Debatte: Existiert Gott?

Im Oktober 2015 veranstaltet der cvmd zwei Vorträge mit dem amerikanischen Religionsphilosophen William Lane Craig. In der Alten Kongresshalle in München wird Professor Craig mit dem Philosophen Ansgar Beckermann (Universität Bielefeld) zu dem Thema »Existiert Gott?« debattieren. In der St.-Matthäus-Kirche wird Professor William Lane Craig einen Vortrag zum Thema »Gut ohne Gott? – Über die Grundlage der Moral« halten. Weiterhin wird er an der Ludwig-Maximilians-Universität München sprechen.

Dies nur als kleine Ankündigung. Genaue Termine und weitere Informationen gebe ich bekannt, sobald die Veranstaltungen genau terminiert sind.

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Gast auf Erden
Gast
Gast auf Erden

Wenn mit „Gott“ der christo-judäische (Jahrtausende lang haben Christen versucht die Juden auszurotten, jetzt entspricht es plötzlich konservativer politischer Korrektheit das christliche Abendland auch mit jüdischen Wurzeln zu versehen, als hätte sich das gestern geändert) Gott ausschliesslich gemeint sein sollte, ist die Antwort eindeutig nein. Inzwischen schält sich aber mehr und mehr die Erkenntnis heraus, dass man, um gut zu sein, nicht unbedingt transzendente Entitäten benötigt und tatsächlich haben sich die Verwalter dieser Entitäten heftig gewehrt, als die Menschen ihre, durchaus nicht göttlich begründeten, Menschenrechte entdeckten. Die zweite Welle dieses Kampfes um die Deklaration von gut und böse und die… Weiterlesen »

Schandor
Gast
Schandor

Schade, dass Hitchinson nicht dabei sein kann – er hat mittlerweile seine Meinung geändert …

Peter
Gast
Peter

@Gast auf Erden

Jahrtausende lang haben Christen versucht die Juden auszurotten

So eine Aussage grenzt schon an Verleumdung – reiche die Belege nach!!

Markus
Gast
Markus

@Gast auf Erden:
Jetzt bist wohl Du einer der modernen „Moral- und Wahrheitsverkünder“. Aber wie es aussieht, gibt es einen entscheidenden Unterschied zu den Früheren: Für Dich – so scheint es – haben Argumente, rationale Rechtfertigungen, Belege usw. keine Bedeutung. Oder reichst Du das noch nach? Wir sind gespannt!

Der Calvin
Gast

Lieber Gast auf Erden, ich schließe mich meinen Vorrednern an. Kannst Du bitte erst einmal definieren, was Du unter „Menschenrechten“ verstehst? Was ist das? Und vor allem: Wie begründest du sie? Hat dann auch jeder Mensch z.B. ein Recht auf Leben? Wie würdest Du das begründen? Dann schreibst Du: „dass Frauen auch Menschen sind und die Menschenrechte folglich auch für sie Geltung haben müssen.“ Aha, und wie begründest DU das? Was sind Deine Argumente für diese Behauptung? Und Du schreibst: „Jahrtausende lang haben Christen versucht die Juden auszurotten“. Wenn ich Dich richtig verstehe, dann findest Du das böse. Kannst Du… Weiterlesen »

Rolf Eicken
Gast
Rolf Eicken

Man kann natürlich mit dialektischen Fragen, die zudem noch Fallen enthalten, jede Meinung totreden. Timothy Keller hat mit seinem New York-Times Bestseller „The Reason for God“ versucht, darzustellen, dass es für vernünftige Menschen keine andere Möglichkeit gibt, als an die Existenz Gottes zu glauben. Ganauso viele Gründe gibt es, anzunehmen, dass es Gott nicht gibt, wenn man sich in der Welt umsieht und erkennt, was auf dieser winzigen Erde am Rande einer unbedeutenden Galaxie, passiert. Ich denke, es steht „Unentschieden“; zumindest habe ich den Eindruck, Gott hat die Schnauze von uns voll und läßt uns weiter „wurschtln“. Mir ist schon… Weiterlesen »

Francesco
Gast
Francesco

@Schandor
Du meinst Hitchens? Ist das nicht pietätlos?

