Oscar-Akademie: Ein historischer Einschnitt

Die Oscar-Akademie hat eine Entscheidung getroffen, die es wirklich in sich hat. Filme, die nicht bestimmte inhaltliche Standards erfüllen, sollen in Zukunft gar nicht mehr für den besten Film nominiert werden dürfen. Gefordert wird mehr Inklusion und Diversität.

Die Zeitschrift Die Welt meldet:

Den Produzenten stehen dabei mehrere Optionen offen. Beispielsweise könnte eine Darstellerin oder ein Darsteller in einer wichtigen Rolle einer Minderheit angehören, etwa asiatischer oder hispanischer Abstammung sein.

Als ein weiteres Kriterium führt die Filmakademie inhaltliche Aspekte an: Filmbeiträge sollten demnach ein Thema behandeln, das sich um Frauen, Minderheiten, Menschen mit Behinderungen oder LGBT-Inhalte dreht – also Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans-Menschen.

Weitere mögliche Standards erhebt der Filmverband nun via Diversitäts-Quoten für die gesamte Rollenbesetzung oder für das Produktionsteam. Denkbar sei etwa, dass mindestens 30 Prozent der Zweitrollen von unterrepräsentierten Gruppen besetzt werden müssen. Möglich ist auch, dass es inhaltlich insgesamt um eine „unterrepräsentierte Gruppe“ geht – laut der Filmakademie könnten dies Frauen, Minderheiten, Menschen mit Behinderung sowie Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender sein.

Aus meiner Sicht wird auf diese Art und Weise die künstlerische Freiheit stark eingeschränkt. Ich kann nur hoffen, dass mit so einem Eingriff die Bedeutung der Oscars weiter zurückgeht. Produzenten, Drehbuchautoren, Regisseure oder Schauspieler sollten keine Belehrungsgehilfen einer kulturellen Elite sein, sondern die Freiheit haben, die Kunst zu schaffen, die sie erschaffen wollen. Kunst, die aufgrund von politischen Vorgaben für die „Volkserziehung“ instrumentalisiert wird, hat schon genug Schaden angerichtet.

Hier die Meldung: www.welt.de.

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5 Kommentare
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Jutta

Die meisten Filme, vor allem Hollywoodfilme wurden schon immer zur Volkserziehung benutzt und waren unehrlich. Sie haben zum Beispiel Homosexualität salonfähig gemacht … Es gab und gibt wohl immer noch zwei Fassungen – eine prüde für Amerika und eine lockere für Europa.
Und es gab und gibt schon immer Repressionen auf Besetzung usw ..
Nur das ist jetzt natürlich eine ganz andere Dimension.

Dafür aber gibt es ja auch zB das Sundance Filmfestival .. oder andere Alternativen, die wirklich künstlerische Filme mit wichtigen Themen zeigen .. sogenannte Low Budget Filme.
Das wird wahrscheinlich jetzt zunehmen.

Ich kann nur noch denken:
Römer 1.
Gott wird die Schleusen öffnen .. und dann werden wir die nächsten Jahre sehen, was sich da noch alles tun wird .. da werden uns die Ohren schlackern ..
Aber je nu .. die Bibel wurde sozusagen vom Sockel geholt .. inhaltlich und dem Zeitgeist angepasst, warum sollte das nun diese Sparten nicht auch betreffen.

Last edited 15 Tage zuvor by Jutta
Clemens Altenberg

Da hat es Martin Scorsese mit „Silence“ (2016) geschickt angestellt, darin sind die weißen Männer – christliche Missionare – die brutal diskriminierte Minderheit im Japan des 17. Jahrhunderts. War zumindest für die beste Kamera nominiert 😉

Clemens Altenberg

Generell zieht es immer den künstlerischen Wert eines Filmes in Mitleidenschaft, wenn die Message zu dick aufgetragen wird und als Schwarzweißmalerei daherkommt. Ist bei dem christlichen Erfolgsfilm „God is not dead“ ja auch nicht anders.

Stephan

Die „Oscar-Akademie“ hätte vielleicht mal Zeitung lesen müssen: https://boundingintocomics.com/2020/08/26/a-new-rumor-claims-the-top-priority-at-disney-is-to-remove-sjw-employees/

Dort hat sich der Spruch „Go Woke, Go Broke” an den Kinokassen bemerkbar gemacht, und auch auf politisch korrekt besetzte Filme wie die Ghostbusterinnen floppten an der Kasse.

Nun denn, dann wissen wir demnächst, dass Oscar-prämierte Filme nicht gerade das sind, was man zur Kurzweil sehen möchte. Die Filmstudios wollen und müssen Geld machen, und an der Kinokasse wird mit den Füssen abgestimmt.

ernst

Die Begründungen der Akademie sind eigentlich Realsatire… –