Wie man als Gelehrter Bücher verkauft (und ausverkauft)

Folgende Ratschläge für den erfolgreichen Bücherverkauf habe ich von dem Reformationsforscher Jim West erhalten. Vielen Dank Jim!

Also:

(1) Schreibe unorthodox. Unorthodox verkauft sich, besonders wenn du den Glauben oder die Kirche abwertest.

(2) Stelle den wissenschaftlichen Konsens falsch dar.

(3) Tue so, als ob die ketzerische Sichtweise aus dem 2. oder 3. Jahrhundert tatsächlich deine eigene neue Erkenntnis sei.

(4) Schmücke dein Buch mit einem glanzvollen Einband und mit seltsamen Posierfotos von dir auf dem Rückumschlag.

(5) Gehe auf die primitivsten Aspekte und Neugierden der menschlichen Natur ein.

(6) Stelle einen Agenten ein.

(7) Eisegetisiere, eisegetisiere, eisegetisiere.

(8) Ignoriere die historische Theologie.

Wenn du diese acht Schritte befolgst, wirst du deine Bücher verkaufen. Um genau zu sein, wenn du diesen Schritten folgst, brauchst du gar nicht mehr vorzugeben, ein Wissenschaftler zu sein (weil du nicht länger einer bist). Du kannst einfach der sein, der du geworden bist: ein Ausverkäufer.

(Es sind einige Musterbeispiele erhältlich, um dich durch den Prozess zu führen. Folge einfach ihren Fußspuren, selbst wenn diese Leute beim besten Willen nicht als Gelehrte bezeichnet werden können.)

VD: NK

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23 Kommentare
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Roderich

Wadenbeisserisch, aber nur zu wahr 😉
Wobei ‚orthodox‘ ja eigentlich das neue ‚Unorthodox‘ ist. Subversiv bibeltreu kann man ja heute sein…

Und der wissenschaftliche Konsens ist auch nicht immer das Mass aller Dinge. Aber die Unsachlichkeit mancher Autoren, die Jim wohl meint, ist manchmal frappierend.

Roderich

… und die Medien haben natürlich einen wesentlichen Anteil.
Markus Gabriels Buch „Warum es die Welt nicht gibt“ wurde vom SPIEGEL durch ein Interview gepusht, prompt landete es auf der Bestsellerliste. (Kann das etwa irgend etwas damit zu tun haben , dass Gabriel von Gott sagte: „Es gibt keinen Gott“ ?…)
Es gibt also bewusste Entscheidungen von Medien, bestimmte Personen bekannt zu machen. (So war das auch bei Richard David Precht: „Den machen wir bekannt“, hatte eine Fernsehredaktion beschlossen). Dabei können die Autoren auch durchaus gut und kompetent sein. Es sollte aber weltanschaulich auch passen… ein bibeltreuer Christ mit gleichen Kenntnissen und Fähigkeiten wie Precht wäre sicher nicht so auf’s Podest gehoben worden. Precht eckt sicher nicht an, da seine Eltern ja Leninisten waren. Das erweckt bei den Medien eine gewisse heimelige Grundsympathie.

Andi

Mir kam mal die Idee ein Buch zu schreiben mit dem Titel „Jesus – der Tierfreund“. Mir sind eine Menge „biblischer“ Argumente dazu eingefallen. Nachdem ich die Idee in einem Anspiel im Gottesdienst umgesetzt hatte, kamen einige Geschwister danach zu mir und meinten, dass sich ein solches Buch heute bestimmt gut verkaufen ließe…traurig aber wahr.

So wie mein ehemaliger Apologetiklehrer einmal bemerkte: Schreibe ein Buch über Jesus mit einem bestimmten Schwerpunkt, reiße dazu Bibelstellen aus dem Kontext, rede den Menschen nach dem Mund und du wirst garantiert einen Bestseller schreiben…

Schandor

Mit Dreck kann man noch viel mehr Geld verdienen, wie man am Beispiel Charlotte Roche sehen kann.