Roderich
Gast
Roderich

@Rolf, Genauso viele Gründe gibt es, anzunehmen, dass es Gott nicht gibt, wenn man sich in der Welt umsieht und erkennt, was auf dieser winzigen Erde am Rande einer unbedeutenden Galaxie, passiert. Ich glaube, Du meinst das Theodizeeproblem, sowie das Problem der Verborgenheit Gottes. Beides sind wichtige Aspekte. Allerdings sind es beides keine durchschlagenden Argumente, v.a. nicht im Vergleich zum unglaublich viel stärkeren (auf objektiven wissenschaftlich messbaren Prämissen beruhenden) Design-Argument. (Zum Fine-Tuning-Design-Argument empfehle ich http://www.reasons.org/articles/fine-tuning-for-life-in-the-universe und http://www.reasons.org/articles/rtb-design-compendium-2009) Das Theodizee-Problem muss objektives „Gut und Böse“ (und damit die christliche Weltsicht) selber voraussetzen, um dann gegen sie zu argumentieren. Auch kann aus… Weiterlesen »

Markus
Gast
Markus

@Rolf Eicken: Die Gründe für die Existenz Gottes sind m.E. klar und überwältigend. a) Die Tatsache, dass es Naturgesetze gibt, die ausgefeilten mathematischen Formeln entsprechen. b) Die Tatsache, dass es genau die Naturgesetze einschließlich ihrer Konstanten gibt, damit stabile Materie und chemische Bindungen möglich sind – wofür Zufall extrem unwahrscheinlich ist. c) Die Tatsache, dass die Masse im Universum nicht statistisch verteilt ist, sondern mit einer verschwindend geringen Wahrscheinlichkeit genau so, dass es Atome und Moleküle geben kann (Stichwort „Entropie“). d) Die Tatsache, dass es Leben gibt. Kein vernünftiger Mensch glaubt, dass eine funktionierende Zelle von alleine aus einer Ursuppe… Weiterlesen »

Schandor
Gast
Schandor

@Francesco

Freilich, Hitchens meinte ich. Und nein, nur realistisch.

Francesco
Gast
Francesco

Realistisch wäre es, anderen nichts in den Mund zu legen. Besonders, wenn sie sich nicht selbst dazu äußern können.

Schandor
Gast
Schandor

Vielleicht. Aber nicht wahr. Und darum geht es hier.

Francesco
Gast
Francesco

Hast du Belege, dass Hitchens „seine Meinung geändert“ hat? Was verstehst du darunter? Ich habe deinen Kommentar als sarkastische Äußerung über einen toten „Gegner“ interpretiert, der sich nicht mehr wehren kann.

Schandor
Gast
Schandor

Ich brauche keine Belege, und mein Kommentar ist ein Kommentar. Ich habe Dir keine Rechenschaft für meine Kommentare zu leisten. Und Deine persönlichen Angriffe kannst Du für Dich behalten, die interessieren hier nämlich niemand.

Francesco
Gast
Francesco

Ok ok, sorry, wenn ich dir zu nahe getreten bin. Easy.
„Unruhig ist unser Herz, o Gott,
bis es Ruhe findet in dir.“

Schandor
Gast
Schandor

Ja, Peace 😉

Rolf Eicken
Gast
Rolf Eicken

@Markus Dank für Ihre ausführliche Antwort. Leibniz meinte, Gott habe die beste aller möglichen Welten geschaffen. Er hätte auch eine andere wählen können, aber er hat die, die wir z.Zt. vorfinden, geschaffen und da er alles im Voraus weiß, musste er auch wissen, dass die Welt von 2015 so aussehen würde, wie so nun mal ist. Ich glaube (bin mir nicht ganz sicher) , dass alle 15 Sekunden ein kleines Kind auf diese Welt an Hunger stirbt. Dieses Verbrechen begehen die Menschen, die Gott zu seinem Ebenbild erschaffen hat. D.h., er läßt es zu! Wenn ich z.B. einen Mord zulasse,… Weiterlesen »

Rolf Eicken
Gast
Rolf Eicken

@Markus
leider ist meine Antwort auf geheimnisvolle Weise verschwunden.
Vielleicht ist der Große Meister Ron so gut und schaut mal nach,
wo sie geblieben ist.
LG Rolf

