Der Konservatismus des Heribert Prantl

Mit dem sympathischen Slogan „Ehe für alle“ wurde in Deutschland der Weg für die gleichgeschlechtliche Ehe freigemacht (zum Erfolgsbegriff siehe hier). Für Heribert Prantl ist das neue Ehe-für-alle-Gesetz jedoch immer noch diskriminierend, da es die Zuordnung eines männlichen oder weiblichen Geschlechts verlangt, also – so Prantl – ein Mensch mit uneindeutigen geschlechtlichen Merkmalen nicht heiraten darf.

Die Ehe wird, heißt es im Ehe-für-alle-Gesetz, „von zwei Personen verschiedenen oder gleichen Geschlechts“ geschlossen. Mit dieser Formulierung wird also die Zugehörigkeit der Menschen, die heiraten wollen, zu einem bestimmten Geschlecht verlangt und festgeschrieben. Das heißt: Menschen, die weder dem männlichen, noch dem weiblichen Geschlecht zugeordnet werden, sind von der Ehe ausgeschlossen. Darf die eindeutige Geschlechtlichkeit in dieser Weise hervorgehoben und betont werden?

Deshalb fordert Prantl die Öffnung für folgende Konstellationen: Mann-Frau, Mann-Mann, Frau-Frau, Mann-Inter, Frau-Inter und Inter-Inter (siehe diese Videokolumne).

Als die „Ehe für alle“ eingeführt wurde, war abzusehen, dass mit einer weiteren Öffnung der Konstellationen gerechnet werden darf (vgl. meinen Kommentar hier). Kurioserweise vertritt Heribert Prantl in seinem „Plädoyer für Konsequenz“ auf dem Hintergrund aktueller Entwicklungen eine nahezu konservative Position. Warum? Nun, einmal wirkt die Festlegung auf die Geschlechter Frau-Mann-Inter geradezu altmodisch. Facebook kennt inzwischen 60 Geschlechtsidentitäten, darunter die Unentschiedenen, also jene, die eine Festlegung gänzlich meiden oder das Geschlecht je nach Begehren wechseln. Eine Festlegung auf Intersexualität ist im Ozean der Geschlechter also nach wie vor ausschließend. Zum anderen erscheint die Begrenzung auf zwei Personen wie eine willkürliche Setzung. Warum nicht eine Ehe zwischen drei oder fünf Menschen?

Diese Debatten werden kommen, über semantische Streitigkeiten hinausgehen und dann dazu anstiften, den Sinn von Ehe und Familie gänzlich infrage zu stellen. Der vermeintliche Kampf für die Aufwertung der Ehe zwingt sie in die Bedeutungslosigkeit.

Kommentare

  1. Wenn der Bogen so „überspannt“ wird, wäre es dann möglich, dass das Pendel in der Gesellschaft wieder umschlägt und die Natur bzw. Schöpfungsordnung sich wieder ihren Weg bahnt? Oder gibt es hierfür keine Beispiele der Geschichte?

  2. @Johannes
    Träum weiter!

    Immer wieder erstaunlich, dass es noch so naive Menschen gibt.

  3. Stephan meint:

    Beispiele in der Geschichte wäre z.B. „Wenn das Volk kein Brot hat, dann soll es Kuchen essen“ – irgendwann knallt es. Auch die Versuche der Pädophilen in den 70ern / 80ern, das Ausleben ihrer Neigungen legalisiert zu bekommen, sind ja gescheitert – und zwar derart desaströs, das auch das bekannte Vorhandensein der nicht ausgelebten Neigung das gesellschaftliche „Aus“ bedeutet.
    Die „Ehe für alle“ wird ja meistenteils von Leuten befürwortet, die an Evolution glauben. Aber wie kann man an „Ehe für alle“ und Evolution zeitgleich glauben? Das eine widerspricht doch dem anderen: ohne biologisch eigene Kinder keine Evolution, aber: mit Evolution setzen sich die stärksten Gene durch, die anderen verschwinden aus dem Genpool => diejenigen, die der Ehe für alle anhangen, müssten daher evolutionär bedingt aussterben.
    Als Christ, der an eine Schöpfung durch den Schöpfergott glaubt (und nicht an Evolution), ebenso wie an die von ihm gestiftete Ehe zwischen Mann und Frau, kommt mir mein Weltbild erheblich weniger widersprüchlich vor.

  4. @Adler
    Keine Beleidigungen bitte – Danke!

  5. Markus Jesgarz meint:

    Dies ist ein Kommentar zu der Aussage:
    Facebook kennt inzwischen 60 Geschlechtsidentitäten, darunter die Unentschiedenen, also jene, die eine Festlegung gänzlich meiden oder das Geschlecht je nach Begehren wechseln.
    1.
    In dem Beitrag von „The Stream“:
    People Say the Bible Doesn’t Talk About Transgenderism. It Does.
    Andrew T. Walker’s new book explains what the Bible says about gender identity.
    https://stream.org/not-just-deuteronomy/?utm_content=buffercb7f3&utm_medium=social&utm_source=twitter.com&utm_campaign=buffer
    von Tom Gilson am 15. August 2017 steht unter „No Proof Text“:
    1.
    Walker finds just principles in God’s purpose and design for humans.
    What is a man? Genesis tells us that a man is a human who can be united to a woman, a wife, with whom he can physically become “one flesh” (2:24). A person with male anatomy is reflecting physically the fact that he is created a man.
    2.
    “Men and women are more than just their anatomy, but they are not less,” he explains. “To misunderstand, blur or reject the Creator’s categories for humanity doesn’t just put us in rebellion against the Creator and creation — it puts us at odds with how each of us was made.”
    2.
    Meiner Meinung nach gibt es Indizien, die belegen:
    Es ist nicht biblisch „das Geschlecht zu wechseln“.

