Werden alle Menschen gerettet?

Will all Be Saved?Werden alle Menschen gerettet? Es gibt nur wenige so sensible Fragen wie diese. Es ist so gut wie sicher, dass Antworten – wie immer sie ausfallen – emotionale Reaktionen hervorrufen. Für viele bedeutet die Antwort „nein“, den Charakter Gottes zu gefährden. Ein Gott, der nicht jeden rettet, kann nämlich kein Gott der Liebe sein. Als Reaktion darauf rütteln manchmal Evangelikale an Texten, die sagen, dass Jesus der einzige Weg ist, oder an Texten, die die Lehre von der Hölle lehren, wobei sie immer den Kern der Sache vernachlässigen: eben den Charakter Gottes selbst.

In Deutschland hat die These, Paulus sei ein Universalist gewesen, durch die Dissertation Paulus und die Versöhnung aller von Jens Adam (Tübingen, 2008, unter Hans-Joachim Eckstein und Hermann Lichtenberger) auftrieb erhalten. Für Adam ist „Denn Gott hat alle eingeschlossen in den Ungehorsam, damit er sich aller erbarme“ (Röm 11,32) ein zentraler Vers zum Verständnis des – wie er meint – paulinischen Universalismus (Paulus und die Versöhnung aller 2009, S. 406):

Die Aussage von Röm 11,32 ist im Duktus des paulinischen Gedankengangs nicht nur innerhalb des Römerbriefs, sondern darüber hinaus als Zeugnis der paulinischen Christo-Logik insgesamt als prägnanter Beleg für den paulinischen Heilsuniversalismus zu begreifen. Dieser selbst stellt sich in höchst differenzierter wie reflektierter Weise dar. Das Heil des einzelnen Menschen wie des gesamten κόσμος liegt allein und ausschließlich in Jesus Christus beschlossen; eine wie auch immer begründete ‚Allversöhnung‘, die vom Bekenntnis zu diesem κύριος absehen möchte, ist eine paulinische Denk-Unmöglichkeit. Demzufolge geht der paulinische Heilsuniversalismus zwingend mit dem Signum des Glaubens an Jesus Christus einher, und remoto Christo hat der Mensch nichts als die gerechte Verurteilung vor dem Richterstuhl Gottes resp. Christi zu gewärtigen. Als Vater Jesu Christi bleibt Gott zugleich der Schöpfer, dessen Heilswillen in Jesus Christus von Ewigkeit her Bestand hat. Dem paulinischen Heilsuniversalismus nach fällt sich Gott selbst ins verurteilende Richterwort, begnadigt den zu Recht Verurteilten aufgrund seines umfassenden Erbarmens und spricht ihn also frei.

Die neue Ausgabe der Zeitschrift Credo hält viele interessante Artikel zum Thema bereit. Enthalten sind Beiträge von Archibald Alexander, Alan Gomes, Michael McClymond, Matthew Barrett, Glenn Butner, J. V. Fesko, Daniel Treier, Denny Burk, Joshua Greever, Todd Pruitt, Scott Smith und Matt Neidig.

Joshua Greever geht der Frage nach, ob Paulus ein Universalist war und schreibt zu Römer 11,32:

Auch die Interpretation von Römer 11,32 wird durch die Analyse des unmittelbaren literarischen Kontextes verdeutlicht. Dieser Vers schließt die heilsgeschichtliche Frage des Paulus in Römer 9–11 über die Erlösung Israels ab. Während es zahlreiche Meinungsverschiedenheiten über die genaue Identität „ganz Israels“ in 11,26 und den Begriff „Fülle“ (Römer 11,12,25) gibt, legt der Kontext nahe, dass es sich nicht um die Rettung eines jeden Menschen ohne Ausnahme, sondern um die Rettung von Volksgruppen handelt: Juden und Heiden.