Da das Geldverdienen wohl in umgekehrten Verhältnis steht, also: je näher der Wahrheit, desto kärger der Cent, je perverser, desto Hochglanz der $ollar, könnte man beinahe auf die Idee kommen, Gott halte nicht so viel von Geld. Deshalb lässt der den Schwerstverbrechern auf unserem Planeten auch das meiste Geld, ich meine neben jenen Friedensnobelpreisträgern, auf deren Kappe hunderttausende Menschenleben gehen genauso wie jene Myriardäre, die anhand von Think-Tanks Prozesse auf höchster Ebene in Gang setzen, um unsere Gesellschaftsstruktur höchst wirksam und erfolgreich zu zerstören.

Roderich

@Schandor, mit Myriardaere, meinst Du die Rockefeller-Foundation, oder Leute wie George Soros?
Ich denke, wo das Geld ist, ist ja auch ein Spiegel von dem, was die in Intellektuellen Kreisen gerade vorherrschende Weltsicht ist… Im Mittelalter waren das mal „wir“ 🙂

Schandor

@Roderich

Die reichen Familien. Auch die genannten, ja. Für die sind Projekte wie die Umformung der Gesellschaft (z. B. der Gendermist) nur Spiele. Die Reichen haben Angst (sie instumentalisieren daher auch die Überwachungsindustrie), und ihnen ist langweilig. Sie wollen spielen. Mit Menschen und Menschenleben. Ich glaube nicht, dass man die heutige Situation mit dem Mittelalter vergleichen kann. Damals gab es zwar auch Weltmachtsphantasien (Vatikan), aber die Technik hat gefehlt. Das ist heute nicht mehr der Fall. Heute wird konsequent umgesetzt, was man damals noch nicht konnte. Nicht nur in Thinktanks werden Allmachtsphantasien geträumt, sondern auch an verborgenen Orten wie einem kalifornischen Wäldchen …

Roderich

Psalm – Kapitel 2 (kopiert aus Bibel-online.de: was denkt Gott über die von Schandor genannten?) Gottes Sieg und die Herrschaft seines Sohnes 1 Warum toben die Heiden, und die Völker reden so vergeblich? (Apostelgeschichte 4.25-30) 2 Die Könige der Erde lehnen sich auf, und die Herren ratschlagen miteinander wider den HERRN und seinen Gesalbten: (Offenbarung 11.18) (Offenbarung 19.19) 3 „Lasset uns zerreißen ihre Bande und von uns werfen ihre Seile!“ (Jeremia 2.20) (Jeremia 5.5) (Lukas 19.14) 4 Aber der im Himmel wohnt, lacht ihrer, und der HERR spottet ihrer. (Psalm 37.13) (Psalm 59.9) 5 Er wird einst mit ihnen reden in seinem Zorn, und mit seinem Grimm wird er sie schrecken. (Jesaja 34.1) 6 „Aber ich habe meinen König eingesetzt auf meinem heiligen Berg Zion.“ 7 Ich will von der Weisheit predigen, daß der HERR zu mir gesagt hat: „Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeuget: (Psalm 89.27-30) (Apostelgeschichte 13.33) (Hebräer 1.5) (Hebräer 5.5) 8 heische von mir,… Weiterlesen »

rolf eicken

@Schandor und Roderich
Wie lange will Euer Gott da noch zuschauen? Wo beleibt die versprochene Perusie? Denn die vor 2000 Jahren so dringend Naherwartete blieb aus. Paulus ging doch selbst davon aus, dass die Erusie noch zu seinen Lebzeiten eintreten würde. Karl Barth hat ja schlauerweise aus der Not eine Tugend gemacht und die 3 Gestalten geschaffen. Ich frage mich immer, wieso läßt ER es zu, dass wir diese ethisch-moralisch verwerflichen Zustände auf der Welt haben, wo ER doch allmächtig und allwissend ist. (Ausfluß eines Laien)
MfG
Rolf

Sylvia

Hallo Rolf,

entschuldige, dass ich mich in eure Unterhaltung einmischen, aber mich stört ein Punkt in deiner Denkweise und den kann ich nicht so stehen lassen:-)
Bist du dir sicher, dass es Gott ist oder doch nicht ehe der Mensch selbst, der das verursacht?
Du sagst Gott ist allmächtig und allwissend. Ja, das ist er!!!Aber was ist mit den Menschen? Ist er es nicht selbst, der alles besser wissen will und versucht Gott gleich zu werden, ja manchmal sogar noch besser zu sein? Schaue genau hin .-)

