Wie die Luft die wir atmen

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Glen Scrivener möchte uns in seinem Buch Wie die Luft, die wir atmen „die Augen dafür öffnen, dass das, was wir in unserer Welt erleben, die fortdauernden Nachbeben der Jesus-Revolution sind“ (S. 16). Dabei ist es nicht nur sein Anspruch, gläubige Christen in zehn kurzen Kapiteln auf nur 256 Seiten von dieser These zu überzeugen und ihnen Mut zu machen, „ihren Weg weiterzugeben“ (S. 16). Vielmehr möchte er gerade der Gruppe der unreligiösen Menschen zeigen, was das Evangelium bedeutet.

Lukas Meier hat das Buch gelesen und schreibt: 

Eins ist sicher: Langweilig wird dieses Buch nie. Es erinnert an eine Netflix-Serie mit dramatischen Szenen, starken Kontrasten, verwegenen Charakteren und schnellen Schnitten. Nirgendwo verweilt der Blick länger. Rastlos schweift das Auge über ganze Jahrhunderte hin und nimmt nur grobe Konturen wahr. Man bleibt stets aufmerksam, erwartet gespannt die nächste Wendung, den nächsten Einfall, den nächsten Akteur auf der Bühne.

Die Argumentation ist mutig, bisweilen gewagt. Nachweise für die aufgestellten Behauptungen fehlen weitgehend. Natürlich könnte und müsste man alles viel differenzierter sagen – darauf weist der Autor zu Beginn des Buches auch gleich selbst hin. Scrivener führt keinen wissenschaftlichen Beweisgang. Er erzählt eine Geschichte, die mitreißt, die zur Identifikation einlädt, die nicht zuletzt auch unterhalten soll. Und das tut sie, auch dank der gelungenen Übersetzung, die dem Tempo und der Dramatik des Buches gerecht wird.

Am Ende klappt man die Buchdeckel zu und ist ermutigt, denn bei der Lektüre wird einem wieder ganz neu klar: Der christliche Glaube ist ein einzigartiges und wundervolles Geschenk Gottes, das nicht nur unsere westliche Zivilisation, sondern auch das Leben von Millionen Menschen unendlich viel besser, freier und leichter gemacht hat. Es lohnt sich, an diesem Glauben festzuhalten, wohin auch immer unsere Gesellschaft sich weiterentwickeln mag.

Mehr: www.evangelium21.net.

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Magister Hist.
1 Monat zuvor

Die Bemühungen des Autors (und des Rezensenten) in allen Ehren, aber mir gefällt schon das Wording nicht. Das Christentum sei eine „Revolution“, die u.a. „Fortschritt“ hervorgebracht habe. Die Revolutionen der Neuzeit, an die man bei dem Begriff „Revolution“ als erstes denkt, ( ich meine die gesellschaftlichen, nicht unbedingt die technischen Revolutionen) fußten häufig auf einem widergöttlichen Geist der Rebellion und waren blutig samt Christenverfolgungen. Des weiteren interessiert mich, wie Scrivener „Fortschritt“ definiert? Das geht aus der Rezension nicht hervor. Der Mensch und die Menschheit als Ganzes sind genauso gefallen, sprich „schlecht (völlig verdorben)“ wie nach dem Sündenfall. Wie so häufig versucht man bei der Gospel Coalition progressiv und „konservativ“ zugleich zu sein. War schon bei dem gehypten Timothy Keller so. Da heben Kritiker wie MacArthur (auch wenn ich aus theolog. Gründen kein Fan von ihm bin) irgendwie recht.

ErzgebirgsEngländer
1 Monat zuvor

Progressiv oder konservativ?
Ich habe das Buch einmal halb auf Englisch gelesen: es lag auf dem Kaffeetisch bei Freunden. Aber zu dieser Frage würde ich sagen, christliche Positionen werden gerade wegen der Verdorbenheit der Menschen und des Alters ihrer Tradition immer wieder fortschrittlich in ihrer Kritik an die verdorbene Gesellschaft aber konservativ, wenn die Gesellschaft ihre Errungenschaften der Vergangenheit in Frage stellen. Hauptsache: wir lassen unsere Politik nicht von diesen Begriffen sondern von Jesus bestimmen.

Magister Hist.
1 Monat zuvor

@ ErzgebirgsEngländer „Hauptsache, wir lassen unsere Politik von Jesus bestimmen“-> Das sagen manche, das Problem ist, da kann man zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen kommen. So begegnen mir immer wieder Christen, die meinen man müsse als Christ radikaler Pazifist sein, gemäß Jesu Worten „Selig sind die Friedensstifter“ u.a. Aber sowas kann nur aus einer oberflächlichen Lesart resultieren. Denn die Soldatentätigkeit wird auch im NT nirgends verurteilt.Jesus sagt nur „Tut niemandem Gewalt oder Unrecht und lasst euch genügen an eurem Sold!“

Stephan
1 Monat zuvor

Der Satz an die Soldaten wurde nicht von Jesus geäußert, sondern von Johannes dem Täufer (Lk 3). Damit ist der Satz aber nicht weniger wert. 😉 Die allermeisten Christen lesen die Bibel halt mit einer weltlichen Brille und streben an, Gutes aus eigener Kraft zu tun. Wenn die Engel sagen anläßlich der Geburt des Herrn „und Friede den Menschen auf Erden“, dann ist das nicht, wie in Predigten und Kirchenblättchen oft gehört bzw. gelesen, ein Aufruf zum Pazifismus, sondern es betrifft den jetzt erst möglichen Frieden zwischen Gott und dem Menschen, durch Jesus kann das zerrüttete Verhältnis geheilt werden. Erst wer diesen Frieden gefunden hat kann m.M. einen aufrichtigen Frieden auch mit unangenehm erscheinenden Mitmenschen schließen (Mt 5,43ff). Letztendlich, wenn Christen zu unterschiedichen Ergebnissen kommen, dann sind die Ursache wohl unterschiedliche Erkenntnis- und Wissensstände, gepaart mit einer Sozialprägung, die nicht hintergragt wird. Und da sehe ich die Hauptursache in zu wenig Bibelfestigkeit, in einem theologischen Analphabetismus. Man möge mich bitte… Weiterlesen »

Tom
1 Monat zuvor

Ich bin ganz froh zu sehen, dass diese Buch in Deutsch erschienen ist!

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