Evangelikale in Deutschland ringen um Kurs

In der evangelikalen Bewegung in Deutschland gibt es Streit über die zukünftige Ausrichtung – zwischen konservativer Linie und vorsichtiger Öffnung, unter anderem bei so sensiblen Feldern wie der gleichgeschlechtlichen Ehe. Wohin steuern die Evangelikalen in Deutschland?

Der DLF hat sich mit Gisa Bauer (Kirchenhistorikerin und Autorin des Buches (Habilitationsschrift): Evangelikale Bewegung und evangelische Kirche in der Bundesrepublik Deutschland, V & R, 2013) über die Diskussionen innerhalb der Evangelikalen Bewegung unterhalten. Dass die jüngeren Probleme eigentlich schon alt sind und seit mindestens zehn Jahren kursieren, sehe ich auch so. Des Pudels Kern, nämlich die Probleme einer postmodernen Hermeneutik, kamen freilich nicht zur Sprache.

Hier:

 

 

48
Hinterlasse einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei
Oliver
Gast
Oliver

Anfrage:

Könntest Du bitte Deinen passenden Lesevorschlag
noch einmal genauer vorstellen.
Ich meine das Buch zum Link mit dem Titel
„Arbeiten zur Kirchlichen Zeitgeschichte…“

Danke !

Johannes Strehle
Gast
Johannes Strehle

Ich halte die Debatte für durch und durch unehrlich. Ich bin Jahrgang 1947 und kann mich nicht erinnern, dass der Mainstream der Evangelikalen, der Mainstream der Evangelischen Allianz jemals Probleme hatten, mit Pastoren und Gemeinden gemeinsame Sache zu machen, die von der Universitätstheologie geprägt waren und sind. Um es auf den Punkt zu bringen: die das Apostolische Glaubensbekenntnis nicht wie seine Verfasser oder die Reformatoren, sondern „historisch kritisch“ verstehen. Nehmen wir die Landeskirchlichen Gemeinschaften (Nomen est omen). Michael Diener ist Präses des Gnadauer Gemeinschaftsverbandes. Sein Studium hat er am Geistlichen Rüstzentrum Krelingen begonnen (gegründet von Heinrich Kemner). Nehmen wir die… Weiterlesen »

Theophil Isegrim
Gast
Theophil Isegrim

Die Frauenordination ist bei den Evangelikalen kein Thema mehr? Sicher? Vielleicht bin ich auch kein Evanglikaler. Gibt so einiges, was Diener so in den letzten Jahren geäußert hat, wovon ich nichts viel halte. War eigentlich die Frauenordination der erste Punkt, wo die Bibel relativert wurde? Oder gab es davon auch noch andere Punkte? Ich denke, damit fing es an. Zuerst die Baptisten, vor ein paar Jahren die FeGs. Die Baptisten diskutieren mittlerweile über Homosegnung. Demnächst dann wohl auch über Gender. Ich bin froh, daß Ulrich Parzany das nicht so einfach hinnimmt. Mal sehen, was am Wochenende beim Treffen geschieht. Netzwerk… Weiterlesen »

Peter Geerds
Gast
Peter Geerds

Der erste große Diskussionspunkt bei den Baptisten (Bund evangelisch-freikirchlicher Gemeinden) war die Jungfrauengeburt (Mitte der 80er bez. Leiter des Seminars).

Der Calvin
Gast

@Theophil Isegrim Da nichts von „evangelisch“ enthalten ist, könnten sich da sogar bibeltreue Katholiken anschließen. Bibeltreue Katholiken? Das ist ein Widerspruch in sich! Die Katholiken leugnen ausdrücklich sola scriptura. Martin Luther und Johannes Calvin würden sich im Grabe umdrehen. Wir brauchen jetzt keinen „kleinsten gemeinsamen Nenner“, wo jeder mitmachen kann, der nur gegen die liberale Bibelkritik ist. Das war (und ist) der Fehler der sog. „Fundamentalisten“. Wir können uns nicht nur über Abgrenzung definieren, sondern wir brauchen auch ein eindeutiges Bekenntnis zu den vier solas. Das fallen die Arminianer schon mal raus! Sich jetzt mit konservativen Katholiken zusammenzutun und zu… Weiterlesen »

Gast
Gast
Gast

Wenn das Netzwerk um Parzany ernst genommen werden will, dann wird an einer wirklichen Scheidung von den nicht einmal 100 Jahre alten Landeskirchen der EKD gerade auch in organisatorischer und finanzieller Sicht kein Weg vorbeiführen. Umfallende Aktionen wie die Sächsische Bekenntnisinitiave oder das zahnlose Zeit zum Aufstehen werden von immer mehr Menschen als reine Blitzableiter erkannt.