  6. @Markus Jesgar: Warum nicht stärker formulieren: Es ist unmöglich.

    Liebe Grüße, Ron

  7. @Johannes T.
    Wieso Beleidigungen? Ich habe nur gesagt, dass ich Dich (aufgrund Deiner Frage) für naiv halte. Das ist eine inhaltliche Kritik. Ich beanspruche aber keine Unfehlbarkeit. Natürlich kann ich mich auch irren. Deswegen bin ich für Gegenargumente offen. Ich halte Deine Frage für naiv. Aber ich lasse mich auch vom Gegenteil überzeugen – wenn die Argumente gut sind. Es geht mir hier also gar nicht um Dich persönlich. Es geht mir allein um die Sache.

  8. @Johannes T.: Das halte ich für möglich. Aber da muss viel passieren. So denke ich, dass es vor allem ein Umdenken und Umkehren innerhalb der Kirche geben muss.

    Solche Prozesse kommen nicht von allein: Die Revolutionen, die wir jetzt in allen Bereichen zu spüren bekommen, sind m.E. zu weiten Teilen Ausläufer der Frankfurter Schule. Die Leute am Institut für Sozialforschung haben damals unglaublich viel geleistet, um mit ihrer kritischen Theorie die „Wende“ herbeizuführen. Es müsste eine Bewegung geben, die ebenso hart arbeitet wie damals Horkheimer, Adorno, Marcuse, Benjamin usw. gearbeitet haben. Es bräuchte sozusagen eine Sozialtheorie, die dem marxistischen Zeitgeist etwas Substantielles entgegenzusetzen hat. Davon sind wir, so sehe ich das jedenfalls, weit entfernt. Sogar in Ländern, in denen das Potential vorhanden wäre. Das hat kaum jemand auf dem Schirm und es wäre auch kaum jemand bereit, dafür Zeit und Geld zu investieren. Die Frankfurter Schule wurde übrigens weitgehend von einem Mann finanziert, Felix Weil (siehe hier).

    Na klar, vor allem braucht es Gnade! 😉

    Liebe Grüße, Ron

  9. Warum die Kritik an der Aussage Prantls. Seine Ausführungen sind folgerichtig entsprechend des genannten Familienstandsgesetzes. Nur liegt er aber auch nicht komplett richtig: Es gibt auch Menschen, die mehrere Beziehungen gleichzeitig haben und damit in einer Ehe leben wollen. Für diese ist das Gesetz eben auch nicht wie z.B. Menschen mormonischen Glaubens.
    Diese Aussage zeigt wieder einmal mehr als Reaktion für uns Christen darauf: Glaubhaftes Vorleben und Benennen der biblischen Ehe. Erwarten, dass uns die Mehrheitsgeseelschaft dabei folgt dürfen wir kurzfristig nicht

