Efa: Widersinnige Entscheidung

Der Atheist und Evolutionsbiologe Ulrich Kutschera über die Entscheidung zugunsten Homo-Ehe:

Diese widersinnige Entscheidung überrascht mich nicht, denn sie ist eine konsequente Fortführung der von John Money (1921–2006) im Jahr 1955 begründeten Gender-Ideologie, die von der These ausgeht, es gäbe ein „psychosoziales Geschlecht“ (Gender), welches unabhängig von der biologisch-genetischen Veranlagung des Menschen existiert und wandelbar ist. Diese absurden Ansichten wollte Money mit seinem Baby-Kastrationsexperiment „beweisen“, was bekanntlich fehlgeschlagen ist (Doppelmord der Brüder Reimer). Diese perverse Kinderschänder-Ideologie liegt dem „Gleichstellungs- bzw. Frau-gleich-Mann-Dogma“ zugrunde, welches auf Grundlage biologischer Fakten ad absurdum geführt werden konnte. Da insbesondere unter rot-grünen Politikern die Moneyistische Irrlehre, welche auch „Homo-Ehen“ und Pädophilie befürwortet, verbreitet ist, kam es wenig überraschend zu dieser positiven Fehlabstimmung.

Unsere naiven Politiker benutzen Begriffe aus der Biologie, ohne zu wissen, was diese überhaupt bedeuten. Bevölkerung heißt Population, und Populationen sind definiert als Fortpflanzungsgemeinschaften. Die auf deutschem Staatsgebiet lebende, religiös-kulturell relativ homogene deutsche Population ist somit ein Zusammenschluss von Menschen, die Nachkommen hinterlassen. Die wichtigste Aufgabe von Staatsführern besteht darin, die ihnen anvertraute Population aufrecht zu erhalten; daher ist die Ehe zwischen einem Mann (Spermien-Produzent) und einer Frau (Eizellen-Bereitstellerin mit Gebärfähigkeit) vom Grundgesetz unter besonderen Schutz gestellt. Obwohl ca. 15 % aller Männer und Frauen aus biologischen Gründen unfruchtbar sind, sind sie dennoch prinzipiell fortpflanzungsfähig (verantwortungsvolle assistierte Reproduktion). Homo-Paare, d. h. Mann-Mann- bzw. Frau-Frau-Verbindungen, sind sterile, a-sexuelle Erotik-Duos ohne Reproduktions-Potenzial. Das Problem künstlicher Befruchtungen lesbischer Pärchen, wobei nach Geburt eines Kindes eine Frau die Vater-Rolle übernimmt, kann hier nicht im Detail thematisiert werden. Das bemitleidenswerte Befruchtungs-Produkt muss dann z. B. im Kindergarten sagen: „Mein Papa ist meine zweite Mama“. Um das durchzuboxen, wird die von Kindesmisshandler John Money eingeführte, widernatürliche Früh-Sexualisierung betrieben, die ich als geistige Vergewaltigung Schutzbefohlener interpretiere. Diese Gender-Rechnung wird aber nicht aufgehen.

Mehr: www.kath.net.

Kommentare

  1. Theophil Isegrim meint:

    Was hat der sich vor ein paar Jahren noch mit evangelikalen Wissenschaftlern wegen Schöpfung-Evolution gefetzt. Langsam habe ich den Eindruck, der hat gar nicht mehr so viel gegen uns Christen, weil wir im Vergleich mit anderen wohl doch noch ganz bei Sinnen sind.

  2. gandalf meint:

    @Theophil Isegrim: Kutschera ist schon seit Längerem auf Kriegsfuß mit der Gender-Ideologie, aber aus rein klassisch-naturalistischer Sichtweise. Das schwächt in keiner Weise seine Ablehnung der Schöpfungslehre und er war bis vor kurzem auch im Beirat der säkularistischen Giordano-Bruno-Stiftung. Wikipedia zählt auch noch eine Mitgliedschaft in der „Richard Dawkins Foundation for Reason and Science“ auf.

  3. Theophil Isegrim meint:

    Ja, ich weiß. Aber seine Töne uns gegenüber sind viel moderater geworden.

  4. Schandor meint:

    Unsere naiven Politiker benutzen Begriffe aus der Biologie, ohne zu wissen, was diese überhaupt bedeuten. Bevölkerung heißt Population, und Populationen sind definiert als Fortpflanzungsgemeinschaften.