LG, Sylvia

rolf eicken

Hallo Sonja, da gibt`s nichts zu entschuldigen, dies ist ein offener Blog und wenn Herr Kubsch es zuläßt, können -wir- uns auch unterhalten. Danke für Ihre Antwort. Ich habe nicht unbedacht die Allmacht Gottes angeführt. Augustinus v. Hippo hat die Lehre von der (Doppelten) Prädestination gelehrt und die kath. Kirche hat das bis heute als richtig erkannt. Wenn aber Gott -im Voraus- weiß was geschehen wird, warum hatte er es dann nötig, die Menschen durch Sünde und Verbrechen zu führen, um sie dann auf so grausame Weise dr. seinen eigenen Sohn zu erretten? Gab`s keinen anderen Weg? Ich glaube nicht an die beste aller Welten lt. Leibniz. Von den Römern wurden 10000de gekreuzigt, nicht nur Jesus. Würde ein Richter die Ausrede akzeptieren, Gott habe das Sündigen der Menschen nicht gewollt und nicht selbst bewirkt, sondern nur zugelassen? Er wußte doch, wie`s ausgeht. Ist Gott dann ein Komplize der augustinischen Erbsünde? Offensichtlich, ja;denn wenn ich ein Verbrechen zulasse, bin ich involviert.… Weiterlesen »

Lutz

Tut mir leid, das Vorige war ein technischer Fehler meinerseits. Es sollte eigentlich so eingebettet sein: @rolf eicken Das Thema, das Sie hier anschneiden, ist sicher keines, dass im „gib mal schnell Antwort -modus“ ge- oder erklärt werden kann. Diese Fragen beschäftigen Gläubige wie Ungläubige … Nur der Unterschied, der hier zu machen ist, ist mit Sicherheit der, dass Gläubige ihren Gott, den sie durch Sein Zeugnis kennen, nicht auf die Anklagebank setzen können. Das können sie nicht, weil sie „etwas“ über Ihn wissen …. Dieses Wissen haben sie sich auch nicht irgendwie selbst zusammen gereimt oder … Das Ganze hat eine Grundlage und es hat mit Verstand und Vernunft zu tun. Um nicht ganz vom eigentlichen Thema abzuweichen: Heute verkaufen sich tatsächlich die Bücher am Besten, die besonders spektakuläre neue Dinge zu Tage zu befördern meinen … Wer interessiert sich schon für das alte „langweilige“ Original und dessen gleich bleibende Bedeutung und Interpretation … So lassen sich keine Bücher… Weiterlesen »

Roderich

@Rolf,

Wie lange will Euer Gott da noch zuschauen?

Die Prinzipien von Psalm 2 sind auch während der Geschichte immer wieder aktiv – Gott demütigt die Hochmütigen. Nur eben manchmal mit 1, 10, 30 Jahren oder (im Falle von ganzen Zivilisationen, die sich von Ihm abwenden) vielleicht 100 Jahren Aufschub.
Gott ist täglich am Werk – in den Gläubigen, in den Nationen – vgl. Jesaja 26,9: „Wenn deine Gerichte über die Erde gehen, so lernen die Völker Gerechtigkeit“.

Manches vom Wirken Gottes ist verborgen, anderes offensichtlicher.

Warum greift Gott nicht ständig ein, um jede böse Handlung zu unterbinden? Dann wäre Freiheit der Entscheidung nicht mehr möglich.

Ravi Zacharias spricht darüber in mehreren Clips, falls Englisch kein Problem ist:
http://www.youtube.com/watch?v=it7mhQ8fEq0
(Es gibt keine Liebe ohne die Freiheit, nicht zu lieben. Also ist eine gewisse Willensfreiheit – und damit die Möglichkeit zum Sündigen und Böses tun – notwendig).
Anders gefragt: was genau wäre die Alternative? Soll Gott die Willensfreiheit einschränken?

Schandor

Es gibt keine Liebe ohne die Freiheit, nicht zu lieben.