Das deckt sich mit den Ausführungen von Eckhard J. Schnabel in seinem Kommentar zum Römerbrief (Der Brief des Paulus an die Römer, Bd. 2, 2016, S. 526–527):

Gott hat alle „dem Ungehorsam“ (εἰς ἀπείθειαν [eis apeitheian]) ausgeliefert bedeutet im Anschluss an das wiederholte παρέδωκεν [paredōken] von 1,24.26.28: Gott hat alle, nicht nur die Heiden, sondern auch die Juden, ihrem Ungehorsam und dessen Folgen überlassen, er hat sie „als Ungehorsame herausgestellt“. Die Geschichte der Menschheit ist eine Geschichte des Ungehorsams gegen Gott, in der „Gott die Abwendung der Menschen von ihm nicht bremst oder in ihrer Wirkung abmildert, sondern sich in all ihrer Destruktivität auswirken läßt“.378 Die Formulierung kombiniert Gottes souveränes Handeln, was den Ungehorsam von Juden und Heiden betrifft, mit der Verantwortung des einzelnen Juden und Heiden für seinen Ungehorsam. Dieselbe Gleichzeitigkeit von Gottes Souveränität und menschlicher Verantwortung haben wir in 1,18–3,20 bzw. 5,12–21 beobachtet. Das Ziel des Heilshandelns Gottes wird in V. 32b beschrieben: damit er sich aller erbarme (V. 32b). Mit „allen“ (πάντες [pantes]) sind Juden und Heiden gemeint, ohne dass der Gedanke der Allversöhnung (Apokatastasis) eingetragen werden darf.

Lietzmann spricht von der Ahnung eines tiefsten und beseligenden Geheimnisses, von der festen Zuversicht, „daß Gott alles zum Guten führen wird“, eine Zuversicht, die „siegreich“ durchbricht. Wilckens schreibt: „Es gibt keinerlei Ungehorsam, der nicht im Sühnetod Christi bereits aufgehoben ist, und der sich also auf Dauer und ewig dem Willen und der Kraft der Liebe Gottes entgegenstellen könnte“. Dunn spricht von der Transposition vom Ungehorsam in Moll zur Barmherzigkeit Gottes in Dur, in der sich Gottes Treue gegenüber Israel bewahrt und zur Vision der Versöhnung der ganzen Welt mit Gott am Ende führt, hält es dann aber doch für klüger, die summarische Beschreibung als lediglich allgemeine Aussagen zu interpretieren. Klein versteht Paulus im Sinn der „Rettung der ganzen Heidenwelt“. Hengel und Schwemer halten V. 32 für einen „der wichtigsten Sätze des ganzen Neuen Testaments“, der nach V. 26 festhält, dass mit dem Kommen des Messias am Ende der Weltgeschichte nicht nur ganz Israel durch Gottes Gnade gerettet wird, sondern dann auch „alle Völker im Zeichen des Evangeliums zu Gott zurückfinden, damit seine Gnade allein über alle Mächte des Bösen, Sünde, Tod und Teufel, triumphiere“, was im Blick auf die Erwartung des Paulus „durchaus realistisch-konkret“ zu verstehen sei. Flebbe sieht einen Hinweis auf „umfassendes und universales Heil für alle … ungeachtet der ethnischen Prägung“.