Zentraler einigender Punkt kann nur das Bekenntnis zum tatsächlich auferstandenen Messias/Christus sein und nicht doppelte oder universale Heilsausgänge wie in der Zeitgeist-EKD. Hinzu kommt das anthropologisch existentielle biblisch-systematische Verständnis von Ehe, Familie und Sexualität.

Johannes Strehle
Gast
Johannes Strehle

„In einem vorbereitenden „Memorandum“ (für das Treffen in Kassel)
„beklagt Parzany, „bestehende bundesweite Bewegungen“
hätten ihre „Integrationskraft“ verloren oder
fänden nicht zu gemeinsamen Überzeugungen.
Als Drohung mit einer Spaltung der Evangelischen Allianz
will Parzany diese Sätze nicht verstanden wissen.
Er strebe lediglich an,
den 2014 beschlossenen Bekenntnis-Aufruf „Zeit zum Aufstehen“
um zwei abgrenzende Formulierungen zu ergänzen.“
FAZ 21.01.

Jutta
Gast
Jutta

Hab den Vortrag noch nicht angehört .. will nur mal eines sagen: ich bin ja nun auch schon etwas älteren Datums, ;-)) und noch nicht sehr lange gläubig. Aber ich bin frustriert und enttäuscht, ob der gesamten Diskussionen .. es ist für Neubekehrte heutzutage unglaublich schwierig, auch eine passende Gemeinde zu finden. Da ist man entschlossen und willig, die Bibel ernst zu nehmen und alleweil hört man nur von Diskussionen, Neuverhandlungen usw … ich bin Gott sehr dankbar, dass ich vier enge Freunde habe, die ihr Leben wirklich an Seinem Wort ausrichten und die die Zeit investieren, mich zu lehren… Weiterlesen »

Armin
Gast
Armin

@ Jutta Ich kann Ihre Situation sehr gut verstehen. Aber auch für mich, der ich nun schon einige Zeit Christ bin, ist die ganze Situation schwierig. Wenn man sieht, wie Geschwister plötzlich an der Bibel zweifeln und sich alles nur noch um einen falsch verstandenen Liebesbegriff dreht, mit dem die Bibel dann entstellt und relativiert wird, könnte man weinen. Wo kann man noch hingehen? Ich mache mir da vor allem Sorgen um meine Kinder. Natürlich versuche ich sie zu Hause so gut wie möglich zu prägen und ihnen beizubringen, was die Bibel ist. Wenn sie allerdings in einer Gemeinde sind,… Weiterlesen »

Der Calvin
Gast

@Gast Wenn das Netzwerk um Parzany ernst genommen werden will, dann wird an einer wirklichen Scheidung von den nicht einmal 100 Jahre alten Landeskirchen der EKD gerade auch in organisatorischer und finanzieller Sicht kein Weg vorbeiführen. Absolut! Man muss es ganz offen und ehrlich sagen: An einer Spaltung führt kein Weg vorbei. Es gibt keine Alternative (mehr)! Die Positionen liegen auf den Tisch. Die Sache ist eindeutig. Der Allianz-Vorsitzende Michael Diener (auch Mitglied im EKD-Rat) ist so hyper-hardcore-extrem-liberal, dass sogar praktizierenden (!!!) Homosexuellen die Mitarbeit in evangelikalen Gemeinden ermöglicht werden soll. Extremer kann man sich nicht gegen die Bibel stellen.… Weiterlesen »