  10. Markus Jesgarz meint:

    Dies ist ein Kommentar zu der Aussage:
    Die Ehe wird, heißt es im Ehe-für-alle-Gesetz, „von zwei Personen verschiedenen oder gleichen Geschlechts“ geschlossen.
    1.
    In 3.Mose 18,22 steht:
    https://www.bibleserver.com/text/SLT/3.Mose18
    Du sollst bei keinem Mann liegen, wie man bei einer Frau liegt, denn das ist ein Gräuel.
    2.
    In dem Beitrag:
    People to Be Loved: Why Homosexuality Is Not Just An Issue (Author Interview)
    http://seanmcdowell.org/blog/people-to-be-loved-why-homosexuality-is-not-just-an-issue-interview-with-the-author
    von Sean McDowell am 11. Dezember 2015 steht:
    1.
    In Genesis 2:18 (and verse 20), the author uses a Hebrew word to describe Eve.
    It’s the word kenegdo, which is often translated “suitable” or “like unto him,” to
    describe Eve’s relationship to Adam.
    Basically kenegdo describes Eve’s similarityto Adam—she was
    a human and not an animal—and also her dissimilarity;
    she was a female and not a male. Eve is the perfect complement to Adam.
    She’s like him (human) yet not like him (female). And this blend of similarity
    and dissimilarity is what qualifies her to be the perfect partner for Adam.
    At the end of Genesis 2, we see that God has enlisted Adam and Eve to
    be the blueprint for all future marriages among his people (Gen 2:24-25).
    This is why Jesus (Mark 10; Matt 19) and Paul (1 Cor 6; Eph 5) refer
    back to Genesis 2 when they discuss marriage.
    2.
    Even though Jesus doesn’t explicitly mention homosexuality,
    he does condemn “sexual immorality” with
    the Greek word porneia (e.g. Matt 5).
    For a first-century Jew, the word porneia would include all
    the sexual sins listed in Leviticus 18, and yes,
    this would include same-sex sexual behavior
    (Lev 18:22; cf. 20:13).
    Also, Jesus makes it clear that marriage is to be
    between a man and a woman in Matthew 19:3-6,
    and he even cites Genesis 1-2 to make his point.
    3.
    In Matthäus 19,3-6 steht:
    https://www.bibleserver.com/text/SLT/Matth%C3%A4us19
    3 Da traten die Pharisäer zu ihm, versuchten ihn und fragten ihn:
    Ist es einem Mann erlaubt, aus irgendeinem
    Grund seine Frau zu entlassen?
    4 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen,
    dass der Schöpfer sie am Anfang als Mann und Frau erschuf
    5 und sprach: »Darum wird ein Mann Vater und
    Mutter verlassen und seiner Frau anhängen;
    und die zwei werden ein Fleisch sein«?
    6 So sind sie nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch.
    Was nun Gott zusammengefügt hat,
    das soll der Mensch nicht scheiden!
    4.
    In Epheser 5,5-7 steht:
    https://www.bibleserver.com/text/SLT/Epheser5
    5 Denn das sollt ihr wissen, dass kein Unzüchtiger oder Unreiner oder Habsüchtiger, ein Erbteil hat im Reich des Christus und Gottes.
    6 Lasst euch von niemand mit leeren Worten verführen! Denn um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams.
    7 So werdet nun nicht ihre Mitteilhaber!
    5.
    Meiner Meinung nach gibt es Bibelstellen, die belegen:
    Die Definition ist kontrafaktisch:
    Die Ehe wird „von zwei Personen verschiedenen oder gleichen Geschlechts“ geschlossen.
    6.
    In dem Beitrag:
    The Conservative Agenda:
    Its Basis and Its Basics
    von Norman L. Geisler steht:
    http://disq.us/url?url=http%3A%2F%2Fnormangeisler.com%2Fthe-conservative-agenda%2F%3AxcGVNAU9I–QBFwfh4jKDnZyX1k&cuid=2692135
    1.
    unter „The Creator“
    8) Morals must be taught, and they cannot properly be taught without religious
    sentiments like respect for the Creator since both logically and practically there
    will not be respect for an absolute moral law without respect for an absolute
    Moral Law Giver.
    2.
    unter „God-Given Moral Absolutes“
    The Conservative agenda is a moral agenda. Yes, we believe in legislating morality.
    In fact, really everyone does, even those who deny it.
    Since virtually all good laws prescribe some behavior as good and others as bad,
    there are really no such laws that do not legislate morality.
    No civil society is without legislation on moral issues,
    forbidding theft, abuse, rape, and murder.
    Indeed, even liberals favor these laws, as well as others
    condemning racism, hate crimes, and genocide.
    The truth is that everyone favors legislating morality.
    The only question is whose’s morality will be legislated.
    The conservative answer has always been “God’s”!
    3.
    unter „On Homosexuality“
    1.
    We believe that civil rights for homosexuals should not be a pretext for civil
    wrongs done by homosexuals – both against themselves and society.
    We believe that if laws against smoking can add seven years on the
    average to ones life, then laws restraining homosexual activity,
    which can add some 20-30 years to their lives,
    should be welcomed as well.
    2.
    We believe that uncivil behavior is not the basis for a civil union.
    In the beginning God did not unite Adam and Steve but Adam and Eve.
    3.
    We believe that since no homosexual union has ever produced a child,
    then only babies produced by homosexual unions should be adopted
    by homosexuals.
    7.
    Meiner Meinung nach gibt es Indizien, die belegen:
    Das Ehe-für-alle-Gesetz ist
    1. nicht biblisch und
    2. selbstwidersprüchlich (unlogisch).

  11. Schandor meint:

    @Markus Jesgarz: Warum nicht stärker formulieren: Es ist falsch.

    Liebe Grüße, Schandor

  12. Thomas S. meint:

    @Johannes T. @Ron In der europäischen Geschichte haben eher freizügige und eher prüde Epochen einander häufig abgewechselt. Das hatte jedoch meist wenig mit dem Geist Gottes und viel mit gesellschaftlicher Mode zu tun. Die Sünde hat sich dann eben andere Betätigungsfelder gesucht.
    Wir brauchen zu allererst mehr Menschen, die sich in der Gesamtheit ihres Herzens vom Geist Gottes (wie er sich in der Bibel offenbart) leiten lassen, sich zu ihm bekehren. Nur dann ändern sich Dinge zum Guten. Alles andere ist Kosmetik!

