Apokalyptisches Denken aus Deutschland

Michael Shellenberger hat in seinem Gespräch mit der NZZ einige bedenkenswerte Beobachtungen mitgeteilt. Ich meine ebenfalls, dass die Klimafrage für viele eine quasi religiöse und universalistische Frage geworden ist. Shellenberger sagt:

Das apokalyptische Denken kommt vor allem aus Deutschland. Das deutsche Volk und die Regierung haben eine alarmistische Sicht auf den Klimawandel, der überall auf der Welt existiert. Die CO2-Emissionen waren in den vergangenen zehn Jahren unverändert. Wir sind also erfolgreich. Warum sehen die Menschen dann eine Katastrophe? Ich denke, es gibt drei Beweggründe für diesen apokalyptischen Diskurs: Geld, Macht und Religion. Der Klimawandel ist zu einer Art Ersatzreligion geworden.

Wissenschaft beschreibt, was ist. Sie sagt uns nicht, was wir tun sollen. Mit dem Sollen betreten wir den Raum der Ethik oder Religion. Sollen wir erneuerbare Energien nutzen? Sollen wir Erdgas anstelle von Kohle verwenden? Das sind ethische, politische und moralische Fragen, die entschieden werden müssen.

Mehr hier: www.nzz.ch.

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18 Kommentare
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Helge Beck
4 Monate zuvor

„Der Klimawandel ist zu einer Art Ersatzreligion geworden.“ steile These

toblog
4 Monate zuvor

@H.Beck: Die Parallelen der Klimaantrengungen zu religösen Anstrengungen sind offensichtlich. Man weiß nie, wann der „Klimagott“ soweit besänftigt ist, dass er seinen Zorn von den Menschen abwendet.

Nik
4 Monate zuvor

Ein Blog der einen Klimawandelleugner mit AFD Parteibuch zitiert, natürlich denkt der, dass der Klimawandel eine Ersatzreligion ist.

Jörg
4 Monate zuvor

Die NZZ ist ein Blog und Michael Shellenberger AFD-Mitglied – steile These

Stephan
4 Monate zuvor

Die These zu Shellenberger ist genauso steil wie die vom Klimawandel 🙂
Aber selbst recherchieren und Dinge prüfen ist nichts für die Anhänger der linken Klimareligion.

Matze
4 Monate zuvor

Genau die Reaktionen zeigen doch wie hypermoralisiernd und hysterisch unsere Medien und die Gesellschaft unterwegs sind. Warum soll man keine Seite zitieren, wo die AfD zitiert wird? Warum ist Kritik an der Theorie des Klimawandels verpönt? Das ist doch das beste Zeichen für religionsartige Züge sowie mit welcher Agression mancher FFF-Jünger und andere unterwegs sind. Die Absolution erhält man dann durch korrektes Verhalten. Noch ein anderes Beispiel: Ulrike Guerots Familie ( Linke Journalistin, die zu Corona und anderen Themen nicht Mainstream konform seit 2 Jahren schreibt) kommt in fast keiner Talkshow mehr vor und ihre Familie wird vom Umfeld fast in Sippenhaft genommen. Merken wir überhaupt noch wo es in unserer Gesellschaft hinläuft?
Denn wenn man es nicht mehr merkt und sich von Framing und Wording nur einlullen lässt haben Diktatoren leichtes Spiel. Der NZZ ist zu danken, dass sie diesen Unfug nicht mitmacht.

Nik
4 Monate zuvor

Dann auch nochmal für Stephan. Wahrscheinlich habe ich mich auch unverständlich ausgedrückt. Weder habe ich gemeint, das die NZZ ein Blog ist, noch Schellenberger AFD Mitglied. Der Blog der gemeint ist, ist Theoblog. Hier gab es mal einen Blogpost indem ein Klimawandelleugner zitiert wurde, der eben AFD Mitglied ist.

Jörg
4 Monate zuvor

@Nik Dann führe die nötige Diskussion auch dort (wo sie hingehört) und bringe Dich hier mit Sachargumenten zum Blog-Post-Thema, dem NZZ-Artikel ein. Dann bekommst Du auch keinen Spiegel vorgehalten.