Tobias
Gast
Tobias

@Calvin: „Das ist eine sehr wichtige Front, aber bei weitem nicht die einzige Front. Es reicht nicht aus, sich nur auf diese eine Kampffront zu konzentrieren!“ Das schmerzt mich als Katholiken sehr, dass hier von „Front“, gar „Kampffront“ gesprochen wird. Es geht ja nicht um Kampf, sondern um ein ringen um Wahrheit und um Liebe! Johannes 13: „Ein neu Gebot gebe ich euch, daß ihr euch untereinander liebet, wie ich euch geliebt habe, auf daß auch ihr einander liebhabet. Dabei wird jedermann erkennen, daß ihr meine Jünger seid, so ihr Liebe untereinander habt.“ Die Einheit des Leibes Christi (Gott hat… Weiterlesen »

Der Calvin
Gast

@Tobias Das schmerzt mich als Katholiken sehr, dass hier von „Front“, gar „Kampffront“ gesprochen wird. Das ist kein Argument. (Ich könnte auch sagen, dass es mich schmerzt, dass nicht alle meiner Meinung sind, aber wie gesagt: Das ist kein Argument.) Es geht ja nicht um Kampf, sondern um ein ringen um Wahrheit und um Liebe! Das ist ja gerade der Kampf! Aber wir müssen uns nicht um Worte streiten. Luther hat auch nicht nur „sola scriptura“ gerufen, sondern ebenso „sola gratia“, „sola Christi“ etc.! Die römisch-katholische Sichtweise leugnet bis heute hochoffiziell alle vier solas. Für sie ist nicht allein die… Weiterlesen »

Gast
Gast
Gast

@Der Calvin
Eine Auseinandersetzung mit der RKK ist wichtig. Parzany geht es aber zuerst nicht um die RKK. Es geht auch um die Dreistigkeiten mit denen die sog. Evangelikalen behandelt werden. Jeder, der da Erfahrungen an den Universitäten oder in den Gremien oder in den „Stuhlkreisen“ gesammelt hat, weiß, wovon ich spreche. Ist das Gottes Wille?

DanielV
Gast
DanielV

Ich bin bei Dietrich Bonhoeffer auf einen Gedankengang gestoßen, der uns heutzutage wahrscheinlich etwas fremd erscheint. In seinem Vergleich der amerikanischen mit der deutschen Kirchenlandschaft schreibt er Folgendes (Bonhoeffer-Auswahl, Band 3, Entscheidungen, Gütersloher, 2006, S. 56-57): „Wo nicht der Kampf um die Wahrheit die Kirchen scheidet, dort sollte die Einheit der Kirche schon gewonnen sein. Das tatsächliche Bild ist nun genau umgekehrt. Eben hier, wo nicht die Wahrheitsfrage zum Kriterium der Kirchengemeinschaft und der Kirchenspaltungen wird, ist die Zersplitterung größer als sonst. [!!!] Also gerade dort, wo nicht der Kampf um das rechte Bekenntnis alles bestimmt, ist die Einheit der… Weiterlesen »

trackback

[…] DLF-Beitrag, der mehr eine soziologische Perspektive einnimmt, und auf des "Pudels Kern" hingewiesen: Die postmoderne Hermeneutik. Sogar die FAZ hat den "Aufruhr" in einem Artikel […]

Der Calvin
Gast

@DanielV Abgesehen davon, dass man sich konstruktiv auf diversen blogs austauscht – welchen Mehrwert haben die Online-Diskussionen in der Praxis? Das kann ich Dir gerne sagen. Aber diese Antwort werden viele nicht mögen. Also: Wir brauchen ein klares Glaubensbekenntnis. Das heißt grundsätzlich: Bekenntnis zu den vier solas und auch zu den fünf Punkten des Calvinismus. Bekenntnis zur 100%igen Irrtumslosigkeit aller biblischen Aussagen. Bekenntnis zur Allgemeingenügsamkeit der Bibel (deswegen auch Cessationismus). Man muss das Rat nicht neu erfinden. Deswegen: Das Westminster-Bekenntnis ist ein hervorragendes Bekenntnis. Das sollte man nehmen! (Über evtl. Abweichungen in Detailfragen kann man dann ja immer noch beraten.)… Weiterlesen »

Armin
Gast
Armin

@Der Calvin

och, für mich kmüsstest du noch puritanisch, bundestheologisch und baptistisch dazupacken um dann auch ganz richtig zu liegen!
Und die Kanzel muss unbedingt aus Holz sein!