Markus
Gast
Markus

@Rolf: Ich habe großen Respekt vor Menschen, die ihre Nöte mit dem von Ihnen geschilderten Theodizeeproblem haben. Ich kann mich diesen Nöten nämlich auch nicht ganz entziehen. Es ist für mich der schwerste Einwand – nicht gegen die Existenz Gottes, sondern – gegen die Existenz eines allgütigen Gottes. In meinem Buch „Welt ohne Gott“ habe ich die Frage auf intellektueller/philosophischer Ebene zu beantworten versucht. Auch wenn es gelungen sein sollte: Die emotionale, seelsorgerliche Komponente ist oft noch schwerer zu „behandeln“. Vor allem, weil man schnell neigt, mit diesem Gott zu hadern, sich von ihm abzuwenden, ihm ins Angesicht zu trotzen.… Weiterlesen »

Roderich
Gast
Roderich

@Rolf, Ich glaube (bin mir nicht ganz sicher) , dass alle 15 Sekunden ein kleines Kind auf diese Welt an Hunger stirbt. Dieses Verbrechen begehen die Menschen, die Gott zu seinem Ebenbild erschaffen hat. Genau. D.h.: nicht Gott ! D.h., er läßt es zu! Wenn ich z.B. einen Mord zulasse, obwohl ich weiss, dass er geschehen wird, wird mich jeder Richter wegen unterlassener Hilfeleistung verurteilen. Ganz so einfach ist das mit dem Eingreifen Gottes nicht. Gott „kann“ nämlich nicht dauernd eingreifen UND gleichzeitig den Menschen ihre Willensfreiheit lassen. Die Verantwortung für die Welt – auch dafür, mehr Gutes in die… Weiterlesen »

Chris
Gast
Chris

Wenn man unabhängig von diversen Veranstaltungen zu diesem Thema einfach mal die Frage ganz „untheologisch“ in den Raum wirft, fragen sich sogar manche gläubige Christen mitunter zu einer gewissen Zeit in ihrem Leben, ob Gott existiert, so meine Erfahrung mit Christen jedenfalls … Meine persönliche Erfahrung ist: Dieser Schöpfergott, JHWH, an den ich glaube, ist ein Gott, der schweigt. Er schweigt und schweigt und schweigt – da kann man x-mal beten, bitten und flehen, es herrschen Stille und Schweigen. Insofern kann ich es verstehen, wenn man manchmal selbst als Christ fragt, ob Gott wirklich existiert oder ob man sich vielleicht… Weiterlesen »

Werner Bieri
Gast
Werner Bieri

Echtes Gottvertrauen angesichts unserer Unwürdigkeit ist so notwendig wie tröstlich.
Müssen wir alles verstehen, was Gott tut oder lässt? Schauen wir doch besser, wie wir vor IHM leben, was genug zu tun gibt, statt dass wir Gott beurteilen wollen.

Roderich
Gast
Roderich

@Chris, Er schweigt und schweigt und schweigt – da kann man x-mal beten, bitten und flehen, es herrschen Stille und Schweigen. Zunächst: Gott ist in Christus auf die Erde gekommen – damit hat er am lautstärksten geredet, und uns das Vorbild Seines Sohnes hinterlassen. Gott hat uns Sein Wort gegeben – auch das redet noch täglich zu uns. Meines Erachtens gilt die grundsätzliche Verheißung von Gottes Führung und Gottes „Reden“ unter einer Bedingung: wenn man sich zu 100% Gott hingibt und sein eigenes „Ich“ hintenanstellt. (Also nicht so wie die Leute, über die Paulus im Philipper-Brief klagt: „Sie suchen alle… Weiterlesen »

Francesco
Gast
Francesco

@ Rolf Eicken. Vielen Dank für deine Überlegungen. Das Phänomen „Bewusstsein“ scheint eine Realität innerhalb dieses Universums zu sein. Meine Meinung: Plausible Erklärungen, speziell für „the hard problem of consciousness“ , bietet der Theismus, insbesondere der Monotheismus. Anthropomorphe oder anthropozentrische Modelle wie das trinitarische Christentum erscheinen vor dem Hintergrund unseres Wissens über das Universum – die Welt als Ganzes – doch extrem fragwürdig.

