nichts mehr von dem, was in der Heiligen Schrift steht, geglaubt wird. Gott sagt selbst, daß auf denjenigen, die nicht in Christus sind, weiterhin der Zorn Gottes ist. Jesus Christus warnt vor dem einen lebendigen Gott, mit dem er eins ist, indem er eindringlich mahnt, daß Gott, der Vater, auch in die Hölle verdammen kann. Da Gott sich in seinem Wort nicht widerspricht, sei angemerkt, daß Paulus von Jesus Christus persönlich in sein Amt berufen wurde. Paulus ist also Gott direkt… Weiterlesen »

christ-ian
christ-ian
4 Monate zuvor

Alle die nicht in Adam sterben, werden auch nicht gerettet, gem. 1. Kor. 15,22.

Chrissen
Chrissen
4 Monate zuvor

@Ron: Das ist ja echt superlieb von Dir – herzlichen Dank! Vielen Dank für Dein Gebet! Was Paulus angeht, meinte ich eher, daß man die verschiedenen Schreiber des Neuen Testamentes nicht gegeneinander ausspielen soll. Es ist wichtig, zu betonen, daß Gottes Wort volle Gültigkeit hat – für jeden der Schreiber, denn Paulus wird nichts anderes schreiben, als das, was von Anfang an die christliche Lehre war, und als das, was von Anfang an geglaubt wurde. Wo Jesus Christus von der Verdammnis spricht, wird ein vom Heiligen Geist geführter Apostel Paulus nicht plötzlich das genaue Gegenteil predigen. Die Bibel widerspricht sich nicht. Die Bibel lügt nicht. Die Bibel ist nicht beliebig oder „mal so“ und „mal so“. (Übrigens völlig unabhängig davon, welche Schrift im Neuen Testament früher oder erst später zur Vollendung gekommen ist.) Was mir noch am Herzen liegt, ist folgendes: Meine Worte über die Evangelische Kirche Deutschlands bitte nicht als plumpes „Bashing“ mißverstehen. Ich weiß nur aus eigener Erfahrung… Weiterlesen »

toblog
toblog
4 Monate zuvor

Um über das Thema überhaupt mit Vertretern unterschiedlicher Auffassungen ins Gespräch zu kommen, sind Begriffsklärungen an den Anfang zu stellen. Es m. E. notwendig, zwischen einer billigen Allversöhnung und einer biblischen Allersöhnung zu unterscheiden. Ich persönlich bin schon immer zugleich mit den beiden Lehren von der Allversöhnung und der Notwendigkeit zur Bekehrung christlich sozialisiert worden.

Matze
Matze
4 Monate zuvor

An diesem Thema verstehe ich eines nicht: wenn man der Schrift glaubt, sollte man doch die Aussagen von Paulus, die auf Allversöhnung hindeuten könnten am gesamten Zeugnis der Schrift prüfen und da ist es doch eindeutig. Wenn man sich aber Paulus alleine rauspickt für eine bestimmte Lehre kann man das ja bei anderen Fragen auch machen, dass ich nur einen Teil der Schrift heranziehe und jeder betreibt dann Theologie nach seinem Gusto. Wenn letzteres dann die allgemein gültige Herangehensweise ist dann kann wirklich jeder nach seiner Facon selig werden.
Wenn das dann so ist müssen sich aber leider Theologen wie Eckstein sagen lassen, ob sie oft so unpräzise kommunizieren, dass man vieles verschiedenes je nach Empfänger aus ihren Worten herausinterpretieren kann.

Emil G.
Emil G.
4 Monate zuvor

Und ihr Rauch steigt auf von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Johannes
Johannes
4 Monate zuvor

„Um über das Thema überhaupt mit Vertretern unterschiedlicher Auffassungen ins Gespräch zu kommen, sind Begriffsklärungen an den Anfang zu stellen. Es m. E. notwendig, zwischen einer billigen Allversöhnung und einer biblischen Allversöhnung zu unterscheiden.“

@toblog: Ja, saubere Definitionen, klare Differenzierungen und Grenzziehungen wären hilfreich und gut – aber wer macht sich schon die Mühe? Da schreibt einer eine Dissertation mit ca. 300 Seiten exegetischer Auseinandersetzung, die aber offenbar nicht „nachhaltig“ und zu sehr von „theologischen oder philosophischen Grundlagen“ getragen ist. Ich bleibe da staunend zurück.