  13. Markus Jesgarz meint:

    Dies ist ein Kommentar zu der Aussage:
    Die Ehe wird, heißt es im Ehe-für-alle-Gesetz, „von zwei Personen verschiedenen oder gleichen Geschlechts“ geschlossen.
    1.
    Dies ist ein Beitrag zu:
    Sexualität und Geschlecht
    Ergebnisse aus Biologie, Psychologie und Sozialwissenschaften Metastudie
    von Lawrence S. Mayer und Paul R. McHugh
    Zusammengefasst und kommentiert von Christl Ruth Vonhold
    http://www.dijg.de/sexualitaet/mayer-mchugh-sexualitaet-und-geschlecht/
    1.
    Dies sind Zitate aus dem
    TEIL 1: SEXUELLE ORIENTIERUNG
    im Abschnitt: Sexueller Missbrauch in Kindheit und Jugend
    1.1.
    Umfangreiche Daten belegen: Menschen, die sich als homosexuell oder bisexuell bezeichnen, haben signifikant häufiger im Kindes- und Jugendalter sexuellen Missbrauch erlebt als Menschen, die sich als heterosexuell bezeichnen.
    1.2.
    Friedman kommt zu dem Schluss: Jugendliche, die sich als homosexuell oder bisexuell bezeichnen, berichten 2,9-mal häufiger, dass sie sexuellen Missbrauch (vor dem Alter von 18 Jahren) erfahren haben.
    2.
    Dies sind Zitate aus dem
    TEIL 2: LGBT: PSYCHISCHE GESUNDHEITSPROBLEME
    2.1.
    im Abschnitt: Psychische Gesundheitsprobleme, Suizidalität, Suchtmittelmissbrauch
    Homosexualität, Bisexualität
    1.
    Eine umfangreiche Meta-Analyse von Michael King et al. (2008)[52] mit Daten von 11 971 nicht-heterosexuellen und 214 344 heterosexuellen Personen zeigt: Homosexuelle und bisexuelle Männer und Frauen haben im Vergleich zu den heterosexuellen Kontrollgruppen ein höheres Risiko für Depressionen, Angststörungen, suizidales Verhalten und Suchtmittelmissbrauch (Alkohol- und Drogenmissbrauch).
    [52] King, M. et al., A systematic review of mental disorder, suicide, and deliberate self harm in lesbian, gay and bisexual people. BMC Psychiatry, 8, 70, 2008. In der Zusammenfassung heißt es von King: „LGB Personen haben, was psychische Störungen, Suizidgedanken, Suchtmittel-missbrauch und vorsätzliche Selbstschädigung betrifft, ein höheres Risiko als heterosexuelle Personen.”
    Anmerkung von Christl Ruth Vonhold.
    2.
    In einer bevölkerungsbasierten Langzeitstudie aus Dänemark von Robin Mathy et al. (2011)[60] wurden über zwölf Jahre hinweg alle standesamtlichen Daten in Bezug auf die Todesursache „Suizid“ ausgewertet und mit drei unterschiedlichen Lebensstilen der Männer und Frauen verglichen:
    a) ob sie verheiratet waren,
    b) nie verheiratet waren, oder
    c) in einer eingetragenen homosexuellen Partnerschaft lebten.
    Bei den Männern waren die Unterschiede hochsignifikant: Männer in eingetragener homosexueller Partnerschaft begingen fast achtmal so häufig Selbstmord wie heterosexuell verheiratete Männer und doppelt so häufig wie Männer, die nie verheiratet waren.[61]
    [60] Mathy, R. M., et al., The association between relationship markers of sexual orientation and suicide: Denmark, 1990-2001. Soc. Psychiatry and Psychiatric Epidemiology, 46, 2, 2011, S. 111-117.
    [61] Nach dem „sozialer-Stress“-Modell sind Diskriminierungen die Hauptursache für die höhere Suizidrate bei homosexuell und bisexuell lebenden Männern. Als Diskriminierung gilt, wenn ein Land keine homosexuelle „Ehe“ anbietet. Diese Studie zeigt aber, dass die registrierte Partnerschaft, die rechtlich der Ehe sehr nahe kommt, die Suizidrate bei homosexuell lebenden Männern in Dänemark offensichtlich nicht senken konnte, im Gegenteil: Sie war besonders hoch. Die Studie weckt Zweifel an der Bedeutung des „sozialer-Stress“-Modells. Anmerkung von Christl Ruth Vonhold.
    2.2.
    im Abschnitt: Gewalt in homosexuellen Männerpartnerschaften
    2.2.1.
    In einer systematischen Durchsicht von 19 Studien fanden die Forscher Ana Buller et al. (2014)[71]:
    Im Durchschnitt sagten 48 % der homosexuellen Männer, dass sie schon Gewalt in einer homosexuellen Partnerschaft erfahren haben.[72] In Bezug auf die letzten fünf Jahre sagten dies 32 %.[73]
    Sowohl bei den Tätern als auch den Opfern gab es einen Zusammenhang mit Suchtmittelmissbrauch.
    [71] Buller, A., et al., Associations between Intimate Partner Violence and Health among Men Who have Sex with Men: A Systematic Review and Meta-Analysis. PLOS Medicine, 11, 3, 2014. e1001609. doi: 10.1371/journal.pmed.1001609.
    [72] Die Angaben in den einzelnen Studien waren recht unterschiedlich und reichten von 32 % bis 82 %. Siehe Mayer, McHugh, S. 71.
    [73] Die Angaben in den Studien reichten von 16 % bis 51 %. Siehe Mayer, McHugh, S. 71.
    2.2.2.
    In einer wahrscheinlichkeitsbasierten Studie von Gregory Greenwood et al. (2002)[79] wurden Telefoninterviews mit 2 881 Männern, die Sex mit Männern haben, durchgeführt. Insgesamt gaben 39 % der Männer an, in den letzten fünf Jahren eine Form von Misshandlung in einer homosexuellen Partnerschaft erlebt zu haben.
    [79] Greenwood, G., Battering Victimization Among a Probability-Based Sample of Men Who Have Sex With Men. Am. J. of Public Health, 92, 12, 2002, S. 1964-1969.
    3.
    In der Nachbemerkung steht:
    Für die Auffassung, dass das „sozialer-Stress“-Modell die wesentliche Erklärung für die erhöhten Raten an psychischen Gesundheitsproblemen und Suchtmittelmissbrauch bei homosexuell, bisexuell oder transsexuell lebenden Personen liefern kann, spricht wenig. Es kann auch nicht die medizinischen Gesundheitsprobleme bei den Männern und auch nicht die hohe Gewaltrate in den homosexuellen Männerpartnerschaften erklären.
    2.
    Meiner Meinung nach gibt es Indizien, die belegen:
    1.
    Die erhöhten Raten an psychischen Gesundheitsproblemen und Suchtmittelmissbrauch bei homosexuell, bisexuell oder transsexuell lebenden Personen müssen reduziert werden.
    2.
    Die medizinischen Gesundheitsprobleme bei den Männern und
    die hohe Gewaltrate in den homosexuellen Männerpartnerschaften
    müssen reduziert werden.
    3.
    Das Ehe-für-alle-Gesetz des Bundestages war eine Fehlentscheidung.