Rolf Eicken
Gast
Rolf Eicken

Dank an alle, die mir geantwortet haben. Ich bin dankbar für die Antworten;denn überall waren ein paar Körner Wahrheit enthalten, die mich zum Nachdenken bringen.
LG
Rolf

Roderich
Gast
Roderich

@Francesco, Anthropomorphe oder anthropozentrische Modelle wie das trinitarische Christentum erscheinen vor dem Hintergrund unseres Wissens über das Universum – die Welt als Ganzes – doch extrem fragwürdig. Zwei Rückfragen: 1.) Was heißt, das trinit. Christentum ist „anthropomorph“ / „anthropozentrisch“? Das ist doch zunächst eine unbewiesene Behauptung. – Dass Gott Mensch geworden ist, ist zwar ein „Skandalon“. – Aber die Frage ist doch, ob es wahr ist oder nicht, dass Christus Mensch geworden ist. Wenn es wahr ist, ist es eben kein „falscher“ Anthropozentrismus. Auch das trinitarische Christentum ist theozentrisch. 2.) Welches neue Wissen über das Universum macht den Anthropozentrismus (also… Weiterlesen »

Francesco
Gast
Francesco

@ Roderich Danke der Nachfrage. Warum ist ein anthropomorphes Modell von „Gott“ fragwürdig? Wir wissen, das sichtbare Universum enthält mehr als 100 Milliarden Galaxien mit jeweils 200 Milliarden Sternen (leg mich nicht auf die Zahlen fest, die Anzahl ist gigantisch). Allein in unserer Milchstraße könnte es wahrscheinlich bis 40 Milliarden erdähnlicher Planeten geben. Wir wissen es gibt möglicherweise eine unbegrenzte Zahl an Parallel-Universen. „Gott“ wäre der – wie du sagst – allmächtige Schöpfer all dieser Welten und der darin enthaltenen selbst-bewussten Lebensformen. Ein sozusagen „speziezistisches“ Konzept von einem Gott, der exklusiv „Mensch ist“, wäre für all diese wahrscheinlichen Lebensformen ohne… Weiterlesen »

Peter
Gast
Peter

@Francesco: 1. „Wir wissen …“ – definitiv nicht, wir (wer auch immer dieses Wir ist) kann nur schätzen, zumindest Astronomen/Astrophysiker tun das. Aber sie wissen es nicht. 2. „… bis 40 Milliarden erdähnlicher Planeten …“ Auch diese Zahl ist gigantisch, vor allem gigantisch groß und falsch. Als Ausgangspunkt für deine Recherche: http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2013/11/09/die-milchstrase-ist-voller-erdahnlicher-planeten-die-aber-nicht-wirklich-erdahnlich-sein-mussen/ 3. „Wir wissen es gibt möglicherweise …“ – Wissen und das Möglicherweise schließt sich eigentlich aus. Möglicherweise stellt nur eine Vermutung dar, Wissen ist empirisch oder zumindest mit wissenschaftlichen Methoden nachprüfbar. 4. „… der darin enthaltenen selbst-bewussten Lebensformen …“ – eine bloße Behauptung, für die es keinen Beleg… Weiterlesen »

Markus
Gast
Markus

Wenn ich Peters gute Ausführungen noch ergänzen darf:
6. Niemand weiß, wie das Leben aus Chemie entstanden ist. Alles was wir wissen, spricht dagegen. Schöpfung ist die seit Jahrtausenden alternativlose Hypothese.
7. Geist und Bewusstsein sind keine Funktion der Physik. Die plausibelste, wenn nicht einzige Erklärung dafür ist die Existenz von Seelen, die Gott geschaffen hat.

Fazit: Es gibt dann außerirdisches Leben, wenn Gott es geschaffen hat. Es ist eine theologische Frage.

Francesco
Gast
Francesco

@Peter Vielen Dank für deine Antwort. Ich sprach von Modellen und Konzepten vor dem Hintergrund unseres Wissens, nicht von Belegen oder Beweisen. Das theologische Modell eines allmächtigen Schöpfers mit unbegrenzter Kreativität ist kompatibel mit dem Wissen, das wir von einem „sinnvollen Universum“ haben. Das Konzept außer-menschlichen, intelligenten und selbst-bewussten Lebens ist möglich und plausibel vor diesem Hintergrund. Es sei denn, man schließt es a priori aus. Auf welcher Basis? Vielleicht könntest du erklären, warum das Modell eines Gottes der exklusiv „menschlich“ ist, für die mögliche und plausible Annahme außerirdischen Lebens nicht fragwürdig wäre? Ich weiß z.B. von einem amerikanischen Prediger,… Weiterlesen »

Francesco
Gast
Francesco

@ Roderich ganz kurz, ist wahrscheinlich off-topic, sorry, aber evtl. wichtig.