Paulus „will aufzeigen, welchen Sinn das widersprüchliche Geschick des Evangeliums bei Juden und Heiden im Plan Gottes haben könnte“. Weil Paulus in Röm 11 von Israel und den Völkern als kollektiven Größen spricht, meint πάντες in V. 32 nicht alle Menschen ohne Ausnahme, sondern „alle“ im Sinn von Juden und Heiden. Paulus spricht nicht nur in 1,18 vom Zorn Gottes, der etwa in 11,32 aufgehoben wäre, sondern auch in 12,19; in 13,2 ist vom Gericht Gottes, in 14,10 vom Richterstuhl Gottes die Rede. Die Unterscheidung zwischen individueller Erwählung (9,6–29) und kollektiver Erwählung (11,1.28–29), die Paulus im Blick auf Israel entfaltet, ist auch für V. 32b wichtig, in dem von Juden und von Heiden die Rede ist. Wie der individuelle Ungehorsam von Juden die kollektive Erwählung Israels nicht aufhebt, so hebt die kollektive Erwählung (Israel) bzw. Erschaffung (Heiden) die individuelle Verantwortung, die Heilsoffenbarung Gottes im Glauben anzunehmen, nicht auf. Die kollektive Erwählung Israels verschafft genauso wenig jedem einzelnen Israeliten/Juden Heil, ohne Rücksicht auf dessen Gehorsam oder Ungehorsam Gott gegenüber, wie die kollektive Erschaffung der Heiden durch Gott bedeutete, dass alle Polytheisten oder Atheisten, nur weil sie Geschöpfe Gottes sind, durch Gottes Gnade gerettet werden. Wie Gott innerhalb der kollektiven Erwählung Israels einzelne Individuen erwählt, denen er seine Gnade gewährt (9,6–29), so gewährt er innerhalb der Gesamtheit der von ihm geschaffenen Menschheit einzelnen Heiden seine Gnade. Die πάντες sind als solche zu bestimmen, „die in der Kraft der in Christi Tod und Auferstehung über sie gefallenen Entscheidung zum Glauben an ihren Erlöser kommen werden“.

Hier die aktuelle Ausgabe von Credo: credomag.com.

Kommentare

  1. Markus Jesgarz meint

    Dies ist ein Kommentar zu der Aussage am Anfang:
    Werden alle Menschen gerettet? Es gibt nur wenige so sensible Fragen wie diese. Es ist so gut wie sicher, dass Antworten – wie immer sie ausfallen – emotionale Reaktionen hervorrufen. Für viele bedeutet die Antwort „nein“, den Charakter Gottes zu gefährden. Ein Gott, der nicht jeden rettet, kann nämlich kein Gott der Liebe sein.
    Meine Meinung ist: 
    Die Sünde ist wirklich schlimm.
    Im Beitrag: 
    Die Bibel verstehen
    https://www.bibel()kreis.ch/Themenpdf/Die%20Bibel%20Verstehen%20%20Charles%20C%20%20Ryrie.pdf
    von Charles C. Ryrie steht ab der Seite 571 und ab der Seite 548 von 581 in der Anzeige unter „IV. Die Allversöhnung“ und „b) Theologische Argumente“:
    Manche Allversöhner argumentieren lieber theologisch. Sie berufen sich auf das Wesen Gottes, der ganz und gar Liebe ist. Wie kann ein Gott der Liebe jemand in diesem oder im kommenden Leben verdammen? Gott ist doch gut, er kann niemand zurückstoßen! Das Wesen Gottes ist aber nicht nur Liebe und Güte, sondern auch Gerechtigkeit, Heiligkeit und Zorn. Die Allversöhner opfern die Gerechtigkeit Gottes seiner Liebe, darum ist ihr Gott nicht mehr der Gott der Bibel.
    Andere behaupten, ein gerechter Gott könne nicht ewige Strafe für zeitliche Sünden auferlegen. Dieses Argument ignoriert aber ein wichtiges Prinzip. Das Ausmaß eines Verbrechens hängt nämlich vom Objekt ab, gegen das es gerichtet ist (gegen den unendlichen Gott), nicht nur von demjenigen, der das Verbrechen begeht (der endliche Mensch). Einen Pfahl zu schlagen ist weniger schlimm, als einen Menschen zu schlagen. Jede Sünde richtet sich letztlich gegen den unendlichen Gott und verdient daher unendliche Strafe.

  2. Echte Fragen:
    1) Wann endet eigentlich der alte Bund zeitlich, der Bund der Gesetzeswerke/AT? Kommt er mit dem Weltgericht zum Abschluss?

    2) Wann endet denn der Neue Bund/der Bund der Gnade/NT zeitlich, der Bund, den Gott durch den Opfertod des Sohns auf Golgatha in Kraft gesetzt hat? Gibt es einen letzten Zeitpunkt, ab dem Gott eine Beziehung mit einem Menschen auf Basis des NT nicht/nie mehr aufnehmen kann?