  14. PeterG meint:

    @Ron

    Es bräuchte sozusagen eine Sozialtheorie, die dem marxistischen Zeitgeist etwas Substantielles entgegenzusetzen hat. Davon sind wir, so sehe ich das jedenfalls, weit entfernt. Sogar in Ländern, in denen das Potential vorhanden wäre.

    An welche Länder hast du gedacht?

  15. @PeterG: Na etwa an England oder die USA.

    Liebe Grüße, Ron

  16. @Thomas S.: Das ist auch mein Anliegen, dass Menschen Jesus Christus vertrauen. Ich sehe allerdings hier kein Entweder-Oder. Ich bedaure es sehr, dass die Frommen in den letzten 100 Jahren, von Ausnahmen abgesehen, die Felder von Sozialtheorie, Wirtschaft und Ethik anderen überlassen haben. Wir sind sogar weitestgehend sprachunfähig geworden. Das heißt, wir sind nicht mehr in der Lage, an den Diskursen, in denen über das Leben unserer Kinder entschieden wird, überhaupt zu partizipieren. Das ist das Gegenteil von geistlich. Das hat auch nichts mit Ergebung zu tun. Das ist ungläubige Weltflucht. Und wenn die Frommen, die die soziale Welt da draußen nie interessiert hat, jetzt über die bösen Entwicklungen jammern, braucht es viel Ironie.

    Liebe Grüße, Ron

  17. Schandor meint:

    Sobald man Frommen dies vorhält, kommen folgende Argumente (sinngemäß):

    Nein, Jesus hat uns nicht befohlen, die Welt zu verbessern.
    Nein, unsere Zeit geht dem Ende entgegen. (Sie wird immer schlechter, kann man nichts machen, ist nicht unsere Aufgabe.)

    Nein, wir kämpfen nicht mit fleischlichen Methoden (sie meinen die „Felder von Sozialtheorie, Wirtschaft und Ethik“ auf akademischem Niveau. Denn das akademische Niveau gilt ihnen per se für suspekt und ungeistlich.
    So wird das Ungeistliche geistlich, die Ignoranz zur Frömmigkeit, die Passivität zu höherem Qiet- u. Pietismus.)

    Und deshalb haben wir ein naives Landvolk an Christen, die auf ihre kapitale Unbildung mit dem Hinweis auf 1Kor 1,26 stolz sind. Auf die Idee, aus einer singulären Zustandsbeschreibung keinen Imperativ ableiten zu sollen, kommen sie nicht.

    Deshalb möchte ich den Satz unterstreichen:

    Und wenn sich die Frommen, die die soziale Welt da draußen nie interessiert hat, jetzt über die bösen Entwicklungen jammern, braucht es viel Ironie.

    Ich hab leider zu wenig davon, mag auch nicht streiten.

  18. @Schandor: Ja, die Argumente kenne ich. Sie sind genauso falsch, wie die Argumente jener Triumphalisten, die meinen, eines Tages würden Christen die gesamte Welt regieren.

    Liebe Grüße, Ron

  19. Schandor meint:

    @Ron

    Ja, die ecclesia triumphans gehört in eine andere Zeit.
    Stimme daher vollkommen zu.
    Der Postmillennialismus war die falsche Erzählung. Farewell Francis Nigel Lee …