Was wäre denn mit dem Heidelberger Katechismus, den Lehrregeln von Dodrecht und das niederländische Glaubensbekenntnis? Das MUSS auch alles mit dabei sein.
Zudem ein intensives Studium der Institutio! Bücher nur aus dem Betanienverlag oder dem 3L Verlag. (Ironie off)

Mann ich mag Calvin sehr, aber meiner Meinung nach ergibt sich das bei richtiger Hermeneutik automatisch. Ich bin mir nicht so ganz sicher, ob Calvin an Deiner Art gefallen finden würde!?

Daniel
Gast
Daniel

Der Calvin: „Wer sind wir, wenn wir das kritisieren?“

Nunja, die Verdammten sind immerhin die Hauptleidtragenden dieser Willkürentscheidung. Da scheint mir Protest ganz verständlich zu sein.

Der Calvin
Gast

@Daniel

Nunja, die Verdammten sind immerhin die Hauptleidtragenden dieser Willkürentscheidung. Da scheint mir Protest ganz verständlich zu sein.

Verständlich, aber nicht berechtigt. Lies mal Römer 9,19-25. Gott kann machen, was ER will. Und ER macht auch, was ER will. Niemand kann ihn daran hindern. Und Gott ist auch niemandem Rechenschaft schuldig. Es kommen Menschen in den Himmel, weil Gott es so will. Und es kommen Menschen in die Hölle, weil Gott es soll will. Hast Du Argumente dagegen? Bibelverse?

Daniel
Gast
Daniel

Der Calvin: „Verständlich, aber nicht berechtigt.“

Du hast Verständnis für einen unberechtigten Protest?
Immerhin. Damit bist Du wahrscheinlich gnädiger als Dein Gott.

Christ
Gast
Christ

Lieber Calvin,

beim Lesen Ihrer Beiträge friert es mich. Im Prinzip schlagen Sie einfach mal so die Zerstörung so ziemlich jeder intakten Gemeinde in meinem Umfeld vor. Gibt es außerhalb des Cavinismus keine bibeltreuen Christen?

Zudem würde mich mal interessieren, wie man die Allianz verlässt – in der man kein Mitglied werden kann. Wahrscheinlich durch Fernhalten von jedem anderen Christen, der nicht Ihrem umfangreichen Anforderungsprofil entspricht.

Ich hoffe und bete für ein klares Bekenntnis morgen in Kassel – und nicht für den engsten aller möglichen Wege, der nur Platz für mich hat.

Der Calvin
Gast

@Daniel Damit bist Du wahrscheinlich gnädiger als Dein Gott. Du hast das Wort Gnade offensichtlich noch nicht verstanden. Gottes Gnade ist bedingungslos. Sie schließt jeden „freien Willen“ aus. Der Mensch kann nichts tun. Gott allein schenkt den Glauben. Der Mensch kann den Glauben auch nicht „annehmen“. Der Mensch wirkt daran nicht mit. @Christ Gibt es außerhalb des Calvinismus keine bibeltreuen Christen? Natürlich gibt es auch nichtcalvinistische Christen, die bibeltreu sind, in dem Sinne, dass sie die absolute biblische Irrtumslosigkeit vertreten. Das möchte ich ausdrücklich würdigen. Aber es ist eine Grundsatzfrage, wie wir die Souveränität und Gnade Gottes verstehen. Ich hoffe… Weiterlesen »

Daniel
Gast
Daniel

Der Calvin: „Gottes Gnade ist bedingungslos.“

Wo habe ich denn etwas anderes behauptet? Ich stelle nur fest, dass die Gnade Deines Gottes offenbar nur einem quantitativ kleinen Kreis gilt. Der ein oder andere Verdammte würde sich vielleicht wünschen, dass die heilsame Gnade Gottes allen Menschen erschienen wäre…