    Und unser hochgelehrter Biologe benutzt die deutsche Sprache, ohne zu wissen, was diese überhaupt bedeutet. Bevölkerung heißt zwar wirklich Population, aber das ist ein Vorgang, kein Sammelbegriff. Der Sammelbegriff heißt „Volk“, denn „Bevölkerung“ ist ein Prozess. Somit ist auch Population kein Sammelbegriff.
    Aber freilich: Wer sich an die große Hure Duden hält …

    So, aber genug der Invektiven!

    Der Feind meines Feindes ist mein Freund.
    Danke, Herr Dr. Kutschera, für diesen gelungenen Beitrag!

  5. Wir müssen nicht alles in Kauf nehmen. Ich denke, es ist wichtig, Stellung zu beziehen! Doch gleich, wie man es tut: auf die Logik der von Menschen geänderten Wahrheit sollte man sich nicht einlassen. Die wirkliche Wahrheit siegt am Ende, das ist sicher.

  6. Jutta meint:

    Nicht Ehe für alle … Kinder für alle …:

    http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/leihmutterschaft-und-die-folgen-was-fuehlt-ein-kind-mit-bis-zu-fuenf-eltern-a2160198.html

    … es wird einem nur noch übel und es ist nur noch der Rückzug zu Gottes Wort gesund und stärkend.

  7. Jutta meint:
  8. Jutta meint:

    http://www.freiewelt.net/nachricht/bundesrat-hat-die-ehe-fuer-alle-durchgewunken-10071418/

    Damit wird klar: Proteste werden ignoriert, ebenso wird diese ekelhafte Sexualerziehung der Schüler irgendwann Programm und es geht in rasantem Tempo abwärts.
    Wenn man anschaut, was grade in Hamburg geschieht – zu welcher Gewalt dieser sogenannte „Schwarze Block“ willens und fähig ist, dann wird klar, wie die Demokratie bisher nie funktioniert hat und wie sich Deutschland demontiert.
    Ich weiss noch, wie wir uns als Schüler damals darüber unterhalten haben, mit 16, als Schleyer entführt wurde, ob der Staat sich von den Terroristen erpressen lassen darf.
    Die RAF.
    Keiner von denen hat auch nur einen Tag wirklich gearbeitet, alles Töchter und Söhne der höheren Schicht.
    Ich habe für mich noch nicht herausgefunden, wie politisch ein Christ sein darf und inwieweit er sich miteinmischen sollte. Ausser wählen zu gehen, obwohl ja das schon viele Christen ablehnen.
    Aber es gibt ja zB auch die christliche Polizeivereinigung.
    Und es gibt auch echte Christen unter den Politikern.
    Eine Glaubensschwester, die für mich auch Vorbild im Glauben ist, sagte mal: wir haben einen Fehler gemacht: wir waren zu satt und bequem und haben zu wenig für die Obrigkeit gebetet.
    Da ist sicher was dran.
    Aber was für ein Trost zu wissen, dass GOTT mit seinen Plänen zum Ziel kommt und ER trotz allem Leid und allem Terror unsere Zuflucht, unsere feste Burg ist.

  9. Jutta meint:
  10. Ich bin wirklich enttäuscht, wie sich das Theoblog entwickelt. Ich lese hier immer wieder, häufig mit Grummeln im Bauch. Aber ich habe mir vorgenommen, gerade auch Standpunkte zur Kenntnis zu nehmen, die mir nicht passen.

    In letzter Zeit aber driftet das Theoblog vom konservativen Evangelikalismus in einen mit nationalistischen und – was insbesondere diesen Beitrag angeht – biologistischen Untertönen angereicherten Rechtspopulismus ab, von dem ich mich frage, wie Sie den mit dem Evangelium zusammen kriegen?

    Sollte es uns wirklich um den Erhalt allein der „deutschen Population“ gehen? Was unterscheidet die denn von z.B. der Bevölkerung in Polen oder Frankreich? Ist es das Ziel verantwortungsvoller Politik, eine homogene Bevölkerung zu erhalten? Alle gleich und manche Gleicher, wer bestimmt, welche Abweichung gerade noch geht? Wo hört Homogenität für Sie auf? Bei der Religionszugehörigkeit, bei der „Abstammung“? Ich welche Fahrwasser begeben Sie sich da?

