Peter J. Williams: Glaubwürdig

Williams GlaubwuerdigSo manche Christen und solche, die sich für den christlichen Glauben interessieren, kämpfen mit der Frage, ob die Evangelien verlässlich über das Leben und den Dienst von Jesus Christus berichten. Peter J. Williams hat ein kleines, hilfreiches Buch über die Vertrauenswürdigkeit der Evangelien geschrieben. John Stoller stellt das Buch vor:

Peter J. Williams gelingt es, in einer relativen Kürze viele Argumente für die historische Zuverlässigkeit der Evangelien zu erörtern. Dies tut er überzeugend und auch sachlich, ohne dabei zu voreiligen Schlüssen für die Glaubwürdigkeit der Evangelien zu kommen. Das zeigt sich schon daran, dass er nicht mit einer Untersuchung der Evangelien selbst beginnt, sondern mit Überlieferungen von drei säkularen bedeutenden Schriftstellern der Antike und ihren Aussagen über das frühe Christentum (S. 15ff). Positiv finde ich persönlich, dass Williams nicht nur klassische Argumente für die Glaubwürdigkeit der Evangelien anführt, wie etwa ihre zuverlässige Überlieferung. So vergleicht er auch parallele Evangelienberichte, und zeigt an mehreren Beispielen auf, dass die Autoren der Evangelien häufig ungeplant übereinstimmen, was ihre Beschreibungen als echt erscheinen lässt (S. 87 ff).

Das Buch ist für Christen geeignet, die möglicherweise in Zweifel über die Vertrauenswürdigkeit der Bibel geraten sind. Hier finden sie gute und nachvollziehbare Gründe für die Echtheit der Evangelien, wodurch sie zugleich auch in eine Begegnung mit ihrer zentralen Person, Jesus Christus, gebracht werden. Ebenso ist die Lektüre Christen eine Hilfe, die im Austausch mit Kirchendistanzierten nach Argumenten suchen, um ihren Glauben überzeugend darzustellen.

Mehr: www.evangelium21.net.

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Helge Beck

Kommt ganz drauf an, wie man *Echtheit* der Evangelien versteht

PeterG

Zum Beispiel als historische Zuverlässigkeit, und zwar tatsächlich im Sinne der historischen Wissenschaft.

Helge Beck

Kommt drauf an was man darunter versteht. Ich frage mich wie man glaubwürdig eine „historische Zuverlässigkeit, und zwar tatsächlich im Sinne der historischen Wissenschaft“ postulieren und gleichzeitig historisch-kritische Forschung als a priori „atheistisch“ diffamieren und ablehnen kann.

PeterG

Du bringst hier einiges durcheinander. Die historisch-kritische Forschung bedient sich ganz bewusst einiger atheistischer Prämissen, die – wenn man vom „Untersuchungsgegenstand“ ausgeht – man ablehnen muss. Beispiel: Wenn ich in einem See mit einem Netz Fische fangen will und hinterher feststelle, dass es keine Fische gibt, die kleiner als 5 cm sind, entspricht dies dem methodischen Atheismus. Er will Aussagen über den Glauben, Gott … treffen, schließt aber Gott im Vorhinein aus. (Ist jetzt verkürzt dargestellt). In der bibeltreuen Theologie wird auch historisch geforscht. Daher gibt es so etwas wie historisch-theologisch, historisch-biblisch, historisch-grammatisch … Bei dir fehlt die Unterscheidung zwischen historischer Forschung (durch Archäologen und Historiker durchgeführt) und der atheistischen Interpretation der Fakten durch eine kritische Theologie. Kurz: Die historische Forschung kommt zu Ergebnissen, die die Bibel/Evangelien bestätigen und für jeden nachprüfbar sind. Ob diese Forschung von Christen, Moslems, Atheisten … durchgeführt wird, ist nebensächlich oder sogar unwichtig. Die meisten Forschungsprojekte in Israel werden wohl im Moment von Juden durchgeführt.… Weiterlesen »

Last edited 22 Tage zuvor by PeterG
Helge Beck

„Es gibt also Fakten, die von jedem nachgeprüft werden können. Man kann sich natürlich dem auch konsequent verschließen. Das gehört aber dann in den Bereich ‚Ignoranz‘ und ist unwissenschaftlich.“
Bravo. Dem kann ich nur zustimmen. Ich wünsche mir eine solche Replik mal gegenüber der weitverbreiteten Ignoranz unter deinen Glaubensgeschwistern.

DanielV

Wenigstens kann man dem Autor des Büchleins keine Ignoranz vorwerfen…

Eine ehrlich gemeinte Frage dazu:

Welches Buch sollten pietistische/ starkgläubige/ evangelikale Protestanten aus der Sicht der historisch-kritischen Theologie(n) denn am besten mal lesen ?

PeterG

„Ich wünsche mir eine solche Replik mal gegenüber der weitverbreiteten Ignoranz unter deinen Glaubensgeschwistern.“

Das kannst du dir gerne wünschen. Da ich keine Glaubensgeschwister mit dieser Ignoranz habe, kann keiner aus meinem größeren Umfeld dir diesen Wunsch erfüllen. Ich persönlich habe auch eher mit solchen ignoranten Leuten zu tun: „Kommt ganz drauf an, wie man *Echtheit* der Evangelien versteht“.

Aber lies doch mal das Buch und die angegebenen Literatur.

Helge Beck

Kritisches Denken ist hilfreich egal aus welcher weltanschaulichen Ecke man kommt. Dem Zitat „read the scholarship“ aus diesem Dialog/Debatte zwischen zwischen Peter J. Williams und Bart Ehrmann kann ich nur zustimmen.

https://www.youtube.com/watch?v=foLI3KGbMnk

Und hier noch ein Vortrag von Bart Ehrmann zum Thema

https://www.youtube.com/watch?v=AymnA526j9U

Tim-Christian

@Helge

Auch konservative Christen und Theologen befassen sich mit Textkritik und historisch-kritischer Exegese. Insofern ist das alles nicht unbedingt was neues für uns. Aber unsere Haltung zu diesen Fragen oder Problemen oder Schwierigkeiten (wie auch immer man das nennen möchte) ist eine andere. Während Ehrmann wieder mal sehr von oben herab doziert, sich seiner angenommenen Überlegenheit sehr gewiss ist und es – ähnlich wie Siegfried Zimmer – nicht unterlassen kann, über die obskuranten Evangelikalen herzuziehen, nehmen Konservative eher eine Haltung wie diese ein:

https://www.youtube.com/watch?v=zx0v-YPLqVw

Zudem gibt es auch gute Bücher für die Gemeinde-Ebene, die sich mit diesen Fragen befassen und viele Missverständnisse ausräumen können. Hier zwei Beispiele:

https://www.amazon.de/Bible-Difficulties-Seeming-Contradictions-English-ebook/dp/B00JV3PDSG/ref=sr_1_2?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&dchild=1&keywords=seeming+bible+contradictions&qid=1605363525&sr=8-2

https://www.amazon.de/Easter-Enigma-Resurrection-Accounts-Conflict/dp/1597521663/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&dchild=1&keywords=Resurrection+wenham&qid=1605363548&sr=8-1

Last edited 12 Tage zuvor by Tim-Christian
Helge Beck

Ehrmans Haupteinwand gegen Williams‘ Argumentation ist scheinbar dass diese irrelevant ist im Hinblick auf historische Verlässlichkeit (whether these stories are actually true). Und dass er sich mit dem Problem der Widersprüche nicht wirklich befasst. Williams scheint darauf keine Antwort geben zu können /wollen.