Helge Beck
4 Monate zuvor

Die Wissenschaft beschreibt Wahrscheinlichkeiten. Auch Wahrscheinlichkeit der Auswirkungen menschlichen Verhaltens. Das mit religiösen Glaubensvorstellungen gleichzusetzen erscheint mir doch als ziemlich verzweifelte Nebelkerze.

Chris
4 Monate zuvor

Das Klima der Erde ändert sich seit Bestehen der Welt, ständig, andauernd, jeden Tag, jede Woche, jeden Monat, jedes Jahr immer mehr, Jahrzehnte, Jahrhunderte, seit Jahrtausenden, mal schnell, mal langsam, schneller hier, langsamer da – und es war von Anbeginn so, daß sich der Mensch dem Klima angepaßt hat, nicht das Klima dem Menschen!

Erst seit einigen Jahrzehnten und insbesondere in den letzten zwei, drei Jahren wird es immer abstruser, verrückter, hysterischer, ja regelrecht psychotisch damit, das Klima müsse nun quasi „stehenbleiben“.

Was die „Ökomanen“ nicht wahrhaben wollen, ist doch folgendes: Auch wenn jetzt die ganze Menschheit zu einer Greta, die sich ja auch gerne mal mit Antisemiten blicken läßt, mutiert, wird der Klimawandel schnell, langsam, mal so und mal so weitergehen. Retten läßt sich diese Welt nicht durch Gretas, Luisas, durch Spinner, die sich irgendwo festkleben, oder die Weltpolitik, denn in der Bibel steht ja genau dieser Untergang.

Asaph
4 Monate zuvor

Lieber Helge, wenn ich das Argument richtig verstehe, geht es nicht um Klimawandel ja oder nein, sondern um die aus den wissenschaftlichen Erkenntnissen abzuleitenden Handlungsnormen. Das vermag Wissenschaft gar nicht, denn sie „sagt, was ist“, aber nicht, „was sein soll“, um den Artikel zu zitieren. Das kann nur Religion respektive eine Weltanschauung, von der sich niemand freimachen kann.

Helge Beck
4 Monate zuvor

Es geht um Verantwortung

Asaph
4 Monate zuvor

Wer definiert Verantwortung?

Jakob
4 Monate zuvor

Die menschengemachte Erhöhung der CO2 Konzentration hat selbst nach „offiziellen“ Quellen einen geringen Einfluss auf das Weltklima. Die CO2 Konzentration ist zudem in der Vergangenheit den Kalt- bzw. Warm-Zyklen steht’s gefolgt, nicht umgekehrt!

Dass unsere Gesellschaft und Politik derzeit das Gegenteil suggeriert und Angst verbreitet, zeugt von einer unglaublichen Selbstüberschätzung des Menschen und einer Gottvergessenheit.
Nach Gott wird nicht mehr gefragt und wir vertrauen nicht mehr darauf, dass Er all diese Prozesse in der Hand hat, auch wenn ich Chris dahingehend Recht gebe, dass die Welt trotzdem einmal unter gehen wird.

Last edited 4 Monate zuvor by Jakob
Gernot
4 Monate zuvor

„Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden, darum geht hin …“ „… leider werdet ihr als Gemeinde unter meiner Führung versagen, denn auch ich bin trotz all meiner Macht nicht in der Lage, gegen Sünde, Tod und Teufel zu siegen, daher wird die Welt eines Tages untergehen. Gegen die Eliten unserer Welt kann selbst ich nichts tun.“
Klingt das nach Gott? Nein. Diese Welt geht nicht unter. Es ist Gottes Schöpfung. Es kommt ein Reset, wie er schon oft gekommen ist. Die Menschen gehen unter, und Gott beginnt ein neues Kapitel (neuer Äon) mit neuen Menschen.

toblog
4 Monate zuvor

Das Klima und seine Veränderungen sind mE als ein irre komplexer unpersönlicher Prozess aufzufassen. Schön, wer mehr davon versteht, als ich. Aber wer ist _der_ Klimawandel? Kann man den irgendwo sprechen?

Helge Beck
4 Monate zuvor

Diejenigen, die euch verfluchen werden. Eure Kinder und Kindeskinder.

Last edited 4 Monate zuvor by Helge Beck
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