Religion in den Grenzen der Evolution

Für Charles Darwin ist die Religion eine Erfindung der Evolution. Michael Blume stellt in einer nett gemachten Kirchensendung Darwins Sicht für den DLF vor:

Dazu wäre viel zu sagen. Nur kurz:

  • Verschwiegen wird leider, dass z.B. aus Sicht vieler Positivisten oder der Neuen Atheisten der Glaube an einen Gott, also der Monotheismus, ebenfalls durch den evolutionären Fortschritt überwunden wurde.
  • Es bleibt nach wie vor offen, weshalb und auf welche Weise die Evolution so etwas wie „Liebe“ oder „Altruismus“ hervorbringen konnte. Freiheit, Liebe, Fairness, Mitgefühl als Werk eines biologischen Ausleseprozesses zu begreifen, erfordert große Gläubigkeit.

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Reinhard
Reinhard
4 Jahre zuvor

In der Tat gäbe es dazu viel zu sagen. Interessant finde ich das Zitat aus dem Brief an Asa Gray, aus dem ich bisher nur den ersten Teil kannte. Der zweite Teil beschreibt fast eine Spielart von Intelligent Design: „designte Gesetze“. Wer war der Designer? (Nur „fast“, weil ID‘ler normalerweise über designte Naturgesetze hinausgehen, aus gutem Grund, finde ich.) Die Aussage: „Tatsächlich hatten Darwins spätere Zweifel am christlichen Glauben am wenigsten mit seinen wissenschaftlichen Entdeckungen zu tun.“ dürfte allerdings nur auf bestimmte Glaubensaspekte zutreffen, denn Darwin hat ganz klar gegen spezielle Schöpfung argumentiert (besonders auch in seinem Hauptwerk), was ja auch ein Glaubenssatz ist, wie Darwin selber es gesehen hat, wenn er schreibt: „Ich habe wenigstens, wie ich hoffe, einen guten Dienst getan, dazu beizutragen, das Dogma der separaten Schöpfungen umzustürzen.“ (Charles Darwin, Descent of Man, 1871, S. 153). – Dogma umstürzen! Was mir zum eigentlichen Thema nicht klar ist: Wenn Gottesglaube und dessen Inhalt Evolutionsprodukte sind, wie ist das… Weiterlesen »

Peter Friedrich
Peter Friedrich
4 Jahre zuvor

Daß Gott im Gehirn von Haplorrhini / Trockennasenaffe / Mensch entstanden ist, macht doch nur deutlich, mit welcher schluchzenden Sehnsucht dieser Mensch sich nach einem bedingungslos liebenden personalen Gegenüber sehnt. Die alles tragende Resonanz zwischen der liebesbedürftigen menschlichen Person und der transzendent gesetzten göttlichen Idealperson erlebe ich mit allen Sinnen. Endlich haben wir den „festen Punkt“ im Universum gefunden.
Welcher Mensch auch immer Johannes 4,16 geschrieben hat, also „Gott ist die Liebe“ – meine Hochachtung.