    Kutschera meint das Gesellschaft unter Menschen so funktioniert wie das Gegeneinander von Ameisenvölkern, die nur daran ein Interesse haben ihren eigenen Hügel zu sichern und darum gegeneinander Krieg führen. Dieser Biologismus ist doch auf Kulturwesen wie Menschen nicht anzuwenden und auch denkerisch unter Ihrer Würde!

    Hier scheint mir eine sozial-darwinistische Argumentation auf, die unter Familie nichts weiter als Brutstätten versteht. Hier geht es um Eugenik und „Erhalt des Staatsvolks“ (Kubitschek, Gauland, Höcke) nicht um Ehe und Familie, in denen Kinder fröhlich groß werden können. Das müsste Ihnen doch schon auffallen, wenn Sie sich die Sprache anschauen, denen sich die neuen Volkshygieniker bedienen!

    In den Kommentaren wird ja auf die religionskritische Haltung Kutscheras rekurriert. Allein seiner Religionskritik wegen sollte man diese Stimme sicher nicht ignorieren, aber denken Sie nicht auch, dass es erstaunlich ist, was sich angesichts von als problematisch empfundenden Phänomenen wie Ehe für alle, Homosexualität, Einwanderung auf einmal für Allianzen bilden? Ist das nicht Anlass zu genauer Prüfung?

    Ein anderes: Die permanente Gleichsetzung von Homosexuellen mit Pädophilen, ja die Unterstellung, jeder der vom gender mainstreaming etwas hält, ist ein Kinderschänder – das ist doch alles unter ihrem Niveau! Es handelt sich dabei um Verleumdungen und eine Form der Hetze, der man sich meiner Meinung nach als Christ nicht bedienen sollte. Wir können uns doch gerne streiten, aber auf der Ebene solcher Beleidigungen schneiden sie alle Gesprächsfäden ab, die sie noch an Andersdenkende binden.

    Ein Wort noch zu den Kommentaren, nicht nur unter diesem Artikel. Ich finde ein Blog, dass freie Kommentare zulässt, großartig. Gerade, weil es immer weniger davon gibt. Aber finden Sie Äußerungen wie „Der Feind meines Feindes ist mein Freund.“ nicht zumindest problematisch? Würde es sich nicht lohnen, gerade für ein bibeltreues Blog, auf solche Sachen zu reagieren?!

    Ab und zu entdeckt man ja in den Kommentaren auch lesenswerte Links. Aber sind Sie sich der Tatsache bewusst, dass in Ihren Kommentarspalten in großer Regelmäßigkeit zu Angeboten zweifelhafter journalistischer Natur (epochtimes) und auf Angebote parteinaher Vereine der AfD verlinkt wird? Daran an sich mögen Sie nichts auszusetzen finden. Mich stört schon, dass diese Links als Wahrheitsbeweise und unabhängige Quellen verkauft werden. Wo ist Ihre Einordung und Verantwortung?!

    Alles in allem merke ich auch an den Kommentaren auf ihre politischen Artikel, welches Publikum sich hier wohlfühlt und offensichtlich auch angezogen wird. Ich befürchte, aus dem Theoblog wird eine weitere Außenstelle des religiös verbrämten Rechtspopulismus. Vielleicht finden Sie meine Hinweise ja nachdenkswert, so wie ich diesen Blog lange als bedenkswert empfunden habe.

    Herzlichen Gruß
    Philipp Greifenstein

  11. @Philipp: Biologismus? Nationalismus? Meine starke Empfehlung: TheoBlog meiden wie die Pest!

    Liebe Grüße, Ron

  12. „Die auf deutschem Staatsgebiet lebende, religiös-kulturell relativ homogene deutsche Population ist somit ein Zusammenschluss von Menschen, die Nachkommen hinterlassen. Die wichtigste Aufgabe von Staatsführern besteht darin, die ihnen anvertraute Population aufrecht zu erhalten;“

    Wenn Ihnen dabei nicht mulmig wird?! Jedenfalls hat das weder mit evangelikal noch mit der Perspektive einer reformatorischen Theologie etwas zu tun.

