Vom Ideal der reinen Vernunft

Hans-Joachim Iwand (Nachgelassene Werke, Bd. 1, Glauben und Wissen, 1962, S. 21): 

Nie wird das Erkennen so frei, so autoritätslos sein, wie es dem Ideal der reinen Vernunft entspricht, nie wird es aus seinem eigenen Prinzip leben können, sondern es wird die Autorschaft des Wortes Gottes in allen seinen Sätzen und Aussagen an der Stirn tragen, und das Leben, dem dies Erkennen gilt, wird immer verborgen bleiben: „meditatio vitae futurae“ [dt. Meditation über das Leben zu kommen].

Kommentare

  1. Roderich meint:

    Danke für das Zitat, Ron. Der Sprung von „Nicht reine Vernunft“ – „Sondern Wort Gottes“ geht etwas schnell. Man könnte als Zwischenglied einfügen: auch im Alltag gibt es nicht die „reine Vernunft“, sondern die Vernunft geht immer von gewissen Prämissen aus (kann somit nicht auf neutralem „prämissenlosen“ Boden arbeiten).

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