Der Calvin
Gast

@Daniel Gott sagt: „Wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig, und über wen ich mich erbarme, über den erbarme ich mich.“ 18 So erbarmt sich Gott nun, über wen er will, und er verstockt, wen er will. 19 Nun wirst du mich fragen: Warum tadelt er dann noch? Denn wer kann seinem Willen widerstehen? 20 Ja, o Mensch, wer bist denn du, dass du mit Gott rechten willst? Spricht auch das Gebilde zu dem, der es geformt hat: Warum hast du mich so gemacht? 21 Oder hat nicht der Töpfer Macht über den Ton, aus derselben Masse das eine… Weiterlesen »

Liberaler Theo
Gast
Liberaler Theo

@Der Calvin
Der alte Paulus hat viel geschrieben. Er war noch sehr in seinem antiken Weltbild gefangen. Das Leben nach Paulus ging weiter. Heute wissen wir, dass er sich an vielen Stellen schlicht geirrt hat, manches eine Glosse ist. Der doppelte Heilsausgang ist synodal beschlossen, ebenso die Sündlosigkeit von Homosexualität – diese alten Hüte sind somit als nicht mehr kanonisch zu betrachten. Ich persönlich wäre dafür, diese alten Streitstellen ganz aus dem Kanon zu streichen. Aus unerfindlichen Gründen traut sich bisher keiner daran.

Der Calvin
Gast

@Liberaler Theo Er war noch sehr in seinem antiken Weltbild gefangen. Woher wollen Sie das wissen? Und selbst wenn, daraus folgt (an sich) noch nicht, dass das falsch ist, was Paulus vertreten hat. Heute wissen wir, dass er sich an vielen Stellen schlicht geirrt hat, manches eine Glosse ist. Wer ist „wir“? Warum erst heute? Wieso „wissen“? Woher wollen Sie das WISSEN? Was verstehen Sie unter „wissen“? Der doppelte Heilsausgang ist synodal beschlossen, ebenso die Sündlosigkeit von Homosexualität – diese alten Hüte sind somit als nicht mehr kanonisch zu betrachten. Somit? Wieso „somit“? Wer legt denn Kanon fest? Sie? Ich… Weiterlesen »

Liberaler Theo
Gast
Liberaler Theo

@Ron @Der Calvin
Ihr Lieben, nehmt es mir bitte nicht übel, dass ich zum Mittel der Realsatire griff und einen winzigkleinen Einblick in das gab, was ich mir fast täglich anhören muss. Schlussendlich wird in diesen liberalen Kreisen eiskalt die Machtkarte gezogen. Da geht es nicht mehr um Argumente, das geht viel tiefer. Deshalb ist auch so wichtig, dass auf Parzanys Ansinnen auch eine klare organisatorische Scheidung folgt – mit Aufteilung der „Pfründe“, Eintritt in die Rechtsnachfolge von Staatskirchenverträgen usw.

Gottes Segen!

Theophil Isegrim
Gast
Theophil Isegrim

@ Geerds: Interessant. Wußte ich nicht. Ich bin 1987 Christ geworden. Da hatten mich so theologische Fragen auch nicht interessiert. Ich bin dann Mitglied einer Baptistengemeinde geworden. Da gab es auch eine ältere Schwester, die ab und an zum Predigen vorbei kam. Ich habe mir nichts weiter gedacht. Bei der Predigt war ich wie bei den anderen predigten oft in Gedanken und habe gar nicht so richtig mitbekommen, was da erzählt wurde. Bei meiner täglichen Bibellese kam mehr rum. Später, als mir klar wurde, wie wichtig Gottes Wort ist, habe ich dann so ziemlich alles, was in der Gemeinde geschah,… Weiterlesen »

Theophil Isegrim
Gast
Theophil Isegrim

@ Der Calvin: „Bibeltreue Katholiken? Das ist ein Widerspruch in sich!“ Woher willst Du das wissen? Ich halte nichts vom Katholizismus, dem Papst etc. Was ist aber mit einem, der in der Katholischen Kirche groß wird. Der sich als Christ bezeichnet, weil er die Bedeutung von Jesus erkannt hat und er sein Herr ist. Dem die Bibel wichtig ist und deshalb seiner Katholischen Kirche kritisch gegenübersteht. Meinst Du, solche Leute gibt es nicht in der Katholischen Kirche? Ich bin mir da nicht so sicher. Es gibt sehr verschiedene Gründe, weshalb jemand seine Kirche/Gemeinde kritisch sieht, aber dennoch bei ihr bleibt.… Weiterlesen »