    Im Übrigen hätte ich mich gefreut, wenn Sie auf Anliegen von Lesern ihres Blogs, gerade auf diejenigen Anfragen, die Ihnen vielleicht auf Anhieb nicht passen, in anderer Form reagieren. Sie schreiben hier in der Öffentlichkeit. Die umfasst auch Leute wie mich, denen beim Lesen übel wird („wie die Pest“)

  13. PeterG meint:

    Die permanente Gleichsetzung von Homosexuellen mit Pädophilen …

    Nun ja, selbst das Ärzteblatt ist der Meinung, dass die Kinder einer homosexuellen Partnerschaft einer höheren Gefährdung durch Missbrauch unterliegen als andere Kinder. In männlichen homosexuellen Partnerschaften sogar um das 12fache erhöht.

    Wenn Ihnen dabei nicht mulmig wird?! Jedenfalls hat das weder mit evangelikal noch mit der Perspektive einer reformatorischen Theologie etwas zu tun.

    Richtig, das hat mit dem genuinen Staatsinteresse des Selbsterhalts zu tun und ist Grundlage jedes Staates, auch der westlichen Staaten.

  14. Diskussionsmüder meint:

    @PeterG: „selbst das Ärzteblatt ist der Meinung, dass die Kinder einer homosexuellen Partnerschaft einer höheren Gefährdung durch Missbrauch unterliegen als andere Kinder“

    Dem ist meines Wissens nicht so. Sie beziehen sich hiermit vermutlich auf diese Aussagen: https://www.aerzteblatt.de/archiv/66998/Studie-Gefaehrdung-der-Jungen

    Diese stammen allerdings aus einem Leserbrief von Michael Schröter-Kunhardt. Der tatsächliche Artikel im DÄ bezieht eine gegenteilige Position: https://www.aerzteblatt.de/archiv/66250/Studie-Kindern-gleichgeschlechtlicher-Eltern-geht-es-gut.

    Das Ärzteblatt ist also mitnichten dieser Meinung, sondern der Leserbrief Autor Michael Schröter-Kunhardt.

  15. @Diskussionsmüder: Danke für diese Klarstellung!

  16. Theophil Isegrim meint:

    Die Vorhaltungen von Philipp scheinen mir etwas konstruiert. Das Gesetz zur EfA war eine politische Entscheidung. Die beißt sich natürlich mit der bibeltreuen Position. Da ist man dann bei einem politischen Thema von einem theologischen Standpunkt aus betrachtet. Ergo geht es dann auch hier um Politik. Es gibt nunmal nur noch eine einzige Partei in Deutschland, die es über die 5% Hürde schaffen kann, welche die Homo-Ehe nicht akzeptiert. Das ist die AfD. Bei der CDU steht das zwar auch im Grundsatzprogramm, aber wie die Geschichte endete haben wir gesehen.

    Die Verwendung von Begriffen wie „Rechtspopulisten“ gehen bei mir einfach so vorüber. Das ist kein Argument, das ist nur ein Schlagwort. Da ja in der Politik die meisten Parteien nach links abgerutscht sind könnte ich ja von meinem Standpunkt der Mitte aus die etablierten Parteien allesamt als Linkspopulisten bezeichnen. Und dann? Bringt das was Schlagwörter auszutauschen?

    Ich fand die Darlegung von Kutschera interessant. Ich glaube, daß Gott die Welt mit allem darinnen geschaffen hat, aber deshalb muß ich ja biologische Erkenntnisse nicht verteufeln. Ich höre sie mir erstmal an. Viele wissenschaftliche Erkenntnisse befassen sich meines Erachtens damit die „Handschrift Gottes“ in der Natur zu entdecken. Was für eine Ordnung, wie fein das alles aufeinander abgestimmt stimmt, obwohl wir in einer gefallen Schöpfung leben. Was für Wunder uns in der Natur begegnen. Oftmals beschreibt die Wissenschaft nur, was sie für Gesetzmäßigkeiten entdeckt hat. Und das läßt Rückschlüsse auf den Gesetzgeber zu. Natürlich lehne ich Rückschlüsse ab, die mir erklären wollen, wie die Welt entstanden sein soll. Dafür ist das Erklärungsmodell viel zu schwach. Da gibt es nur allzuviel, was nicht geklärt ist.