  20. Markus Jesgarz meint:

    @Schandor
    Dies ist ein Kommentar zu der Aussage:
    Der Postmillennialismus war die falsche Erzählung.
    1.
    In dem Beitrag:
    The Importance of Premillennialism
    im Jahr 2009 von Norman Leo Geisler steht:
    http://normangeisler.com/the-importance-of-premillennialism/
    1.
    Introduction
    Premillennialism is the belief that Christ will physically return to earth (Acts 1:6-11; Rev. 1:7), set up a throne in Jerusalem (Matt. 19:28), and reign over the whole earth for a thousand years (Rev. 20:1-6).
    2.
    Arguments for Premillennialism
    1. Without a Millennium God Lost the Battle in History
    He will reign until death is actually defeated (1 Cor. 15:24-27). But this will not be until the end of the millennium (Rev. 20:4-6) and the beginning of the New Heaven and Earth of which John says, “And God shall wipe away all tears from their eyes; and there shall be no more death, neither sorrow, nor crying, neither shall there be any more pain: for the former things are passed away” (Rev. 21:4). So, only by a literal reign of Christ on earth, such as the millennium shall be, will the true Paradise be restored.
    2. Without A Millennium History Has no Climax
    1.
    History is said to be His-story for God has planned it and is moving it (Dan. 2, 7) forward toward its End (Eschaton).
    2.
    However, on the premillennial view, the millennium is not the first chapter of eternity; it is the last chapter of time. It is the time when, by Christ’s reign, sin, suffering, and death will be finally overcome. For only “Then the end will come, when he hands over the kingdom to God the Father after he has destroyed all dominion, authority and power” (1 Cor. 15:24-25).
    3. Without a Millennium God Would Break an Unconditional Land Promise to Abraham.
    1.
    “The Lord made a covenant with Abram saying: ‘To your descendants I have given this land, from the river of Egypt to the great river, the River Euphrates’”( Gen. 15:18). God said to Abraham: “I give to you the land in which you are a stranger, all the land of Canaan, as an everlasting possession” (Gen. 17:8). “For all the land which you see I give to you and your descendants forever” (Gen. 13:15).
    2.
    The Bible declares that “The gifts and the calling of God are irrevocable” (Rom. 11:29). God’s promises don’t depend on our faith but on his faithfulness. For “If we are faithless, He remains faithful, for He cannot deny Himself” (2 Tim. 2:13).
    3.
    However, according to the Bible it will yet be fulfilled (Matt. 19:28; Acts 1:6-8; Rom. 11) in the future in the thousand year reign of Christ (Rev. 20:1-6).
    4.
    Without a literal national fulfillment, such as the millennium, God would have broken an unconditional covenant-which is impossible (Heb. 6:17-18)!
    4. Without a Millennium God would Break an Unconditional Throne Promise to David
    1.
    God promised David that he and his descendents would reign on a throne in Israel forever. He declared, “When your days are fulfilled and you lie down with your fathers, I will raise up your offspring after you, who shall come from your body, and…I will establish the throne of his kingdom forever…. My steadfast love will not depart from him…. And your house and your kingdom shall be made sure forever before me. Your throne shall be established forever” (2 Sam. 7:12-16).
    2.
    However, no descendent of David is now-nor has been for over 2500 years-reigning on a literal throne in Jerusalem. But Jesus promised that Christ, a descendent of David, would do so in the future (Matt. 19:28).
    3.
    Therefore, there must yet be a literal Messianic reign of Christ on earth such as is promised in the millennium (Rev. 20:1-6).
    5. Only Premillennialism Employs a Consistent Hermeneutic
    1.
    To deny premillennialism is to deny the consistent application of the literal historical-grammatical interpretation of the Bible.
    2.
    In short, applying the same hermeneutic, which non-premills apply to prophecy, to other parts of the Bible would deny the fundamentals of the Christian Faith.
    3.
    There are three kinds of fundamentals:
    1) Doctrinal fundamentals (e.g., the Trinity, Deity of Christ, Sacrificial Atonement, and Resurrection).
    These are a test of evangelical authenticity.
    2) Epistemological fundamentals–Inspiration and inerrancy of Scripture).
    This is a test of evangelical consistency.
    3) Hermeneutical fundamentals (a literal hermeneutic and premillennialism that results from it).
    This too is a test of evangelical consistency.
    6. Premillennialism Adds Urgency to Evangelism.
    1.
    For if Christ is coming before the millennium at a time we know not, then believers should live in a constant sense of expectation. Jesus said, “Occupy till I come” (Luke 19:13) and “Night is coming, when no one can work.”
    2.
    It is no coincidence that many of the modern missionary movements (William Carey, David Livingston, and Adoniram Judson) and evangelistic efforts (John Wesley, Billy Sunday, D. L. Moody, and Billy Graham) were headed by premillennialists.
    7. Premillennial Imminency Adds an Incentive for Holiness
    1.
    The apostle John declared: “But we know that when he appears, we shall be like him, for we shall see him as he is. Everyone who has this hope in him purifies himself, just as he is pure” (1 Jn. 3:2-3). Paul declared that this “blessed hope helps in “training us to renounce ungodliness” and to set apart a people “zealous for good works” (Titus 2:14).
    So, the sense of imminency has a purifying effect on one’s life.
    2.
    It also has a sobering effect.
    As Peter said, “The day of the Lord will come like a thief. The heavens will disappear with a roar; the elements will be destroyed by fire, and the earth and everything in it will be laid bare. Since everything will be destroyed in this way, what kind of people ought you to be? You ought to live holy and godly lives” (2 Pet. 3:10-11).
    2.
    Meiner Meinung nach gibt es Bibelstellen, die belegen:
    Der Herr Jesus Christus wird auf die Erde wiederkommen bevor das tausendjährige Friedensreich beginnt.
    3.
    In dem Beitrag von „CNN“:
    STD rates reach record high in United States
    von Jacqueline Howard am 20.10.2016 steht:
    http://edition.cnn.com/2016/10/20/health/std-statistics-record-high/index.html
    1.
    There were more reported cases of sexually transmitted diseases last year than ever before in the United States, according to the latest STD surveillance report by the Centers for Disease Control and Prevention.
    https://www.cdc.gov/nchhstp/newsroom/2016/std-surveillance-report-2015-press-release.html
    2.
    Reported cases of primary and secondary syphilis rose by 19%, gonorrhea cases rose by 12.8%, and chlamydia cases rose by 5.9%, from 2014.
    3.
    unter „Who is at most risk?“
    1.
    Men who have sex with men accounted for the majority of new gonorrhea cases last year.
    2.
    Overall, young people and gay and bisexual men face the greatest risk of getting a STD, according to the new report. It’s estimated that about half of the nearly 20 million new STD cases reported annually are among 15 to 24 year olds.
    https://www.cdc.gov/HealthyYouth/Sexualbehaviors/
    4.
    Meiner Meinung nach gibt es Indizien, die belegen:
    In Deutschland muss mehr in gesundheitliche Bildung investiert werden.