Herzliche Grüße, Johannes

Ernst
Ernst
4 Monate zuvor

Die (Re)definition der Begriffe ist der erste Schritt zur Aushebelung etablierter Lehren.
Wer danach fragt, kündigt seine Absicht schon von weitem an.
Nichts ist einzuwenden gegen die Definition von Begriffen.
Doch was hier getan werden will, ist klar: theologische Verwässerung zugunsten einer „frischen, unverstellten“ Schau auf „das Ganze“, und plötzlich kommt heraus:
Sehr her, wir haben 2000 Jahre lang geglaubt, der große, gütige Gott werde Menschen auf ewig ins lodernde Höllenfeuer werfen.
Hätten wir den Text nur gründlicher untersucht, wieviel Leid hätten wir uns da erspart.

Wir wissen, wohin diese unselige Reise hinführt.

toblog
toblog
4 Monate zuvor

@Ernst: Das ist jetzt nicht so verstanden worden, wie beabsichtigt. Es geht darum, dass diejenigen, die von Allversöhnung oder Universalismus sprechen, zuerst explizit zu definieren, was sie damit meinen und was nicht. Es geht gerade nicht darum, bekannte biblische Begriffe oder solche der Theologie implizit mit anderen Inhalten zu füllen, um den unbedarften Leser zu verführen.

Johannes
Johannes
4 Monate zuvor

@Ernst: Die „klassische“ Lehre von er Allversöhnung (gemeint ist nicht die liberale Idee von „alle kommen in den Himmel – egal wie“) gibt es seit den Anfängen der Kirche, und in den ersten Jahrhunderten haben im Blick auf das, was nach dem Jüngsten Gericht kommt, verschiedene Auffassungen nebeneinander existiert. Augustinus beispielsweise wehrt sich vehement gegen die „vielen“ die glauben, dass Gott am Ende doch alle rettet. Er hält das für eine falsche Lehre, spricht aber, wenn ich mich recht erinnere, diesen Leuten nicht das Christsein ab. Auf beiden Seiten ging es dabei nie nur (!) um exegetische Fragen, sondern es standen immer auch philosophische und religiöse Anschauungen im Hintergrund, die nicht direkt den kanonischen Schriften der protestantischen Bibel entspringen. Das gilt eben auch für die Lehre einer ewigen Hölle – und daher finde ich die oben zitierte Aussage von Greeve auch nicht redlich. Kurzum: Die Diskussion um das Thema ist 2000 Jahre alt (und eigentlich noch älter, da sie auch… Weiterlesen »

toblog
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4 Monate zuvor

Bei der Argumentation pro Allversöhnung stütze ich mich hauptsächlich auf die Arbeiten von Heinz Schumacher, der oft auf der Langensteinbacher Höhe gelehrt hat. Er war immerhin so bibelkundig, dass der hänssler-Verlag seine Übersetzung des NT herausgegeben hat (ISBN 3-7751-3916-8). Diese enthält viele Parallelstellen und Anmerkungen mit alternativen Wortbedeutungen.

Johannes
Johannes
4 Monate zuvor

@Ron: Im Blick auf die Alte Kirche soll es sechs katechetische Schulen gegeben haben, von denen vier die Apokatastasis vertreten haben und eine (Rom-Kathago) die Lehre der ewigen Hölle. Selbst Augustinus schreibt, dass zu seiner Zeit „sehr viele Leute“ (Enchiridion, 112) daran glauben. Also weiß ich nicht, ob das mit der Randerscheinung so stimmt. Mir geht es ja auch gar nicht darum, die Allversöhnung zu verteidigen, ich finde nur, dass die Lehre einer ewigen Hölle keine bessere exegetische Grundlage hat. Wenn man Hades mit Scheol gleichsetzt, bleibt nur noch Gehenna als Äquivalent für die Hölle. Und da ist man ja auch nicht gezwungen, Gehenna als symbolische Ausdeutung einer ewigen Hölle verstehen zu müssen – und überhaupt bleibt die Frage, warum kaum im NT darüber geredet wird. Ein paar wenige Aussagen von Jesus (die davon abhängen was mit Gehenna gemeint ist), keine Erwähnung in der Apg, und in den Briefen wird auch kein klarer Blick über das letzte Gericht hinaus gegeben,… Weiterlesen »