    Wenn also der Evolutionsbiologe Kutschera argumentiert, weshalb die EfA keine gute Idee ist, dann höre ich mir das erstmal an, was er denn für eine Gesetzmäßigkeit entdeckt haben möchte. Den Gott schuf Mann und Frau. Das muß sich ja dann auch in der Erforschung natursetzliche Gegebenheiten widerspiegeln. Warum sollte ich als Christ mich dafür verschließen? Naturgesetzte sind neutral.
    Mal ein Beispiel: Heutzutage sollen Männer ja immer mehr die Erziehung der Kinder übernehmen. Das kann ich ein Stückweit nachvollziehen. Ich kenne genügend Opas, die vernarrt in ihre Enkel sind, weil sie für ihre eigenen Kinder zu wenig Zeit hatten. Mußten ja viel arbeiten. Ist halt für Vater und Kind gut, die gemeinsame Zeit.
    Aber das hat auch seine Grenzen. Die Geschlechter sind nicht beliebig austauschbar. Erst recht nicht, wenn die Kinder klein sind. Da kann ich dann auch biologistisch argumentieren. Männer haben keine Brüste, Muttermilch ist aber das beste fürs Kind. Wo halten sich dann kleine Kinder überwiegend auf? Richtig! Bei der Mutter. Geht ja nicht anders. Oder Mutter pumpt ständig Milch ab und Papa läuft mit den Flaschen herum. Warum einfach machen, wenn es auch kompliziert geht?
    Ich will das Thema jetzt gar nicht erweitern von der Bindung der Mutter zum Kind, als es in den Monaten der Schwangerschaft in ihrem Leib heranwuchs. Da entsteht nunmal eine Bindung, da kommt der Vater nicht mehr mit.

    Warum also sollte ich mich solcher biologistischer Argumetation verschließen. Wo soll denn das Ungöttliche daran sein?

    „Denn sein unsichtbares Wesen, sowohl seine ewige Kraft als auch seine Göttlichkeit, wird seit Erschaffung der Welt in dem Gemachten wahrgenommen und geschaut …“ (Römer 1,20)

    Es ist sogar biblisch sich die Natur genauer anzuschauen. Aber das hatte ich schon weiter oben ausgeführt.

  17. @ Theophil Isegrimm:

    Anders als Sie halte ich die Evolutionstheorie für so ziemlich die beste Erklärung der Entwicklung des Lebens. Übrigens sehe ich da auch keinen Widerspruch zu einem biblisch grundierten aufgeklärten Glauben!

    Mich stört nicht die Biologie an sich, sondern dass Kutschera sie zu einer Gesellschaftswissenschaft pervertiert. Das ist mit Sozial-Darwinismus gemeint und das spiegelt sich in dem vom Autor dieses Blogs ausgewählten Abschnitt wieder.

    Wenn Sie den Sprung vom Menschen als Geschöpf Gottes hin zur Gebär- und Erziehungsmaschine im Dienste der Volkserhaltung wagen wollen, kann ich Sie davon nicht abhalten. Mir ist die Gottesebenbildlichkeit jedes Menschen jedenfalls mehr wert, als der Erhalt des deutschen Teils der deutschen Bevölkerung, wie Kutschera argumentiert.

  18. PeterG meint:

    Das Ärzteblatt ist also mitnichten dieser Meinung …

    Nein, es ist ein Leserbrief, der sich aber auf die Ergebnisse von 19 Studien bezieht. Hätte ich diese Studien einzeln aufführen müssen? Sie sollten sich mit dem Inhalt des Briefes einmal auseinandersetzen. Er bezieht Ergebnisse der letzten ca 30 Jahre ein.

  19. Theophil Isegrim meint:

    Naja, wenn man annimmt, wir Lebewesen leben eigentlich nicht richtig, sondern sind nur eine Art Bioroboter, dann kann man der Evo einiges abgewinnen. Dann muß man keine Entstehung des Lebens erklären. Das ist halt der typische Reduktionismus der Materialisten. Aber Du bist ja nicht so einer. Der Mensch ist für Dich Ebenbild Gottes, also ist er beseelt und hat Geist. Er hat sogar ein Selbstbewußtsein (im wahrsten Sinne des Wortes, wir sind uns bewußt zu leben und über unser Selbst). Das allerdings ist schwer mit der Evo zu erklären.

    Nur mal ein Beispiel. Ich will jetzt nicht mit der DNA und den Informationen anfangen und wie die überhaupt zufällig entstanden sein sollen. Wieso sollten Vorläufer der DNA, die keine Funktionen hatten, von einer Generation zur nächsten mitgeschleppt werden ohne daß der Träger einen Lebensvorteil davon hatte. Denn die DNA funktioniert nicht stufenweise, sondern nur so wie sie jetzt ist. Mal abgesehen davon, da die DNA nicht funktionierte, hat sie auch keine Informationen übertragen. Und schon wieder ein fettes Problem.