Theophil Isegrim
Gast
Theophil Isegrim

@ Armin:

„Aber Sie haben absolut Recht, man muss gerade in solchen Zeiten / Situationen beten. Der Herr wird seine Leute nicht im Stich lassen. Das gibt mir noch Hoffnung.“

Als das Christentum sich ausbreitete. Da dauerte es nicht lang und der Gegenwind für die ersten Christen wurde stärker. Einige mußten sich verstecken, flüchten. Andere wurden verfolgt und hingerichtet, den Löwen zum Fraß vorgeworfen. Aber untergegangen sind sie nicht.
Selbst in Nordkorea gibt es immer noch Christen.

Peter Geerds
Gast
Peter Geerds

„Bibeltreue Katholiken? Das ist ein Widerspruch in sich!“
Dann könnte ich auch hinzufügen: Bibeltreue Landeskirchler? Das ist ein Widerspruch in sich!
Ganz so einfach ist es nicht. Was ich aber bejahen würde: ein bibeltreuer Katholik ist wahrscheinlich ein schlechter Katholik.

Der Calvin
Gast

@Theophil Isegrim @Peter Geerds Das ist natürlich Definitionssache. Also: Unter Katholik verstehe ich einen Menschen, der den römischen Katholizismus für wahr hält. Das hat in der Tat nichts zwangsläufig mit der Kirchenmitgliedschaft zu tun. Wer Mitglied der römisch-katholischen „Kirche“ ist, der bekennt sich „nur“ zum Katholizismus (was nicht zwangsläufig heißt, dass er es auch für wahr hält). Der römische Katholizismus akzeptiert offiziell die historisch-kritische Methode, also die Bibelkritik. Der Katholizismus lehnt die Sichtweise der absoluten biblischen Irrtumslosigkeit ab. Damit ist ein Katholik per definitionem nicht bibeltreu. (Von der Ablehnung des sola scriptura mal ganz zu schweigen.) Übrigens: Viele Evangelikale sind… Weiterlesen »

Armin
Gast
Armin

@Theophil Isegrim

eben. Gott baut seine Gemeinde.

Matze
Gast
Matze

Dass dieser Diskurs unter evangelikalen Christen geführt wird ist absolut richtig. Fragen wie Frauenordination, Homosexualität und katholische Kirche (können wir jedem Katholiken ins Herz schauen?! ) sind für mich eher nachrangig. Dazu gehören folgende Fragen: – Welches Schriftverständnis haben wir? – Wie geschieht Erlösung? Durch Taufe? Durch einen bewußten Schritt? – Ist das Evangelium der einzige Weg zu Gott? – Gibt es nach dem Tod einen Himmel, aber auch ein ewiges Getrenntsein von Gott? Daran schliessen sich in die Zukunft gerichtet weitere Fragen an: – Die Ökumene (klein oder groß) klopft spätestens nach dem Papstvideo vor einigen Tagen massiv an.… Weiterlesen »

Der Calvin
Gast

@Matze Fragen wie Frauenordination, Homosexualität und katholische Kirche sind für mich eher nachrangig. Für Paulus ist das nicht nachrangig. Er schreibt, dass u.a. Homosexuelle nicht das Reich Gottes erben werden (außer Gott erbarmt sich vorher über sie und sie kehren um) (1. Kor. 6,9-11). Hältst Du das für nachrangig, ob jemand in den Himmel kommt, oder nicht? – Welches Schriftverständnis haben wir? – Wie geschieht Erlösung? Durch Taufe? Durch einen bewußten Schritt? – Ist das Evangelium der einzige Weg zu Gott? – Gibt es nach dem Tod einen Himmel, aber auch ein ewiges Getrenntsein von Gott? Das sind doch keine… Weiterlesen »