ali
ali
4 Monate zuvor

„Am Ende gibt es nur zwei Arten von Menschen: die, die zu Gott sagen: ‚Dein Wille geschehe‘, und die, zu denen Gott am Ende sagt: ‚Dein Wille geschehe‘.“ C. S. Lewis Was also willst du, dass Gott tun soll? Soll er ihre vergangenen Sünden auslöschen, soll er um jeden Preis, damit sie einen neuen Start bekommen, jede Schwierigkeit ausräumen und jede mögliche Hilfe auf wunderbare Weise anbieten? Aber genau das hat Er ja getan, auf Golgatha. Soll Er ihnen vergeben? Aber sie wollen ja keine Vergebung. Soll Er sie also gewähren lassen? Ach, ich fürchte, genau das ist es, was Er tut. C.S. Lewis Ich würde alles darum geben, mit Überzeugung sagen zu können: »Alle Menschen werden gerettet.« Aber meine Vernunft stellt die Gegenfrage: »Mit ihrem Willen oder ohne ihn?« Wenn ich sage: »Ohne ihren Willen« ‒ bemerke ich sofort den Widerspruch: Wie kann der höchste Akt des Willens, die Selbsthingabe, unwillentlich sein? Sage ich: »Mit ihrem Willen« ‒ so… Weiterlesen »

toblog
toblog
4 Monate zuvor

@ali: Dann kann er die Wege und Randbedingungen so gestalten, dass man wirklich freiwillig erkennt. Z. B. „Ich werde den dritten Teil ins Feuer bringen, und ich werde sie läutern, wie man das Silber läutert und prüfen, wie man das Gold prüft. Es wird meinen Namen anrufen, und ich werde ihm antworten; ich werde sagen: Es ist mein Volk; und es wird sagen: Jehova ist mein Gott (Sach. 13,9).“

Es geht ja nicht darum, dass alle nur irgendwie gerettet werden in welcher Verfassung auch immer, sondern gerettet werden _und_ zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.

Markus Jesgarz
Markus Jesgarz
4 Monate zuvor

Dies ist ein Kommentar zu der Aussage im 2. Absatz: https://theoblog.de/war-paulus-ein-allversoehner/34890/comment-page-1/#comment-86746 Was also willst du, dass Gott tun soll? Soll er ihre vergangenen Sünden auslöschen, soll er um jeden Preis, damit sie einen neuen Start bekommen, jede Schwierigkeit ausräumen und jede mögliche Hilfe auf wunderbare Weise anbieten? Aber genau das hat Er ja getan, auf Golgatha. Meine Meinung ist:  1. Der Herr Jesus bietet allen Menschen die Errettung von der Sünde an. Im Beitrag: Ist Christus für alle gestorben? brianhuffling.com/2019/01/10/did-christ-die-for-everyone/ am 10.01.2019 von J. Brian Huffling steht am Ende: Es sei darauf hingewiesen, dass, wenn sich Worte wie „alle“, „jeder“ und „die ganze Welt“ nicht auf alle Menschen beziehen, dann können es keine Worte sein. Wir müssen uns eine Frage stellen: Wenn die NT-Autoren hypothetisch sagen wollten, dass Christus ausnahmslos für alle Menschen gestorben ist, wie würden sie es dann tun? Sie würden universelle Begriffe verwenden, wie wir sie gerade gesehen haben. Allerdings lehren die Limitarier, dass solche Worte, obwohl… Weiterlesen »

Johannes
Johannes
4 Monate zuvor

@Ron: Gibt es einen Grund, Gnostizismus und Universalismus grundsätzlich in einen Topf zu werfen? (Und wenn ja, von welcher Form der Gnosis ist die Rede?) Origenes war ein Mensch der Extreme. Und es waren dann eben auch manche seiner extremen Positionen, die ihm Kritik einbrachten und dann von Konzilien verworfen wurden. Aber man kann Origenes beispielsweise auch als Vater der Textkritik bezeichnen – auch hier hat er (dankenswerter Weise) Extremes geleistet. Niemand würde die Textkritik wegen Origenes ablehnen. Aber mir ging es ja darum, dass die Behauptung, die „klassische“ Lehre einer ewigen Hölle sei seit je her DIE christliche Lehre gewesen, so nicht stimmt – ganz davon abgesehen ob sie wahr ist. (Immerhin gibt es beispielsweise universalistisches Gedankengut im Nicäno-Konstantinopolitanum.) Und es stimmt meines Erachtens auch nicht, was das obige Zitat behauptet, dass Universalisten von theologischen und philosophischen Anschauungen getrieben werden und die Exegese bestenfalls an zweiter Stelle kommt. Jedenfalls stimmt das meines Erachtens nicht mehr oder weniger als es… Weiterlesen »