  21. @Thomas S. @Ron,
    an solche Entwicklungen habe ich gedacht…
    Oder auch daran, dass die griechisch-römische Gesellschaft moralisch tief gesunken war und das Christentum (als Kontrastgesellschaft) sehr große Veränderungen bewirkte.
    Unser Gott kann dies nochmals bewirken – aber eine Umkehr in Kirchen und Gemeinden wird notwendig sein.

  22. Schandor meint:

    @Thomas Jesgarz

    Deine Kommentare haben zugegeben einen recht eigenwilligen Stil. 😉

    Zu Deinem Chiliasmus:

    Der große Fehler der Juden vor 2000 Jahren war, von Jesus Christus bei dessem ersten Kommen einepolitische Herrschaft zu erwarten, während die Herrschaft Christi größer ist als nur politisch – sie bezieht sich auf die Ewigkeit, die die Zeit umgreift.

    Und jetzt kommt die ganz große Ironie: Der Prämillennialismus (insbesondere in seiner darbystischen Formatierung) erwartet von Jesus Christus bei dessen zweitem Kommen exakt dasselbe!

    Dass den politisch hoffnungsfrohen Chiliasten das nicht auffällt, ist höchst ironisch und wäre zum Lachen, wenn es nicht so traurig wäre …

    Der Knaller kommt zuletzt, und jetzt pass gut auf:

    Die Verführung ist dort am größten, wo eine Prophezeiung selbsterfüllende Züge annimmt, katastrophile Endzeit-Millenniumsbefürworter halten dies für die intendierte Erfüllung. Die Alternativ-Erfüllung immunisiert sich so gegen ihre ursprüngliche Intention.

  23. Theophil Isegrim meint:

    Wenn es keinen Gott gibt, ist alles erlaubt. Sagte einst Dostojewski. Und das ist das ganze Problem. Ohne den Schöpfergott, der Mann und Frau geschaffen und ihnen nach dem Sündenfall unterschiedliche Aufgaben zugewiesen hat, ist alles relativ. Da können Gedankengebäude und Gesellschaftskonstrukte geschaffen werden wie es gerade beliebt. Für alles wird es plausible und gute Gründe geben. Eine Frage der Gerechtigkeit und Teilhabe am Leben etc. Das kann man gestalten wie Knetmasse.

    Die Gendertheorie wird von der Mehrheit noch abgelehnt, weil sie dem eigenen Empfinden total widerspricht. Eine Mann ist nunmal ein Mann und einen Frau eine Frau. Aber wer weiß, wie lange noch.

    Ohne den Bezug zu Gott wird alles zur Knetmasse. Wir Christen gründen unsere Argumentation auf den Bezug zu Gott, aber wenn der für nichtexistent erklärt wird, wird es schwierig. Abtreibung, Sterbehilfe, Ehe für alle, Gendertheorie das ist ja alles nur möglich, wenn es keinen Gott gibt. Und wenn es keinen mehr gibt, muß sich der Mensch zu Gott machen. Er meint ja nun, er sei der Herr über das Leben.

    Wahrscheinlich geht dieser Prozeß erst wieder zurück, wenn der Mensch in eine existentiale Krise gerät. Wenn es nicht mehr genug „zum Fressen“ gibt. Wenn das Leben bedroht wird und der Tod wieder Einzug in die Gesellschaft hält. Dann spüren die Menschen, daß sie keiner Götter sind und fangen an nach ihm zu fragen. Nach dem 2. Weltkrieg waren die Kirchen voll. Aber viele Pfarrer waren schon von der historisch-kritischen Theologie geprägt. Die Leute suchten nach Gott, aber es gab nicht viele, die ihn vermitteln konnten. So dauerte es nicht lang und die Kirchen leerten sich wieder.