    Von solchen „Problemchen“ gibt es einige in der Evo. Deshalb erklärt sie gar nicht so viel, wie sie beansprucht erklären zu können.

    Ich weiß nicht, ob Kutschera Sozialdarwinist ist. Und ich teile auch nicht seine Standpunkte. Aber einige Punkte finde ich schon interessant. Gerade im Hinblick darauf, daß die Homo-Lobby so einen schmissigen Spruch parat hat. Gleiches Recht für gleiche Liebe. Aber die Liebe ist nicht gleich. Durch die Polarität der Geschlechter ist die Heteroliebe etwas vollkommen anderes als die Heteroliebe. Heteros sind unterschiedlicher und können – wenn sie es geschickt anstellen – sich sinnvoll ergänzen und komplettieren. Bei den Homos ist das nicht der Fall. Also ist diese Spruch: gleiches Recht für gleiche Liebe einfach nur dummes Zeug.

    Leider werden diese offensichtlichen Selbstverständlichkeiten heute nicht mehr gesehen. Fakten werden ignoriert und es wird interpretiert. Als sei alles _nur_ Kultur und Weltanschauung. Aber damit entwurzelt sich der Mensch und verliert vollkommen die Orientierung. Gott hat uns nunmal als Mann Frau geschaffen. Wir sind keine Knetmasse menschlicher Interpretationskunst.

  20. @ Theophil Isegrimm: Ich empfehle doch dringend, sich einmal vorurteilsfrei mit der reinen Biologie der Evolutionstheorie zu beschäftigen. Vielleicht auch nicht durch einschlägige christliche Quellen, sondern einfach mal durch ein biologisches Sachbuch. Ich habe in meinem Bio-Unterricht auch viel gepennt, aber so viel ist mir dann doch nicht durcheinander gerutscht wie Ihnen.

    Von „Gleiches Recht für gleiche Liebe“ haben Sie jetzt angefangen, darum geht es bei Kutschera nicht. Wer so spricht wie er, hat es mit der Liebe nicht so. Deshalb lasse ich das mal so liegen.

  21. Theophil Isegrim meint:

    Christian de Duve: Ursprung des Lebens. Spektrum Akademischer Verlag: Da steht das wunderbar beschrieben, wie die Entwicklung der DNA die Wissenschaft in Erklärungnöte bringt. Das Buch ist zwar schon etwas älter, aber es hat sich auch nicht viel getan in diesem Punkt.

    Reicht das oder ist das nicht seriös genug? Daß Du meinen Einwand als nicht seriös betrachtest hast, und meintest es stammt aus christlicher Quelle, läßt eher darauf schließen, daß Du in der Evo nicht bewandert genug bist.

    Ich habe auch nur beschrieben, weshalb ich mich mit der Argumentation von Kutschera befaßt habe. Der Spruch stammt ja, wie ich erwähnte , von der Homo-Lobby.

  22. Gut, ich verabschiede mich mal aus dieser Debatte, weil hier ja leider kein Nachdenken einsetzt:

    Nochmal: Die Biologie Kutscheras ist nicht das Problem, sondern dass er sie politisiert und als Soziallehre versteht. Niemand, ich zuletzt, hat die Komplexität der Wissenschaft geleugnet. Es sind doch wohl eher evangelikale Gegner der Evolutionslehre, die auf einfachen Antworten beharren und mit der Vorläufigkeit wissenschaftlicher Theorien nicht leben können.

    Jetzt nehmen Sie einen Evolutionsbiologen und gleich noch einen Biologen (mir bisher unbekannt, nach kurzer Google-Recherche erfahren, dass er Sterbehilfe genutzt hat), also wirklich Leute, mit denen Sie bisher nichts am Hut hatten, und stellen die als interessante Lektüre hin, bloß weil Kutscheras Geschwurbel – mit dem er sich wissenschaftlich lächerlich macht – Ihnen gerade in ihren politischen Kram passt.