Markus Jesgarz
Markus Jesgarz
4 Monate zuvor

Dies ist eine Bestätigung zu der Aussage: https://theoblog.de/war-paulus-ein-allversoehner/34890/#comment-86748 Paulus war kein Allversöhner. Im Beitrag: Endgültiges Verlorensein oder letztendliche Erlösung? bibelarbeit.privat.t-online.de/a_allversoehnung_apis_scheuermann_schaefer.pdf im Jahr 2011 steht 1. am Anfang: Martin Scheuermann (Leiter des Schönblicks) und Andreas Schäfer (Leiter der Langensteinbacher Höhe) haben sich den Fragen von Steffen Kern (Vorsitzender der Apis) zum Thema „Allversöhnung“ gestellt. Sie haben die Fragen unabhängig voneinander für uns schriftlich beantwortet. Um beim Lesen die verschiedenen Aspekte und Sichtweisen deutlich zu machen, haben wir die jeweiligen Antworten pro Frage für Sie im direkten Vergleich zusammengestellt. 2. am Ende: Steffen Kern: Wenn Ihr den gesamten biblischen Befund vor Augen habt, zu welchem Ergebnis kommt Ihr dann im Blick auf die Frage der Allversöhnung bzw. des ewigen Verlorenseins? Martin Scheuermann: Die Bibel bezeugt in eindeutiger Klarheit den einzigen Weg zum ewigen Leben und damit zur ewigen Rettung. Dieser Weg trägt einen Namen – Jesus. Jesus sagt: „Wer an mich glaubt, wird gerettet werden, wer aber nicht glaubt, der wird verdammt… Weiterlesen »

Markus Jesgarz
Markus Jesgarz
4 Monate zuvor

Dies ist ein Kommentar zu der Aussage von Herr Andreas Schäfer:
https://theoblog.de/war-paulus-ein-allversoehner/34890/#comment-86751
Paulus gibt mir mit Israel eine Modellhilfe: Souveränität unseres Gottes (wirksames Heil für ganz Israel) und persönliche Annahme dieses Heils (Verantwortung des Volkes für Gericht und Gnade) entfaltet sich in der Dynamik der Heilsgeschichte Israels (insbesondere in Röm 9-11).
Meine Meinung ist: 
Es gibt keine Allversöhnung für Israel.
Im Beitrag:
War Paulus ein Universalist?
https://credomag.com/article/was-paul-a-universalist/
Lesen von Texten im Kontext
am 02.12.2019 von Joshua Greever steht unter „The need to interpret in context“ („Die Notwendigkeit, im Kontext zu interpretieren“) im 5. Absatz am Anfang:
Es ist zum Beispiel unwahrscheinlich, dass Paulus erwartete, dass ausnahmslos jeder Israelit gerettet wird – eine Ansicht, die den Grund für Paulus‘ „große Trauer und unaufhörliche Angst“ für ethnische Israeliten (9,2; vgl. 10,1) sowie seine Lehre über die Erwählung, die das „wahre Israel“ neu definiert (vgl. 9,6-13; 11,1-1), mit Füßen zu treten scheint.

Markus Jesgarz
Markus Jesgarz
4 Monate zuvor

Dies ist ein Kommentar zu der Aussage: https://theoblog.de/war-paulus-ein-allversoehner/34890/#comment-86748 Denn wenn es für Gott richtig ist, die Freiheit manchmal zu unserem Heil zu verletzen, warum dann nicht immer? Schließlich glauben die Neotheisten, dass Gott alle Menschen retten will (1 Tim 2,4; 2 Petr 3,9). Folglich folgt der Universalismus logisch aus diesen beiden Prämissen. Denn wenn Gott wirklich will, dass alle Menschen gerettet werden, und wenn er gegen ihren Willen verstoßen kann, um ihre Errettung zu sichern, dann wird er dies mit Sicherheit tun. Daher scheint der Neotheismus zum Universalismus zu führen. Meine Meinung ist:  Viele Progressive neigen zu einer universellen Erlösung für alle Menschen. Im Beitrag: Warum sind progressive Christen fasziniert vom Universalismus? https://credomag.com/article/why-are-progressive-christians-attracted-to-universalism/ Wie eine verzerrte Sicht auf Gott unsere Sicht auf das Gute verzerrt am 02.12.2019 von Scott Smith steht am Anfang: Warum scheinen sich progressive Christen zu einer universellen Erlösung für alle Menschen hingezogen zu fühlen? Dafür könnte es mehrere Gründe geben, wie etwa religiöser Pluralismus, bei dem… Weiterlesen »

