Zwei Arten des „Theologischen Liberalismus“

Dan Doriani (Covenant Theological Seminary, Missouri, USA) unterscheidet in seinem Beitrag über den Theologischen Liberalismus zwischen einem feindlichen und einem freundlichen Liberalismus. Der freundliche möchte den Glauben an Gott „retten“, zahlt dafür aber einen hohen Preis.

Jahrhundertelang sind liberale Theologen davon ausgegangen, es sei ihre Aufgabe, das Christentum dem „modernen Menschen“ schmackhaft zu machen. In den meisten Fällen teilt dieser moderne Mensch mit dem Theologen einen sehr ähnlichen Hintergrund und sozialen Status. Das Ziel des liberalen Theologen ist die Rettung des Christentums, die durch das Entfernen der jeweils anstößigsten Lehrsätze bewerkstelligt wird. 

Einmal ist es die Lehre der Sünde, die unakzeptabel ist; ein anderes Mal sind es Wunder; und noch ein anderes Mal ist es die Jungfrauengeburt, die stellvertretende Sühne oder die biblische Sexualmoral. Der Tenor allerdings ist immer derselbe: Um das Christentum glaubwürdig zu machen, müssen gewisse Lehrsätze weichen. 

Die erste Variante, der feindliche Liberalismus, hasst das Christentum und möchte es durch eine bessere Religion ersetzen. Die zweite – um die es in diesem Artikel geht – ist freundlicher. Sie möchte den Glauben retten und seine „kulturellen Verächter“ zurückgewinnen. Leider wird das Christentum in dem Rettungsversuch des freundlichen Liberalen zerstört, da seine Loyalität nicht der Schrift, sondern der Kultur gilt. 

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Kommentare

  1. Schlotti meint

    Hallo Ron,

    weil es zum Thema passt würde ich gerne auf einen sehr interessanten Theologen hinweisen, der sich intensiv und sehr gut mit der liberalen Theologie befasst: Robert Yarbrough. Was ich an ihm schätze ist sein Schriftverständnis und wie er sich mit liberaler und Historisch Kritischer Theologie auseinandersetzt – präzise, klar, fair, super die Konsequenzen des jeweiligen Standpunkts aufzeigend.

    Es lohnt sich sehr, mal einige Artikel von ihm zu lesen, etwa:

    http://themelios.thegospelcoalition.org/article/should-evangelicals-embrace-historical-criticism-the-hays-ansberry-proposal

    oder

    https://www.thegospelcoalition.org/blogs/justin-taylor/yarbrough-on-failed-enterprise-of/

    oder

    https://www.thegospelcoalition.org/reviews/bible-actually-works-peter-enns/

    Bald erscheint von ihm ein kurzes Buch, in dem er sich intensiv mit liberalen Denkvoraussetzungen und deren Absolutheitsanspruch auseinandersetzt: Clash of Visions: Populism and Elitism in New Testament Theology.

    Liebe Grüße
    Schlotti

    Oh, nochwas: Yarbrough kann exzellent Deutsch. Also falls Evangelium21 mal das Thema „Die Autorität der Schrift“ o.ä. aufnimmt, wäre er ein sehr geeigneter Referent. 😉

  2. Schlotti meint

    Hallo Ron,

    weil es zum Thema passt würde ich gerne auf einen sehr interessanten Theologen hinweisen, der sich intensiv und sehr gut mit der liberalen Theologie befasst: Robert Yarbrough. Was ich an ihm schätze ist sein Schriftverständnis und wie er sich mit liberaler und Historisch Kritischer Theologie auseinandersetzt – präzise, klar, fair, super die Konsequenzen des jeweiligen Standpunkts aufzeigend.

    Es lohnt sich sehr, mal einige Artikel von ihm zu lesen, etwa:

    http://themelios.thegospelcoalition.org/article/should-evangelicals-embrace-historical-criticism-the-hays-ansberry-proposal

    oder

    https://www.thegospelcoalition.org/blogs/justin-taylor/yarbrough-on-failed-enterprise-of/

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    Bald erscheint von ihm ein kurzes Buch, in dem er sich intensiv mit liberalen Denkvoraussetzungen und deren Absolutheitsanspruch auseinandersetzt: Clash of Visions: Populism and Elitism in New Testament Theology.

    Liebe Grüße
    Schlotti

    Oh, nochwas: Yarbrough kann exzellent Deutsch. Also falls Evangelium21 mal das Thema „Die Autorität der Schrift“ o.ä. aufnimmt, wäre er ein sehr geeigneter Referent. 😉

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