    Ich frage mich: Geht es hier um das Evangelium oder darum, seine eigene rechte Überzeugung zu legitimieren, koste es was es wolle? Geht es um gemeinsames theologischen Nachdenken oder um einen Kulturkampf gegen alles und jeden, der einem nicht in den gewohnten Kram passt?

    Ihre Rede von der „Homo-Lobby“ zeigt an, wo Sie sich einsortieren.

  23. http://www.refrago.de/Welche_Folgen_hat_die_Ehe_fuer_alle.frage919.html

    Ich verstehe nicht ganz, wieso Hr Kutschera „Geschwurbel“ von sich gegeben haben soll ? Er drückt seine Ansicht zwar sehr kalt in sachlicher Sprache aus, kommt aber letztendlich zu dem, was die Bibel sagt. Auch wenn er sich ehrlich als Atheist bezeichnet.
    Was er sagt, bescheinigt doch nur, dass es seitens naturwissenschaftlicher Ecke ebenso ernstzunehmende Vorbehalte gegen diese Perversionen gibt, die der Bevölkerung als nonplusultraFreiheit verkauft wird.
    Und welche die jungen Menschen in die Hände von extremistischen Rattenfängern treiben wird, egal welcher Couleur, sei es Salafisten, Anarchos wie Antifa und den Schwarzen Block, extremcharismatischen oder engstirnigen „christlichen“ Gemeinden, und damit wäre die Freiheit, die wir wirklich im Glauben an Jesus Christus haben können, um die aber jeden Tag gerungen werden muss, ad absurdum geführt, weil die Menschen nämlich nach einem Geländer, einem Halt suchen.

    Da ich diejenige bin, die immer wieder auch aus online Zeitungen Artikel „postet“ .. als wer will – zusätzliche Info … möchte ich mal ein Wort verlieren zu dem Totschlagwort: rechtspopulistisch.
    Noch haben wir eine gewisse Meinungsfreiheit … die auch Ron gewährt, der einem ganz klar bedeutet, was er nicht auf seinem Blog haben will … das habe ich auch schon erlebt und das respektiere ich dann auch.
    Ansonsten sind hier Menschen, die selber denken und die andere nicht dafür kritisieren was sie denken. Entweder es entspannt sich eine Diskussion oder es läuft ohne großes Klagen aus.
    Niemand erwartet hier, gebauchpinselt zu werden.
    Und dafür ist der Blog auch nicht da.
    Wer das akzeptiert, kann prüfen.. und das behalten was ihn weiterbringt oder sich anregen lassen, die eigenen Standpunkte zu hinterfragen.

  24. Theophil Isegrim meint:

    @ Phillip:

    Erst empfiehlst Du mir, weil ich ja in Biologie so unterbelichtet bin (soweit Deine Unterstellung), doch mal ein sachliches Biologiebuch zu lesen. Dann gehe ich an mein Bücherregal und ziehe eins meiner Bücher über Evolutionsbiologie heraus, weil ich mich vor ein paar Jahren damit befaßt habe. Und dann kommen von Dir nur Allgemeinsätze von der Vorläufigkeit der Wissenschaft. Als ob Du mir da irgendwas Neues erzählst. Ich habe langsam den Verdacht, Du bist gar nicht in der Lage die Problematik zu erfassen.

    Anfangs haben sich Deine Kommentare ja noch interessant angehört, aber jetzt wird es doch arg seicht.

  25. Grade einen Artikel in der Welt gelesen und nun wird ganz offen berichtet: Frauenname und ihre Frau …

    also, Efa angekommen …
    ..
    interessanter Bericht überhaupt :

    https://civ7.wordpress.com/2017/07/10/amir-tsarfati-europa-ist-reif-fuer-den-antichristen/

    .. Ron, bitte löschen, falls „daneben“ ..
    Danke.

  26. Die Abkehr von christlichen Werten und Denkmustern, die ich oben am Beispiel Kutscheras kritisiert habe (Biologie zur Soziallehre zu erklären), findet sich übrigens in ähnlicher Form und Sprache (!) so im Programm der AfD. Der katholische Publizist Andreas Püttmann, selbst nicht im Verdacht ein Liberaler zu sein, hat sich das mal angeschaut und kommt zu Schluss, dass Ehe und Familie völkisch verzweckt werden. Besser hätte ich es auch nicht ausdrücken können. Genau das geschieht auch hier.