Ich glaube, Liebe ist erst dann Liebe, wenn man gar nicht anders kann. „Freiheit“, nicht zu lieben, ist nicht Freiheit, sondern … Könnte ich mich „entscheiden“, heute mal nicht zu lieben, wäre das Liebe?

http://www.youtube.com/watch?v=eJk-HxMTbmQ

rolf eicken

@ Lutz und Roderich

Herzlichen Dank für diese Erklärungen. Ich habe mir vor 10 Tagen extra eine evangelische Bibel gekauft, damit ich Ihre diversen Verweise auf die Bibelstellen auch nachvollziehen kann.
Ihre Erklärungen haben schon etwas für sich. Trotzdem muss ich das nochmals überdenken; denn für Gott müssen, trotz der sehr wichtigen Willensfreiheit (ich habe vor einiger Zeit einen Vortrag über den „Freien Willen“ gehalten), da er alles schon vorher weiss, die Entscheidungen der Menschen wie ein „Spiel“ vorkommen.
Die Alternative wäre, eine Welt geschaffen zu haben, in der der Mensch im platonischen Sinne genuin „GUT“ ist und damit würde die Welt und der Mensch selber nicht unter sich leiden (homo hominis lupus). Ist das zu blauäugig?
MfG
Rolf

Schandor

@Rolf Meinen Sie Willensfreiheit (ich kann selbst bestimmen, was ich will) oder Handlungsfreiheit (ich kann tun, was ich will)? Ich persönlich halte beides für einen Mythos. Weder kann ich bestimmen, was ich will, noch kann ich tun, was ich eigentlich will. Deshalb brauche ich auch Erlösung, denn: Gott sagt mir nicht nur, was ich tun soll, sondern auch, was ich wollen soll. Aber ich kann nicht. Kant sagt: Du kannst, denn du sollst. Ich sage mit den Reformatoren: Ich soll, aber ich kann nicht. Ich bin somit der Gefangene meines eigenen Wesens. Befreiung gibt es nur, wenn mich jemand von innen her „um-schafft“ – dann kann ich (hier auf Erden immer nur unvollkommen oder zum Teil!) wollen, was ich soll, und manchmal (hoffentlich immer öfter!) auch tun, was ich soll. Das ist der Punkt, um den sich die Willensfreiheit dreht. Ein freier Wille, das ist für mich, wenn ich das will, was Gott will. Das Wichtigste bei der ganzen Sache… Weiterlesen »

Sylvia

Lieber Rolf, vielen Dank für Ihre Rückantwort. Ich sehe das so, Gott liebt den Menschen, den er erschaffen hat und wollte ihn gern führen und um ihn sorgen, aber er ist kein „Sklavenbesitzer“ sondern durch seine Liebe und Güte, hat er uns einen Freien Willen geschenkt und uns damit zu Persönlichkeiten gemacht, die selbst entscheiden können, was sie wollen. Das interessante ist, trotz der Loslösung von ihm, weil er es voraussehen konnte, was passieren wird!, hat er uns mit allem ausgestattet, was wir zum Leben benötigen und uns auch Hinweise (siehe 10 Gebote) geschenkt, die uns ein Leben miteinander ermöglichen sollten. Würden wir uns Menschen nur an diese Gebote halten, hätten wir paradiesische Zustände!!!! Aber wir halten uns nicht daran! Dass die Entscheidung, die der einzelne trifft, auch andere betrifft, das sieht man nicht 🙂 Die Konsequenzen müssen letztendlich alle tragen!!! Ich kann mir das gut vorstellen, wie Gott da sitzt und nur mit dem Kopf schüttelt, wie ein Vater… Weiterlesen »

rolf eicken

@ Sylvia Wenn alle Menschen so dächten und wären wie Sie, brauchten wir diesen Diskurs nicht machen. Danke für Ihre Wünsche, ich wünsche Ihnen von Herzen dasselbe. @Schandor Ich meinte tatsächlich mit Willensfreiheit: ich kann selbst bestimmen, was ich will. Ich habe dies im Kontext mit Kants KI gesehen, mit Platons „Wege zum Guten“ und der Nikomachischen Ethik v. Aristoteles. (Die Thesen von dem Neurologen, Prof Roth sind mit Vorsicht zu genießen und wurden in meinem Vortrag teilweise widerlegt) Sehr interessant finde ich Ihre Sicht: Freiheit WOVON! Vielleicht verwechsele ich wirklich Gottes Willen und seinen Ratschluss; denn auf die Idee bin ich noch gar nicht gekommen. Danke für diese Prämisse, allein dafür hat sich das hier gelohnt. Nun aber zu Ihrem Punkt 1.): „wir sind von Geburt an gegen Gott“. Das bezweifele ich ganz energisch. Wenn sie die augistinische Erbsündenlehre meinen, wonach Adam gegen Gott im Paradiese gesündigt hat und deshalb alle Menschen erst einmal „Sünder“ sind (ich weiß nicht… Weiterlesen »

