Ökumenischer Predigtpreis 2023

Was bei den beiden großen Kirchen in Deutschland ganz weit oben steht, signalisiert auch die Verleihung des Ökumenischen Predigtpreises 2023. Für ihren jeweiligen Einsatz beim Christopher Street Day und für den Klimaschutz geht der Preis an Nathalie Schuler und die Klimaaktivistin Luisa Neubauer.

Die Evangelische Zeitung berichtet: 

Die 27-jährige Klima-Aktivistin Luisa Neubauer habe innerhalb weniger Jahre im deutschen Sprachraum das Bewusstsein von der gesellschaftlichen Aufgabe der Bewahrung der Schöpfung maßgeblich mitgeprägt. Bei genauerem Blick erweist sich nach Auffassung der Jury: Neubauers Reden und Denken enthält mehrere zu religiösen Kontexten wie existentiellen Fragestellungen strukturanaloge Leitmotive. Darin liegt seinerseits ein wichtiger Beitrag für die Predigtkultur der Gegenwart in der globalen Klimakrise.

An der Predigt von Nathalie Schuler in einem Gottesdienst zum Christopher Street Day 2023 hat die Jury die „theologisch begründete, sachlich differenzierte und rhetorisch gekonnte Kommunikation“ überzeugt. Am Vorabend des Johannistages werden Anfragen im biblischen Text an die Identität von Johannes dem Täufer samt dessen Antworten verwoben mit den Erfahrungen der anwesenden Gemeinde, wenn ihre Identitäten infrage gestellt werden. Grundvertrauen, Selbstrelativierung und Teilhabe an Gottes Zukunftswegen werden als christliche Glaubensdynamiken begreifbar.

Der Predigtpreis für Luisa Neubauer wurde übrigens in der Kategorie „Lebenswerk“ vergeben. Die Aktivistin wurde 1996 in Hamburg geboren und studiert Geographie in Göttingen. So schnell geht das heute mit einem Preis für das „Lebenswerk“. Sie kann ja noch Charakter zeigen und die Auszeichnung ablehnen.

Mehr: www.evangelische-zeitung.de.

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2 Kommentare
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Joerg
7 Monate zuvor

Wer die Predigt von Nathalie Schuler mal lesen will:

https://www.queergd.de/macht-queer-seine-strassen/

LG Joerg

Udo
7 Monate zuvor

Kirche, in der man zulässt, dass der Kern des christlichen Glaubens, das stellvertretende Sühneopfer Christi, auf der theologischen Müllhalde landet, muss mit der dauernden Abwesenheit von Vater, Sohn und Heiligem Geist rechnen. Unter dieser Voraussetzung kann man dann von Predigten auch nichts erwarten, was im Leben und im Sterben trägt.

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