„Aber die Frage ist doch, ob es wahr ist oder nicht, dass Christus Mensch geworden ist. Wenn es wahr ist, ist es eben kein “falscher” Anthropozentrismus.“

Christus ist nicht „Mensch geworden“. Die zweite göttliche Person, der Sohn, hat menschliche Natur angenommen, ist so zum Christus geworden.
Christus = 1 göttliche Person in zwei Naturen.
Der „Christus“, der Mensch wird, ist ein häretisches, sprich gnostisches Konzept? Korrekt?

Peter
Gast
Peter

Nach Röm 8 betrifft der Sündenfall und die Erlösung die ganze Schöpfung (ktisis). Wenn Gott alles geschaffen hat (Erde, Sonnensystem, Milchstraße, Universen …), dann wären Außerirdische ebenso Teil der ganzen Schöpfung wie wir. Dann wäre auch bei ihnen durch Adam das Verderben in ihre Welt gekommen, dann würde auch durch Christus das Heil in ihre Welt kommen … Ich spinne den Gedanken mal nicht weiter. Eigentlich ist es logisch, dass Gott Mensch werden musste. Schließlich ist ja auch der Mensch abgefallen. Was hätte es genützt, wenn der Sündenfall hier auf der Erde geschieht, aber Gott zur Erlösung ein Centaurianer (oder… Weiterlesen »

Markus
Gast
Markus

@Francesco:
Ich spreche lieber davon, dass der Mensch als vernünftiges, moralisches Wesen (in vielen Hinsichten, nicht allen) theomorph ist, nicht das wir notwendig ein anthropomorphes Gottesbild haben. Natürlich gibt es auch naiv-anthropomorphe Auswüchse, z.B. im antiken Polytheismus, aber auch im Islam und Christentum.

Roderich
Gast
Roderich

@Francesco, Klar, mit „Christus ist Mensch geworden“, meine ich: Christus war bei Gott seit Ewigkeit, er IST Gott, und er hat für die Zeit seines Irdendaseins – akzidentell sozusagen – zusätzlich die menschliche Natur angenommen. Auf der einen Seite beharrst Du auf traditioneller Christologie, auf der anderen Seite kommen von Dir verwirrende Aussagen wie diese: Ein sozusagen “speziezistisches” Konzept von einem Gott, der exklusiv “Mensch ist”, wäre für all diese wahrscheinlichen Lebensformen ohne Sinn. Anders ausgedrückt: Mister Spock wäre über christliche Missionare “really not amused”. Zunächst: Gott ist auch in christlicher Sicht nicht „exklusiv Mensch“. Sondern Christus hat Menschengestalt angenommen,… Weiterlesen »

Francesco
Gast
Francesco

@Roderich Vielleicht gibt es ein Verständnisproblem. Ich gehe davon aus, du bist „othodoxer (rechtgläubiger)“ reformierter Trinitarier. Du sagst: „Gott ist auch in christlicher Sicht nicht “exklusiv Mensch”. Sondern Christus hat Menschengestalt angenommen, aber NUR für die Zeit seines Irdendaseins. Er sitzt jetzt wieder zur Rechten Gottes, des Allmächtigen Vaters.“ Mit exklusiv meine ich, er ist nicht Hund oder Katze oder Maus oder ET. Nach meinem Verständnis hat er nach trinitarischer Auffassung seine menschliche Natur nicht abgelegt. Jesus Christus = 1 göttliche Person mit zwei Naturen, jetzt auch noch bis in alle Ewigkeit. Sehe ich das falsch? Könntest du erläutern? Der… Weiterlesen »

Schandor
Gast
Schandor

Hm, das Extracalvinisticum?

Francesco
Gast
Francesco

@Roderich Leonard Nimoy ist ein Mensch. Falls er othodoxer Jude war, so hätte er mit größter Wahrscheinlichkeit gesagt: „der Gottmensch? Das ist unlogisch.“
Ebenso wie Mr. Spock der Vulkanier und all die möglichen ungezählten intelligenten selbstbewussten Kreaturen eines unendlich kreativen Gottes.

Francesco
Gast
Francesco

Das Universum scheint grundsätzlich erkenntnisoffen, sinnvoll und inklusiv. Es schließt sozusagen die Möglichkeit eines allmächtigen, unendlich kreativen Gottes, die Möglichkeit einer Vielzahl bewusster Geschöpfe und die Möglichkeit einer Vielzahl anderer Universen mit ebenfalls erkenntnisoffenen, sinnvollen Bedingungen ein. Es ist quasi ein „offenes Buch“. Das scheint mir schwerlich kompatibel mit einem a priori exklusiven Verständnis eines exklusiv und zwingend „menschlichen“ Gottes, basierend auf einem „geschlossenen Buch“.