Markus Jesgarz
Markus Jesgarz
4 Monate zuvor

Dies ist ein Kommentar zu der Aussage: https://theoblog.de/war-paulus-ein-allversoehner/34890/#comment-86756 Viele Progressive neigen zu einer universellen Erlösung für alle Menschen. Meine Meinung ist:  Viele Progressive haben ein falsches Verständnis von der christlichen Liebe. Im Beitrag: Die aufstrebende Kirche: Theologische Postmoderne https://normangeisler.com/the-emergent-church-theological-postmodernism/ im März 2012 von Norman L. Geisler steht unter „Anti-Condemnationism (Universalism)“ {„Anti-Verdammung (Universalismus)“}: Ein großer Teil der postmodernen Theologie umfasst verschiedene Formen des Universalismus – der Glaube, dass am Ende niemand verloren geht. Alle werden schließlich gerettet werden. Kurz gesagt, es gibt keine Hölle – zumindest keine, in der sich jemand befindet. McLaren versuchte, dem Thema auszuweichen, indem er behauptete: „Wichtiger als die Frage nach der Hölle ist für mich also die Frage nach der Mission [in dieser Welt]“. (McLaren, Generous Orthodoxy {Großzügige Orthodoxie}, 114). Jesus versöhnte „alle Dinge, überall“. Und: „Die Hölle ist voller vergebener Menschen.“ Rob Bell schrieb: „Wir haben die Wahl, in dieser neuen Realität zu leben oder uns an eine selbstgeschaffene Realität zu klammern“ (Bell, Velvet Elvis,… Weiterlesen »

Johannes
Johannes
4 Monate zuvor

Hier noch ein kleiner Hinweis zum Abschluss – ein Video über „conditionalism“: https://vimeo.com/30967402

Markus Jesgarz
Markus Jesgarz
4 Monate zuvor

Dies ist ein Kommentar zu der Aussage im Beitrag: Vortrag von Edward Fudge https://vimeo.com/30967402 am 22.10.2011 von „Lanier Theological Library“ im 2. Absatz: In der ganzen Welt werfen heute evangelikale Bibelwissenschaftler der Hölle einen ernsthaften zweiten Blick zu. Würde der Gott, der seinen Sohn für die Sünder sterben ließ, schlussendlich Milliarden von ihnen für immer am Leben erhalten, um sie ohne Ende zu quälen? Verlangt die Heilige Schrift eine solche Schlussfolgerung – oder bietet sie eine andere Vision? Die Geschichte, wie die große Mehrheit der Christen dazu kam, unendliche bewusste Qualen zu lehren, ist so faszinierend wie jedes Geheimnis oder „Wer-ist-der-Täter“. In diesem Vortrag wird Edward zahlreiche allgemein übersehene Schriftstellen identifizieren und dann eine Tour durch einige weniger gut begehbare Pfade der Kirchengeschichte führen, die von heidnischer Philosophie, mittelalterlichem Recht und reformatorischer Politik durchzogen sind. Meine Meinung ist:  Die konditionalistische Sichtweise der Hölle ist kontrafaktisch. 1. Im Beitrag: Interview: Gelehrter Edward Fudge über die alternative dritte Ansicht der Hölle https://www.christianpost.com/news/interview-scholar-edward-fudge-on-alternative-third-view-of-hell-51497/… Weiterlesen »

Markus Jesgarz
Markus Jesgarz
4 Monate zuvor

Dies ist ein Kommentar zu der Aussage: https://theoblog.de/war-paulus-ein-allversoehner/34890/#comment-86766 Ein Ort der bewussten Bestrafung. Die Tatsache, dass die Bösen „mit ewiger Vernichtung bestraft werden“ ( 2 Thess. 1,9 ), impliziert stark, dass sie bei Bewusstsein sein müssen. Man kann keine Strafe erleiden, wenn es keine Existenz gibt. Es ist keine Bestrafung, eine tote Leiche zu schlagen. Eine unbewusste Person fühlt keinen Schmerz. Meine Meinung ist:  Die Ansicht der „bedingten (konditionellen) Unsterblichkeit“ ist kontrafaktisch. 1. Im Beitrag von Wikipedia zu „Annihilationismus“ steht unter „Lehre“: https://de.wikipedia.org/wiki/Annihilationismus#Lehre Im Unterschied zur traditionellen Auffassung, die besagt, dass die Gottlosen auf ewig gequält werden, und im Gegensatz zur Allversöhnung, die besagt, dass alle Menschen gerettet werden, vertritt der Annihilationismus die Auffassung, dass Gott die Gottlosen in der Hölle komplett (also einschließlich Leib, Seele und Bewusstsein) vernichten (lat.: annihilare) wird. Inwiefern und ob die Gottlosen vor ihrer Vernichtung ein gewisses Maß an Bestrafung, das ihren Sünden entspricht, erleben, ist umstritten. Nach dieser Ansicht erleben nur die Gerechten ein… Weiterlesen »