    Wer lesen möchte, was Püttmann geschrieben hat: http://www.kathpress.at/goto/meldung/1524602/publizist-afd-familienpolitik-nur-auf-erstem-blick-christlich

  27. Weil Kutschera seine Meinung geäußert hat, wird er wahrscheinlich vor das Gericht gezerrt. Kritik an der „Ehe für alle“ wird mit Volksverhetzung (!) in Verbindung gebracht.

    Wie das Polizeipräsidium Nordhessen bestätigt, sind mittlerweile zwei Anzeigen von Privatpersonen gegen Kutschera eingegangen – eine wegen Verleumdung, eine wegen Volksverhetzung und Beleidigung. Auch der AStA steht derzeit mit Anwälten in Kontakt, um rechtliche Schritte zu prüfen, teilte ein Studentenvertreter der WELT mit.

    https://www.welt.de/vermischtes/article166850002/Bemitleidenswerter-hasserfuellter-Mensch-Proteste-gegen-Professor.html

    Hoffen wir, dass sie die Gerichte von den Pressure-Groups nicht beeinflussen lassen.

    Liebe Grüße, Ron

  28. Roderich meint:

    @Philip,
    Sie sagen:

    Die Abkehr von christlichen Werten und Denkmustern… findet sich in ähnlicher Form und Sprache (!) so im Programm der AfD.

    Der Artikel von Püttmann, auf den Sie verweisen, ist nicht zugänglich, man müsste für ihn bezahlen. Es wäre also besser, Sie würden seine Argumente zusammenfassen und hier zur Diskussion stellen. Wenn es hingegen um ein „Autoritätsargument“ (mit „Püttmann hat immer recht“ als Prämisse) gehen soll, bräuchten wir schon Einblick in den Original-Artikel.

    Ein Artikel, der Püttmanns Sicht wohl zusammenfasst und frei zugänglich ist, steht hier: https://www.kirche-und-leben.de/artikel/puettmann-afd-wahlprogramm-zur-familie-nicht-christlich/

    Der genannte Artikel zitiert Püttmann mit:

    Das Wahlprogramm der Alternative für Deutschland (AfD) ist nach Ansicht des Bonner Publizisten Andreas Püttmann in den Ausführungen zur Familie nur auf den ersten Blick christlich.

    Erstens:
    Das ist aber immer noch besser als „schon auf den ersten Blick antichristlich„, wie es bei den Grünen, der SPD, der FDP und mittlerweile bald auch bei der CDU der Fall ist.

    Zweitens:
    Püttmann wird weiter zitiert:

    Die zentralen Werte des Konservativismus seien Arbeit, Familie, Vaterland – die des Christentums Glaube, Liebe, Hoffnung.

    Ja, aber das ist ein Kategorienfehler. „Glaube, Hoffnung, Liebe“ sind primäre Werte (für die die Kirche zuständig ist, nicht die Politik). „Arbeit, Familie, Vaterland“ sind sekundäre (abgeleitete) Werte, die sich aus den primären Werten ergeben sollten. Die AfD hat natürlich nichts gegen die primären Werte wie „Glaube, Hoffnung, Hoffnung“, ganz im Gegenteil, aber wo sollte man die bitteschön ins Parteiprogramm unterbringen? Wo stehen die denn bei anderen Parteien im Programm?

    (Püttmann wird vermutlich die CDU empfehlen – inwiefern ist das Grundsatzprogramm der CDU christlicher?)

  29. Markus meint:

    @Roderich,
    richtig. Es ist typisch für diese Art Kritik, dass sie letztlich ohne signifikante Substanz dasteht, wo man genauer nachhakt. Natürlich, man findet einige Punkte, die kritikwürdig sind. Tatsache ist aber: Wer als Christ aus (angeblich?) moralischen oder geistlichen Gründen die AfD als „unchristlich“ und „unwählbar“ o.ä. wahrnimmt, hat noch signifikant mehr Gründe, die etablierten Parteien so einzuschätzen. Das alles wurde schon unzählige Male diskutiert und es ist überhaupt nicht überraschend, dass zahlreiche (ich meine natürlich nicht zeitgeistverführte) Christen der AfD beigetreten sind bzw. sie wählen.
    Wer ein ganz sensibles Gewissen hat, sollte sich parteipolitisch ganz enthalten. Und er wird auf jeden Fall nicht CDU/CSU oder gar SPD, FDP, Grüne oder Linke wählen.

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