rolf eicken

@Schandor
Ihr Hinweis, dass Liebe erst Liebe ist, wenn man gar nicht anders kann und wir die Freiheit haben zu lieben oder auch nicht, hat mich voll erwischt, aber ich stimme Ihnen voll und ganz zu. Ich kann nicht lieben wollen o. sollen – entweder liebe ich oder eben nicht. Sie haben recht: mal lieben und mal nicht ist nicht möglich und wäre auch keine Liebe.
Danke!
MfG
Rolf

Lutz

@rolf eicken Wann ist man „blauäugig“? Ich denke, dass man sich hier dem normalen Sprachgebrauch anschließen kann. Es hängt am Fundament. Worauf baue ich (ob das jetzt einfache Gedankenmodelle mit Schlussfolgerungen sind oder wissenschaftlich präsentierte Ergebnisse)? Wenn es um den Menschen geht und darum, was er kann, was er will, was er soll …. – gibt es vernünftiger Weise keine bessere Autorität als den, der diesen Menschen geschaffen hat. Nun hier scheiden sich bereits die Geister, weil genau das nicht allgemeiner Konsens ist. Der Mensch als von einem Schöpfer geschaffenes Geschöpf ist nicht überall Fundament der Denkweise. Daraus ergeben sich logischer Weise unterschiedliche Reflektionen ein und derselben Wirklichkeit. Der Schöpfungsbericht weist unmissverständlich das Werturteil dieses Schöpfers aus. „Es war sehr gut.“ – der Mensch also inbegriffen. Das Urteil hat sich nicht geändert – aber es trat danach eine Veränderung mit drastischen Folgen ein. Die „Struktur“ des menschlichen Willens heute muss also unter dieser Berücksichtigung (es hat eine drastische Veränderung gegeben)… Weiterlesen »

Roderich

@Rolf, Wer ein anständiges Leben führt, niemanden absichtlich verletzt (physich und psychisch) und sich human, hilfsbereit und tolerant (nicht gleichgültig – Toleranz ist etwas Aktives) gegenüber seinen Mitmenschen verhält, hat m.M. nach keinen Grund zur Buße. Buße tut man gegenüber Gott, nicht gegenüber Günter Jauch (Talkshow-Moralstandards von „das ist okay, das ist nicht okay“), oder einem sonstigen gesellschaftlich akzeptierten „Durchschnittswert“ an mitmenschlich-verträglichem Verhalten. Daher ist Gottes Standard entscheidend, den man ggf. erst richtig kennenlernen muss. (Dazu hilft u.a. ein regelmäßiges Bibelstudium). Bei Gott zählen bereits sündhafte Gedanken als handfeste Sünde. Gott ist heilig, daher ist ihm „jede Befleckung des Geistes und des Leibes“ nicht recht (siehe 2. Kor. 7,1) Hier ein Mini-Beichtspiegel: Das 1. Gebot: waren mir schon mal andere Dinge im Leben wichtiger als Gott? Dann haben wir gegen das 1. Gebot verstoßen. Das 2. Gebot: habe ich schon mal Gottes heiligen Namen missbraucht, und sei es achtlos? Das 3. Gebot: Sabbat heiligen – schon mal übertreten? Das 9./10.… Weiterlesen »

rolf eicken

@ Lutz @ Roderich
Meine Herren, Sie haben mir nun soviele Denkanstöße geliefert, dass ich den Disput erst einmal beenden muss, um über das alles nachzudenken. Ganz herzlichen Dank für Ihre Ausführungen.
Da habe ich einige harte Nüsse zu knacken. Aber ich denke, ich ahne jetzt, was Sie meinen.
Danke für Ihre guten Wünsche.
MfG
Rolf

Roderich

@Rolf,
interessant in dem Zusammenhang auch Augustinus, „Der Gottesstaat“. Gleich im ersten Kapitel beschreibt er da die Vorsehung Gottes und wie Gott die Geschicke der Nationen fügt, dabei auch „züchtigt“ etc.
Gutes „Knacken“ der Nüsse gewünscht 🙂