Matze
Gast
Matze

@Calvin Das kannst Du so sehen wie Du auf meinen Beitrag geantwortest hast Ich will das aber zum Anlaß nehmen noch auf einen weiteren Aspekt hinzuweisen: Im gesamten reformatorisch/ calvinistischen/ bibeltreuen Bereich in Deutschland ist man sich in den vor mir genannten Grundfragen aus meiner Sicht wesentlich einig. Nur man kommt nicht auf einer Plattform zusammen, auf der sich möglichst viele in dem Grundverständnis “ Der Jesus der Bibel ist das Zentrum unseres Glaubens“ mit theogisch sauber und präzise ausformulierten Grundlagen zusammenfinden. Und warum? Weil viele noch Zusatzbedingungen stellen: Jesus + keinen Lobpreis mit Schlagzeug Jesus + keine Frauenordination Jesus… Weiterlesen »

Der Calvin
Gast

@Matze Weil dann die Zusatzbedingungen nicht erfüllt werden, muss man sich voneinander abgrenzen. Teilweise ist man heillos zerstritten. Du scheinst eine sehr, sehr, sehr deutsche Sichtweise zu haben. Wir müssen aber über den deutschen Tellerrand hinausblicken und endlich mal eines verstehen: Deutschland ist nicht repräsentativ. Null! Auch wenn typisch deutsche Evangelikale es nicht verstehen (wollen): Abgrenzungen und Spaltungen sind (leider) etwas völlig Normales und oft sogar absolut notwendig. Damit sage ich natürlich nicht, dass jede Abgrenzung und Spaltung gut ist, aber ich wehre mich auch gegen die Sichtweise, dass jede Abgrenzung und Spaltung immer schlecht, böse und falsch sein soll.… Weiterlesen »

ali
Gast

Die aus den USA mit großem Aufwand improtierte reformatorisch, calvinistische Theologie macht die verfahrene Sache nicht einfacher. Calvinistische Verlage, Seminare und Blogs wirken wie Missionsstationen für evangelikale Christen in Deutschland. Dabei glauben die Aktivisten an einen „Reformatorischen Aufbruch“. Auf jeden Fall fragen sie immer danach. Ich wäre schon mit ein normalen Erweckung zufrieden und glücklich. Zurück zu Jesus. Nicht zurück zu Calvin oder noch schlimmer, zu Luther.

Gast
Gast
Gast

@ali
Ich erlaube mir eine Präzisierung Ihres Aufrufs: Zurück zu Christus!

Jesus als guten Kumpel und menschliches Vorbild bestreitet kein liberaler Theologe. Alle Welt scheint aber etwas dagegen zu haben, dass dieser Jesus der Christus, der Messias ist.

Roderich
Gast
Roderich

@ali, Die aus den USA mit großem Aufwand importierte reformatorisch, calvinistische Theologie Es wird ja auch ganz andere Theologie aus den USA importiert. (Joyce Meyers, Joel Osteen, und alles mögliche sonstige). Reformierte Theologie ist da nur in der verschwindenden Minderheit, wenn Du Dir anschaust, was deutsche Verlage so veröffentlichen. Über 50% sind ja übersetzte Bücher (schätze ich) – könnten auch 2/3 sein. Ich wäre schon mit ein normalen Erweckung zufrieden und glücklich. Zurück zu Jesus. Ja, aber das ist kein Gegensatz. Was ist denn eine „normale Erweckung“? Was bedeutet denn ein „Zurück zu Jesus“ für die verschiedenen Lebensbereiche? Da bin… Weiterlesen »

Theophil Isegrim
Gast
Theophil Isegrim

@ Matze: Jesus steht im Zentrum, Jesus ist unser Fundament. Ganz klar! Aber woher wissen wir von Jesus? Ich kann ihn im Gebet oder anderen Dingen erfahren. Aber das meiste weiß ich aus der Schrift. Und deshalb muß die Schrift Autorität haben. Und da leiten sich dann die ganzen Themen wie Frauordination, Homosexualität, vorehelicher Geschlechtsverkehr, Lehre etc. ab. Wenn ich bei diesen Punkten – die sich im Wandel des Zeitgeistes immer wieder ändern – weich werde, dann fange ich an die Bibel zu relativieren. Und das ist der Anfang vom Ende. Das heißt natürlich nicht die Bibel gesetzlich zu lesen.… Weiterlesen »

Matze
Gast
Matze

Nun ist das Dokument von heute auf idea online. Ich denke ein sehr gutes Resultat und herzlichen Dank an alle, die daran mitgearbeitet haben