Slenczka: Ideologie des Genderismus

Die Nachrichtenagentur idea meldet über ein Gutachten des lutherischen Theologen Reinhard Slenczka:

Die Gender-Ideologie kann weder mit der Wissenschaft noch Gottes Schöpfungsordnung begründet und vertreten werden. Diese Ansicht vertritt der Theologieprofessor Reinhard Slenczka (Erlangen) in einem Gutachten mit dem Titel „Mit welchen Gründen von Vernunft und Recht wird die Ideologie des Genderismus in Politik, Kirche und Schulen eingeführt und aufgezwungen?“. Wie Slenczka gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea sagte, geht Gender Mainstreaming davon aus, dass die sexuelle Orientierung frei wählbar ist. Damit wird ihm zufolge die schöpfungsmäßige Unterscheidung und Zuordnung der Geschlechter geleugnet. Durch „dieses tiefe Unrecht“ würden die „tragenden Grundlagen einer Gesellschaft zerstört“. Dem müssten Kirche und Politik Einhalt gebieten.

In dem Gutachten, das hier eingesehen werden kann, schreibt Professor Slenczka:

Es gibt weder aus menschlicher Vernunft, also Wissenschaft, noch aus geltendem Recht und letztlich nach Gottes Schöpfungsordnung und Geboten einen Grund für eine ethisch und rechtlich verbindliche Einführung und Durchsetzung der Gender-Ideologie. Vielmehr ist das, was hier unter dem Zwang interessierter Gruppen geschieht, ein tiefes Unrecht, durch das tragende Grundlagen einer Gesellschaft zerstört werden. Die physischen und psychischen Folgen sind durchaus, etwa bei verlassenen Frauen und verhaltensgestörten Kindern, erkennbar, auch wenn sie beschönigt oder verdrängt werden.

Hier ist die praktische Verantwortung von Kirche und Politik dringend gefordert.

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Kommentare

  1. Schandor meint:

    Schön, dass auch Wissenschaftler erkennen, was alle anderen schon wissen.

    Und nein, keine „praktische Verantwortung“ ist gefordert, sondern der Einsatz mächtiger Mittel. Die hat nur die römische Kirche. Die evangelische kämpft ja pro Gender.

  2. Konrad Kugler meint:

    @ Schandor
    Volle Zustimmung für Ihren Beitrag, außer dem vorletzten Satz, der richtig heißen müßte: Die h ä t t e die römische Kirche – wenn nicht die nachkonziliare Entwicklung ein Rätekirchenvolk erzeugt hätte, das in einem IDEA-Beitrag und von Hans Apel in einem Buch klar dargestellt wurde.

  3. Schandor meint:

    @Konrad

    Aha! Das wusste ich nicht. Danke für den Hinweis!

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