Wie zuverlässig sind Gefühle?

201302081631.jpgDer 3L Verlag hat Evangelium21 freundlicherweise ein Kapitel aus Jonathan Edwards Klassiker Sind religiöse Gefühle zuverlässige Anzeichen für wahren Glauben? (Originaltitel: „Religious Affections”) als Auszug zur Verfügung gestellt.

Edwards warnt in dem Buch einerseits vor dem Exzess einer extremen Gefühlsbetontheit im christlichen Leben, die oftmals einer Form der Fleischlichkeit entspringt. Andererseits betont er aber auch, dass es eine Art von äußerlicher Praxis ohne inneres Erleben gibt, die aus der Sicht Gottes gar keinen Wert hat. Denn wie Edwards betont, kommt das Evangelium immer in Veränderungen unseres Charakters zum Ausdruck, die wiederum zu einem aufopferungsvollen und selbstlosen Dienst führen.

Hier das erste Kapitel aus dem Buch: Edwards_Sind_religioese_Gefuehle__(Auszug).pdf. Das gesamte Buch:

  • Jonathan Edwards: Sind religiöse Gefühle zuverlässige Anzeichen für wahren Glauben? (Die Puritaner, Band 13), Waldes: 3L Verlag, 264 S., 10,50 €.

gibt es hier.

Übrigens? Schon für die E21-Konferenz 2013 angemeldet? Informationen dazu unter: www.evangelium21.net.

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11 Kommentare
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Roderich

Ein sehr gutes Kapitel. Vielen Dank !

Cristian Lang

Sind Gefühle zuverlässig? Antwort (zweites Siegel): Alle Emotionen sind leidvoll… Die vier Siegel: “Das erste Siegel – Alle zusammengesetzten Dinge sind unbeständig Jedes Phänomen, an das wir denken, ist zusammengesetzt und daher ein Fall der Unbeständigkeit. Gewisse Aspekte der Vergänglichkeit, wie den Wandel des Wetters, können wir einfach akzeptieren, aber es gibt ein paar offensichtliche Dinge, die wir nicht akzeptieren. Beispielsweise unser Körper ist sichtbar vergänglich und wird jeden Tag älter, und dennoch ist das etwas, was wir nicht akzeptieren wollen. Gewisse beliebte Zeitschriften, die auf Jugend und Schönheit ausgerichtet sind, nutzen dieses Verhalten aus. Bezüglich Sicht, Meditation und Handlung haben deren Leser vielleicht eine Sicht, dass sie glauben, nicht zu altern oder dem Prozess des Alterns irgendwie entkommen können. Sie denken über diese Sicht von Beständigkeit nach und ihre daraus resultierende Handlung ist, in Fitness-Zentren zu gehen, sich plastischer Chirurgie zu unterziehen und allem anderen lästigen Kram unterziehen. Erleuchtete Wesen würden denken, dass dies lächerlich ist und auf einer… Weiterlesen »

Jonas

@Cristian Lang: Das Posten dieses Lang-en Textes (nun schon zum zweiten Mal als ein Kommentar hier) empfinde ich als unhöflichen Spam. Weder passt es wirklich zum Thema noch bringt es die Diskussion voran, vielmehr gerät sie dadurch ins Stocken, was ich persönlich schade finde.

Cristian Lang

Schon ganz gelesen? Es geht darin, im zweiten und auch vierten Siegel, sehr klar darum, wie zuverlässig Gefühle sind.
Also würde ich den Text kaum als unpassend bezeichnen…
Sondern: die Argumente prüfen. Wenn es wirklich unwahr sein sollte, nehme ich meinen Hut und zolle dir meinen Respekt.

Jonas

@Cristian Lang: Ja, gelesen bereits hier: http://theoblog.de/von-allah-zu-jesus/17858/comment-page-1/#comment-19628 Außerdem habe ich mich auch davor schon mit verschiedenen Ausformungen des Buddhismus befasst. Insofern war es nichts Neues. Was ich in erster Linie kritisiert habe, war bis jetzt noch nicht einmal der Inhalt, sondern die Vorgehensweise. Diese bestand nämlich darin, denselben langen Text in bisher bereits drei verschiedenen Diskussionen „reinzuquetschen“. Diese Vorgehensweise empfinde ich als aufdringlich und unpassend für eine Diskussion, die in den Kommentaren eines Blogs geführt wird. Erstens hat nicht jeder die Zeit, solche Riesenkommentare ganz durchzulesen, zweitens wirkt es abschreckend auf Personen, die neu in diese Diskussion hineinkommen möchten und drittens macht es für jeden, der danach ewig runterscrollen muss, erheblich mehr Mühe. Kurz und knapp gesagt, würgt es einen Teil der Diskussion ab. Um auf den Inhalt selbst einzugehen, ist die Kommentarfunktion eines Blogs nicht gerade ideal, weil man dazu ein Buch schreiben müsste. Ich werde später aber noch ein paar Sätze dazu schreiben, im Moment ist meine Zeit… Weiterlesen »