    Unsere Gesellschaft wird durch den Islamismus bedroht (der teilweise auch noch staatlich gefördert wird). Die Qualität der Bildung in den Schulen sinkt. Die Anzahl der Patente sinken. Wirtschaftlich haben wir momentan noch die Autoindustrie und den Maschienenbau der top on the top ist, aber die Autoindustrie befindet sich schon im Niedergang. Bleibt noch der Maschinenbau. Ansonsten ist da nicht mehr viel und wenn die „verblödeten“ Kinder aus der Schule kommen, die werden keine weitere Hochtechnologie entwickeln können.
    Wir haben jetzt schon Ausgaben von knapp 1000 Milliarden an Sozialleistungen. Und die werden weiter steigen. Gestern las ich, der Familiennachzug von „Flüchtlingen“ ist ausgesetzt worden, aber das findet nun sein Ende. Es könnten 2 Millionen Familienangehörige nach Deutschland kommen. Viele von denen haben keine richtige Schulbildung genossen. Für die gibt es in unserem Hochtechnologieland keine Arbeit. Wir hatten ja vor der Flüchtlingskrise große Probleme die „einfachen Gemüter“ in den Arbeitsmarkt zu vermitteln. Bei uns gibt es halt keine Steinbrüche, wo man Steine kloppen kann. Braucht auch keiner hier. Das können andere billiger (bzw. die Maschienen haben das übernommen). Das werden dann also weitere Menschen sein, die aus der Sozialkasse versorgt werden wollen/müssen. Merkel sagte ja auch, unabhängig von den Familiennachzüglern, daß wir noch weitere Flüchtlinge aufnehmen wollen. Nach der Wahl werden wohl die Dämme brechen.
    Und es ist ja nicht nur, daß die Kinder heutzutage keien vernünftige Bildung mehr bekommen, nein, es sind zu wenige, viel zu wenige. Die die viele Kinder haben, das sind andere Leute. Und aus diesem „Pool“ kommen nur sehr wenige, die gebildet sind, die integriert sind und somit die Gesellschaft voran bringen.
    Zum gerechten Ausgleich gehen die geburtenstarken Jahrgänge demnächst in Rente. Wer soll denen – zu denen gehöre ich in ein paar Jahren auch bald dazu – denn die Rente finanzieren?
    Und dann ist die Welt sehr unruhig geworden. Konflikte spitzen sich zu, Kriege sind wieder wahrscheinlicher.

    Also, ich weiß nicht, wie wir das schaffen wollen. Da müßten jetzt ganz dringend Maßnahmen ergriffen werden. Die „Ehe für alle“ wird keines dieser Probleme lösen. Daran sieht man nur wie irre unsere Gesellschaft geworden ist. Aber es wird nichts dergleichen gemacht. Es gibt keine Antwort zum Islamismus. Das taucht bei den meisten Parteien überhaupt nicht als Problem auf. Bei der Bildungspolitik hat sich nichts zum Guten gewendet. Auf die Flüchtlingfrage gibt es keine Antwort außer sie alle herein zu lassen, wenn sie vor der Tür stehen. Das wird aber unser Sozialstaat nicht leisten können. Da müssen demnächst nur wieder die Zinsen anziehen, so daß wir für unsere Schulden auch wieder was zahlen müssen und dann kann vieles ganz schnell in den Keller gehen.
    Momentan sind die Steuereinnahmen auf Rekordstand. Und trotzdem verrotten Straßen, Brücken, Schulen und dergleichen. Da müßte dringend investiert werden. Geht aber nicht, weil das Geld in die Sozialleistungen geht. Das ist ja der größte Posten im Haushalt.

    So sieht es wohl aus, wenn eine Gesellschaft Gott verwirft. Wenn sie mit ihm nichts mehr zu tun haben will und schlauer als er sein will. Dann kracht das bald alles zusammen. Und dann werden sie die Menschen höchstwahrscheinlich keine Gedanken mehr um die Homoehe und Gender und den ganzen Schrott machen, weil sie ganz andere Probleme haben werden. Vielleicht kommt man dann wieder zur Vernunft.

  24. Theophil Isegrim meint:

    Und zum Thema Endzeit. Es ist ja immer wieder der Versuch unternommen worden das Ende der Zeiten zu deuten. Ob wir da schon sind, weiß ich nicht. Die Welt ist durch das Internet und die Globalisierung enger zusammen gerückt. Das hatten wir in der Form so noch nicht. Und wenn es in Europa demnächst drunter und drüber geht, das große Chaos einbricht, könnte es sein, daß da die Sehnsucht nach einem großen Führer groß wird. Und plötzlich ist er dann da, der alles wieder ordnet und kontrolliert und diktiert usw. Der „Messias“, der alles wieder ins Lot bringt.

    Vielleicht kommt er aber auch erst in tausend Jahren. Wer weiß das schon.

  25. Schandor meint:

    Dazu ein Schluck aus der Peter-Sloterdijk-Flasche:

    Hierauf antwortet heute ein diffuses Unbehagen an der überkommunikativen Verfaßtheit des Weltsystems – ein berechtigtes Empfinden, wie wir meinen, denn was man heute als die Wohltaten der Telekommunikation feiert, erleben Unzählige als eine suspekte Errungenschaft, mit deren Hilfe wir uns jetzt auch aus der ferne gegenseitig so unglücklich machen können, wie dies früher direkten Nachbarn vorbehalten war.

    Aus: Im Weltinnenraum des Kapitals, S. 27 (TBA)

Ihre Meinung ist uns wichtig

*