  3. Tim-Christian meint

    @toblog

    Aus klassisch-reformierter Sicht sind ja sowohl der mosaische Bund als auch der Neue Bund „nur“ unterschiedliche Administrationen ein und desselben Gnadenbundes. Insofern endet der mosaische Bund mit Inkrafttreten des Neuen Bundes. Am Wesen des Gnadenbundes hat Anteil, wer an Christus bzw. – unter dem Alten Bund – an die prophetischen Christusverheißungen glaubt. Die Bedingung des Glaubens, den Gott durch die Gnadenmittel in den Erwählten wirkt und erhält, kann nur zu Lebzeiten bzw. bis zur Wiederkunft Christi erfüllt werden. Mit den Gläubigen/Erwählten besteht der Gnadenbund aber in Ewigkeit, da sie für immer in Christus sind.

  4. Markus Jesgarz meint

    Dies ist ein Kommentar zu der Aussage am Anfang:
    Werden alle Menschen gerettet? Es gibt nur wenige so sensible Fragen wie diese. Es ist so gut wie sicher, dass Antworten – wie immer sie ausfallen – emotionale Reaktionen hervorrufen. Für viele bedeutet die Antwort „nein“, den Charakter Gottes zu gefährden.
    Meine Meinung ist: 
    1.
    Die Erwählungstheorie von Karl Barth legt die Allversöhnung nahe.
    Im Beitrag: 
    Die Bibel verstehen
    https://www.bibel()kreis.ch/Themenpdf/Die%20Bibel%20Verstehen%20%20Charles%20C%20%20Ryrie.pdf
    [Die runden Klammern müssen entfernt werden, damit der Hyperlink funktioniert.]
    von Charles C. Ryrie steht auf der Seite 351 und der Seite 331 von 581 in der Anzeige unter „I. Die wichtigsten Erwählungstheorien“:
    a) Erwählung als Vorauswissen
    Dieser Ansicht nach erwählt Gott aufgrund vorhergesehenen Glaubens. „Erwählung verstehen wir als den souveränen Gnadenakt Gottes, wobei er in Jesus Christus all jene zum Heil erwählte, von denen er im voraus wußte, sie würden ihn annehmen“ (Henry C. Thiessen: Introductory Lectures in Systematic Theology [Grand Rapids: Eerdmans 1959], S. 344; diese Definition wurde allerdings in der Revision Doerksens gestrichen, 1981, S. 258). Wahrscheinlich vertritt die überwiegende Mehrzahl der Evangelikalen bewußt oder unbewußt diese Erwählungstheorie. Gott blickte in die Zukunft und sah im voraus, wer Christus annehmen würde. Sie erwählte er dann zum Heil. Das wäre Vorauswissen ohne vorzeitliches Erlösungshandeln Gottes.
    b) Gemeindliche Erwählung
    Eine Abwandlung dieser Theorie vertrat Karl Barth. Seiner Ansicht nach ist Erwählung vor allem die Erwählung Christi, dann die Erwählung der Gemeinschaft und erst zuletzt die Erwählung der einzelnen Gläubigen. Eigentlich sind in Christus alle erwählt, die Ungläubigen wissen nur nichts davon. Deshalb wurde Barth aufgrund seiner Erwählungstheorie der Allversöhnung bezichtigt.
    2.
    Die Allversöhnung ist kontrafaktisch.
    In dem Beitrag von Doug Potter:
    SOTERIOLOGIE TEIL 2
    steht zum Zeitpunkt 19:40 / 1:38:55 auf der Folie:
    https://www.youtube.com/watch?v=wm5f6oT2RDI&list=PL1qZZNfE1P2VwL7gPEGcjVaVE_yx6NsCB&t=1180&index=16
    Bewertung des Universalismus
    1. Es ist im Gegensatz zum Bild Gottes (freier Wille).
    2. Es ist im Gegensatz zur Liebe Gottes.
    3. Es ist im Gegensatz zur Gerechtigkeit Gottes.
    4. Es ist im Gegensatz zur biblischen Lehre über die Hölle.
    5. Es ist ohne biblische Begründung.