Jonas

@Cristian Lang: Ich versuche mal in aller Kürze auf eineinhalb der vier Siegel einzugehen. Wie oben angesprochen, könnte man Bände damit füllen. Der Grund liegt darin, dass man den Buddhismus nicht ohne seine weiteren Hintergründe verstehen kann, die im Hinduismus, im Leben Buddhas und seiner Nachfolger zu finden sind. Ich möchte bei der Behauptung beginnen, dass alle Emotionen leidvoll sind. Schon unsere Erfahrung zeigt, dass dem nicht so ist. Das Leidvolle an Emotionen ist eher, dass sie nicht beständig sind positiv sind. Wenn wir den Gott der Bibel fragen, dann fällt zuerst auf, dass wir einen Gott haben, der auch Emotionen hat. Das ist ganz wichtig. Denn auf diese Weise ist der Mensch in Gottes Ebenbild geschaffen – mit dem Unterschied, dass die des Menschen durch die Sünde – den Ungehorsam gegen Gott – verunreinigt und deshalb so schwankend sind. Der Mensch ist nur zu einem begrenzten Umfang an Emotionen zugleich fähig, Gott kann zugleich vollkommene Freude in Sich Selbst… Weiterlesen »

Cristian Lang

Ein Christ will dem Buddhisten den Buddhismus erklären…
Kein Kommentar.

Cristian Lang

Es gibt auch ein super Buch über die vier Siegel:
„Warum Sie kein Buddhist sind“ von Dzongsar Khyentse Rinpoche.

Roderich

@Cristian, ja, ich würde Jonas zustimmen und vorschlagen: Fasse doch die Artikel mit eigenen Worten zusammen, indem Du die wesentlichen Punkte – dir Dir für diese konkrete Diskussion wichtig erscheinen – ansprichst. Auf „fertige Texte“ kannst Du ja per „Link“ verweisen. Schade dann, dass Du auf Jonas‘ Ausführungen nicht eingegangen bist, da er sich doch (dennoch) die Mühe genommen hat, Deinen Artikel ganz zu lesen… Na wie dem auch sei, mal kurz eine Meinung von mir: Zum ersten Siegel: Jedes Phänomen, an das wir denken, ist zusammengesetzt und daher ein Fall der Unbeständigkeit. Das spielt auf die buddhistische Lehre an, dass letztlich alles „eins“ ist, und die Vielheit nur Illusion. Das Problem mit dem „Alles ist eins“-Fimmel ist, dass dann gar kein Sinn mehr im diesseitigen Leben liegt. Es geht letztlich nur um die „Flucht“ aus der Welt. Als Christ sieht man die Welt als Gottes Schöpfung an. Sie ist „sehr gut“ geschaffen. Wir dürfen Gott für diese reale Welt… Weiterlesen »

Havalim

Mein Kommentar bezieht sich auf die eingangs gestellte Frage: „Wie zuverlässig sind religiöse Gefühle?“ Ich halte Gefühle, egal welcher Art, für potentiell unzuverlässig. Ihnen blindlings zu folgen halte ich für gefährlich. Als alleiniger Maßstab für die Praxis einer Wortreligion sind sie völlig inadäquat. Selbstverständlich dürfen und sollen wir unseren Gefühlen zuhören. Eine religiöse Praxis, die nicht den gesamten Menschen, also auch seine Gefühle ergreift, ist bedeutungslos.

Ich finde übrigens, dass sich Blogkommentare ausschließlich und unmittelbar auf das Thema des Eingangsposts beziehen sollten. Besserwisserische Kommentarschlachten, wie die zwischen @Thomas König und @Roderich über Bibeltreue versus historische Kritik, oder wie jetzt hier über Buddhismus versus Christentum sind wenig erhellend. Wenn erst der 10. Kommentar zu einem Post, sich mit dem Post selbst befasst läuft irgendwas schief.

Roderich

@Havalim, kannst Du mir den Unterschied zwischen „besserwisserisch“ und „nach Wahrheit suchen“ aus Deiner Sicht mal erklären? Ich denke, mit besserwisserisch haben meine Kommentare gegenüber Thomas König nichts zu tun. Da wäre ich doch dankbar, wenn Du Ursache und Wirkung nicht verwechselst. (Zur Erinnerung: in diesem Eintrag http://theoblog.de/eine-untersuchung-des-neuen-modernismus/19637/ trat Herr König zunächst mit einigen Vorwürfen gegen eine bibeltreue Sicht auf. Auf Argumente ist er dann nicht eingegangen – hat dies sogar noch mit der Borniertheit der Evangelikalen begründet.) . (Die Hauptfrage, die Herrn König ja umtreibt, ist: wie sicher kann man sich sein, Gottes Willen zu verstehen aus Gottes Wort. Das ist eine relevante Frage, aber zu der Diskussion kam es nie.) Thomas König treibt ein ähnliches Spiel ja leider auch auf anderen Blogs, siehe hier: http://jobo72.wordpress.com/tag/okumene/ . Bezüglich des obigen Postings: Cristian Lang hat hier einen thematisch nicht dazupassenden Beitrag geliefert – im Prinzip macht er Werbung für den Buddhismus. Man kann so etwas ignorieren, aber ich möchte mich… Weiterlesen »