Markus
Gast
Markus

@Francesco: Das ist nicht a priori exklusiv, sondern a posteriori gut begründet. Und die Argumente wurden schon genannt 😉

Francesco
Gast
Francesco

Vielleicht habe ich etwas verpasst oder nicht verstanden, aber ich habe als „Argumente“ ein exklusives Verständnis der Bibel wahrgenommen. Ich muss diese Glaubensmeinung voraussetzen, um einen exklusiv zwingend „menschlichen“ Gott aufrecht zu erhalten. Erscheint mir zirkulär, nicht gut begründet.

Francesco
Gast
Francesco

meine gestrige Antwort wird nicht angezeigt? Spam?

Roderich
Gast
Roderich

@Francesco, kleine Zwischenfrage: darf man fragen, welche Glaubensüberzeugung Du hast / vertrittst? – Christlich? – Agnostisch? – Atheistisch? (Also: wärest Du bereit, Dich zu einer Sichtweise zu bekennen, die Du auch verteidigen würdest? Denn „aus der Deckung“ einzelne Punkte in anderen Sichtweisen herauszupicken und zu kritisieren, halte ich für zu bequem 🙂 ) Zu Deiner Frage mit der Trinität: Ich muss das Thema näher studieren. Soweit ich verstehe: Christus war KEIN Mensch, als er noch bei Gott war. Er hat dann die menschliche Natur angenommen. Er war dann also (zur Zeit seines Erdendaseins) GANZ Mensch und GANZ Gott. Was er… Weiterlesen »

Roderich
Gast
Roderich

@Francesco: Leonard Nimoy ist ein Mensch. Falls er othodoxer Jude war, so hätte er mit größter Wahrscheinlichkeit gesagt: „der Gottmensch? Das ist unlogisch.“ Jesus war auch „orthodoxer Jude“… ebenso wie Paulus, Petrus und die anderen Apostel. Sie dachten alle, dass Jesus Gott und Mensch zugleich war. Nach welchem Gesetz der Logik sollte es unmöglich sein, dass Gott Mensch wird? Jedenfalls nicht nach dem „Satz vom ausgeschlossenen Widerspruch“. (Arist. Met. 1005b). Das Universum… schließt sozusagen die Möglichkeit eines allmächtigen, unendlich kreativen Gottes, die Möglichkeit einer Vielzahl bewusster Geschöpfe und die Möglichkeit einer Vielzahl anderer Universen …ein. … Das scheint mir schwerlich… Weiterlesen »

Rudolf Drabek
Gast

@Roderich
Jesus war unter uns Mensch.
Warum sollte er am Kreuz sagen:“ Gott warum hast du mich verlassen“?

Rudolf Drabek
Gast

Irgendwo ist eine längere Antwort an Roderich & Francesco verloren gegengen.
Kernaussagen auch auf meinem Blog:
Wir können die einzigen im All sein.
Die Wahrscheinlichkeit ist zumindest 1, wir sind ja da. Der Rest ist Evolution.
Das All musste halt 10^22 Sonnen insgesamt dazu haben. Also nur 22 Gründe mit 10% Wahrscheinlichkeit und wir sind, höhere Stufe, die Einzigen.
Nebstbei ist das Leid auch erklärt. Die Natur ist frei!

Roderich
Gast
Roderich

@Rudolf, dann steht die verlorene Antwort vielleicht im Spam, Ron könnte sie herausfischen. Ja, Jesus war unter uns Mensch. Aber das heißt ja nicht, dass er nur Mensch war. Traditionelle christliche Lehre war immer, dass Jesus ganz Gott und ganz Mensch war. Er hat aber auf seine göttliche Macht und sein göttliches Wissen nicht immer zugegriffen, als er unter uns war. wir sind ja da. Der Rest ist Evolution. Oder Schöpfung. Im übrigen kann ich Deine Argumentation danach nicht ganz nachvollziehen… Vielleicht kannst Du es noch mal etwas klarer formulieren? (22 Gründe? 10 hoch 22 ist eine sehr große Zahl… Weiterlesen »