  5. @Tim-Christian: Danke.

  6. _Das Heil des einzelnen Menschen wie des gesamten κόσμος liegt allein und ausschließlich in Jesus Christus beschlossen_

    Genau.

    Die Ansicht, das Ergebnis des Sündopfers Jesu bestünde darin, dass alle Schuld der Welt auf einem Schuldkonto bei Gott faktisch-objektiv bezahlt/gelöscht/getilgt/ausgeglichen sei, ist jedenfalls eine systematische Steilvorlage für eine billige Allversöhnung!

    Den auferstandenen Sohn in personam als lebendige Generalabsolution und Versöhnung mit Gott zu begreifen, liefert eine bessere systematische Grundlage auch für das Problem der Allversöhnung. Diese Systematik unterstützt viel besser, dass es ohne eine Annahme und Beziehung zum Sohn keine Versöhnung mit Gott geben kann. Und eine Diskussion über eine begrenzte Gültigkeit der Sühne erübrigt sich dann auch.

  7. Markus Jesgarz meint

    Dies ist eine Bestätigung zu der Aussage:
    https://theoblog.de/werden-alle-menschen-gerettet/34234/comment-page-1/#comment-86072
    Die Allversöhnung ist kontrafaktisch.
    Im Beitrag: 
    Systematic Theology (Systematische Theologie)
    https://de.scribd.com/document/294478669/Systematic-Theology-In-One-Vol-Norman-L-Geisler-epub
    von Norman Geisler steht ab der Seite 3063 von 4905 in der Anzeige:
    EINE BEWERTUNG DES UNIVERSALISMUS
    Neben dem Mangel an biblischer und theologischer Unterstützung für den Universalismus gibt es viele weitere biblische und rationale Argumente gegen ihn.
    Der Universalismus steht im Widerspruch zum Bild Gottes
    Gott hat die Menschheit nach Seinem Bild geschaffen, was die Freiheit der Wahl einschließt. Um zu gewährleisten, dass alle gerettet werden, müssten diejenigen, die sich weigern, Gott zu lieben, gezwungen werden, Ihn gegen ihren Willen zu lieben, und „erzwungene Freiheit“ ist überhaupt keine Freiheit.
    Der Universalismus steht im Widerspruch zur Liebe Gottes
    Erzwungene Liebe ist nicht nur gegen die Freiheit, sie ist überhaupt keine Liebe, sondern Hass. Erzwungene Liebe ist eine Art Angriff. Niemand, der wirklich liebt, zwingt sich selbst einem anderen auf.
    Der Universalismus steht im Widerspruch zur Gerechtigkeit Gottes
    Gott ist absolut heilig, und als solcher muss er die Sünde bestrafen. Solange die Menschen in Sünde und Rebellion gegen Gott leben, muss Er sie daher bestrafen.
    Der Universalismus steht im Gegensatz zur biblischen Lehre über die Hölle
    Noch einmal, Jesus lehrte, dass es nicht nur eine Hölle gibt, die für Satan und seine Engel geschaffen wurde, sondern tragischerweise wird es auch Menschen darin geben.
    Universalismus ist ohne biblische Grundlage
    Wie oben gezeigt, basiert der Universalismus (1) auf Versen, die aus dem Zusammenhang gerissen wurden, und (2) ignoriert er andere klare Passagen, die das Gegenteil lehren.
    Universalismus basiert auf einer Art freudscher Illusion
    Sigmund Freud (1856-1939) lehrte, dass jeder Glaube, der auf einem bloßen Wunsch basiert, dass etwas wahr ist, eine Illusion ist (siehe Freud, Sigmund: Die Zukunft einer Illusion, Kapitel 6).
    https://gutenberg.spiegel.de/buch/die-zukunft-einer-illusion-929/6
    Kein liebender Mensch würde wollen, dass jemand anderes für immer in der Hölle leidet; jedoch scheint der starke Wunsch nach dem Gegenteil ein primärer Impuls im universalistischen Denken zu sein, der ein unplausibles und unbiblisches Glaubenssystem aufbaut.

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