»Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken«

Von Gott wissen wir, was er von sich preisgibt. In 5Mose 29,28 steht: »Was noch verborgen ist, steht beim HERRN, unserem Gott, was aber offenbar ist, gilt uns und unseren Kindern auf ewig, so dass wir nach allen Worten dieser Weisung handeln können« (vgl. auch Jesaja 55,8). Francis Chan spricht in diesem Video über unsere angemessene Haltung Gott gegenüber, wenn wir über »große Fragen« diskutieren:

Kommentare

  1. Roderich meint:

    Eine gute Argumentation. Er erinnert sehr treffend daran, dass wir nur die Geschoepfe sind, Gott aber der Schoepfer; und dass Gottes Gerechtigkeitssinn – nicht nur vermutlich, sondern ziemlich sicher – viel ausgepraegter ist als der unsere. Und doch sind wir oft so hochmuetig zu sagen: „Gott kann so etwas nicht machen“ (z.B. Leute in eine Hoelle werfen), oder „An so einen Gott will ich nicht glauben“ – in der seltsam abstrusen Annahme, die himmlische Realitaet muesse sich an unsere Vorgaben anpassen.

    Demut in alle Richtungen ist gut. Wir koennen nicht mehr sagen, als die selber Bibel sagt. Wir koennen uns aber auch nicht anmassen, das, was die Bibel sagt, „wegzustreichen“.
    So muessen wir das, was wir ehrlicherweise glauben aus der Bibel erkannt zu haben, in Demut als Wahrheit annehmen, bis wir eines besseren belehrt werden.

    (Das ganze beantwortet jetzt noch nicht das „Hauptargument“ der Gegner der Hoelle, naemlich was genau das Wort sprachlich bedeutet, und ob mit „Gehenna“ nun wirklich so eine „ewige Hoelle“ gemeint sein kann. Solchen Argumenten muessen sich beide Seiten ehrlich stellen. Wenn aber die – ehrliche – Exegese mit grosser Wahrscheinlichkeit die Auslegung „erzwingt“, dass es eine ewige Hoelle mit ewigen Qualen gibt – dann muessen wir dies zunaechst – bis eine Widerlegung mit besseren Argumenten kommt – demuetig aus Gottes Hand annehmen, ob es uns gefaellt oder nicht).

    Ich finde aber, die „Hoellenleugner“ sind mehr in der Beweisnot. Denn wenn die Kirchengeschichte eine Lehre (wie etwa die Existenz einer ewigen Hoelle) mit ueberwaeltigender Mehrheit bzw. fast einmuetig ca. 2000 Jahre gepredigt hat, dann bedarf es schon SEHR bedeutender exegetischer Argumente (mehr als nur einiger sprachlicher Kunstgriffe), um so eine Sichtweise zu widerlegen.
    Sicher aber kann ein schwammiger, ungenau argumentierender Pseudoexeget wie Rob Bell (der in Interviews konkreten Fragen wie ein Wiesel aus dem Weg geht) hier keine neuen Einsichten bringen. Da muesste man schon andere Autoren zu Rate ziehen.

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