Die Tyrannei der Cancel Culture

Umweltaktivisten der Extinction Rebellion-Bewegung haben in Großbritannien die Auslieferung einiger Zeitungen blockiert. Sie rechtfertigen diesen Schritt mit deren Berichterstattung über den Klimawandel. Die Rebellen sind der Meinung, diese Zeitschriften informierten nicht ausreichend alarmierend über den Klimawandel. Also sei der erzwungene Auslieferungsstopp eine Aktion zugunsten der Pressefreiheit.

An diesem Beispiel wird deutlich, dass jene Cancel Culture (dt. etwa „Abbruchkultur“) nicht die Freiheit schützt, sondern im Namen der Freiheit einschüchtert, sabotiert, Dinge erzwingt, also tyrannische Kräfte absorbiert.

Die britische Regierung „will nun prüfen lassen, ob die Klimaschutz-Extremisten als Gruppe des organisierten Verbrechens eingestuft werden können“, schreibt Gina Thomas für die FAZ. Sie „erwägt neue Maßnahmen zum Schutz der ‚entscheidenden nationalen Infrastruktur‘ und der ‚Grundsätze der Demokratie‘. Extinction Rebellion behauptet dagegen, mit der Aktion nicht nur für die Pressefreiheit einzustehen, sondern auch ‚die Wahrheit zu befreien‘. In den Augen dieser Menschheitsretter sind Freiheit und Wahrheit offenbar Meinungssache.“

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5 Kommentare
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Charly

Hi,
wenn ich ehrlich bin, finde ich dieses Beispiel der Cancel Culture schon eher harmlos. Die Reaktion darauf eher übertrieben.Wenn ich mir hingegen ansehe, was im Rahmen von #metoo und durch Homoaktivisten an Diskriminierung mittels Cancel Culture geschieht und gesellschaftliche Akzeptanz findet, graust es mich zunehmend. 🙁 Denn dieser Cancel Culture wird nicht widersprochen.

Clemens Altenberg

Weil es in dem Interview auch um Lisa Eckhart geht – ihr muss man echt dankbar sein, denn sie ist eindeutig als Siegerin ausgestiegen und hat der Welt vorgeführt wie verblödet Cancel Culture sein kann. Diejenigen, die sie von dem Literaturfestival ausgeladen haben beißen sich wohl in den Hintern, weil sie ihr damit eine viel größere Bühne geboten haben – alle großen Medien haben sie interviewt, und jedes mal war sie dem Interviewer rhetorisch und intellektuell weit überlegen, und ihr Buch wurde zum Bestseller. Auch lächerlich gemacht hat sich natürlich die AfD, die mit ihr Werbung machen wollte. Wer glaubt eine Künstlerin politisch oder ideologisch vereinnahmen zu können, hat keine Ahnung von Kunst.

Last edited 4 Tage zuvor by Clemens Altenberg
Jutta