Abschaffung des Geschlechts

Die Selbstdefinition der eigenen Geschlechtszugehörigkeit, welche die Ampel einführen will, ist vollkommen beliebig. Das geplante Selbstbestimmungsgesetz überfordert Jugendliche maßlos. Heike Schmoll weist in ihrem FAZ-Kommentar darauf hin, dass (in geradezu fahrlässiger Weise) auf Gutachten verzichtet wird:

Fragwürdig ist, dass der Gesetzentwurf schon Minderjährigen mit 14 Jahren die Möglichkeit geben will, ihren Geschlechtseintrag und den Vornamen zu ändern. Ausgerechnet in der Pubertät, wenn jeder Heranwachsende mit dem eigenen Körper hadert und die körperlichen Veränderungen gerade bei Mädchen besonders groß sind? Wenn die Eltern nicht zustimmen, soll auch das Familiengericht entscheiden können. Bisher waren bei einer Änderung des Geschlechtseintrags die Amtsgerichte zuständig, die dann zwei Fachgutachten einholen mussten. Nun soll es das Standesamt sein, auf Gutachten wird verzichtet.

In Großbritannien hat sich die Anzahl der Kinder unter zehn Jahren, die eine Transgender-Behandlung suchen, in den vergangenen Jahren vervielfacht. In Schweden stieg die Diagnosehäufigkeit einer Transidentität vor allem bei den 13 bis 17 Jahre alten Mädchen in den Jahren 2008 bis 2018 um 1500 Prozent. Schweden hat die Behandlung mit Pubertätsblockern wegen ihrer unklaren Langzeitfolgen inzwischen ausgesetzt.

Schwedische Studien zeigten zudem, „dass hinter der Ablehnung des eigenen Geschlechts nicht selten komplexe psychische Störungen wie Angststörungen, Depressionen, ADHS oder Autismus stecken.“

Mehr (hinter einer Bezahlschranke): www.faz.net.

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FrankS
10 Monate zuvor

Ohne Bezug zu Gott muss der Mensch seine eigenen Rahmenbedingungen setzen, nicht erst seid heute. Als Christ der sich an das Wort Gottes bindet, kann man da nur durchhalten und Zeugnis geben, wenn das Gespräch darauf fällt. Mit Schimpf und Schande wird der Christ da rechnen müssen.

Eine Zeit galt das biologische Geschlecht eines Menschen noch als Richtschnur, da es davon lediglich zwei gibt. Ob die Biologie wieder Richtschnur wird, bleibt abzuwarten. Derzeit sieht es so aus, als ob das „Pendel“ erst einmal weit in die eine Richtung ausschlagen muss, bis es wieder zurückkommt. Wo wir gesellschaftlich dann stehen, wird die Zukunft zeigen.

Vielleicht kommt der Herr ja bald wieder. Ich freue mich darauf.

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