„Die Hölle erwartet euch“

Ist schon interessant: Wenn Greta Thunberg mit der „Klimahölle“ droht, jubeln Politiker und Medien. Droht ein 30-Jähriger Sportler Homosexuellen, Alkoholikern, Dieben und Atheisten mit der Hölle, ist das Ende seiner Karriere eingeläutet:

Grund für den angedrohten Rauswurf fünf Monate vor der WM in Japan sind verschiedene Botschaften Folaus in sozialen Netzwerken. Darin verkündete der streng religiöse Folau unter anderem, dass auf Homosexuelle die Hölle warte. Der 73-fache Nationalspieler ist für die New South Wales Waratahs in der Liga Super Rugby aktiv.

„Izzy“ Folau hatte am Mittwoch auf seinem Instagram-Konto eine Botschaft veröffentlicht, in der es an die Adresse von „Trinkern, Homosexuellen, Ehebrechern“ heißt: „Die Hölle wartet auf Euch.“

Man muss die Art, wie „Izzy“ Folau kommuniziert, nicht feiern (die Hölle wartet ja auch auf Fromme und Bürgerliche, die an sich selbst glauben und dem alleinigen Retter nicht vertrauen). Warum aber darf Folau nicht sagen, was er denkt? Greta müssen wir ja auch aushalten.

Oh, oh, jetzt wird’s Kommentare geben.

Mehr: www.faz.net.

Kommentare

  1. Lagerfeld: “Ich bin kein Protestant.” „Ich gehöre in die Hölle“

    Lagerfeld: Ich bin kein Protestant.
    Playboy: Aber in einem protestantischen Umfeld erzogen.
    Lagerfeld: Ich war ursprünglich katholisch, aber meine Eltern sind aus der Kirche ausgetreten. Ich habe keinerlei religiöse Erziehung gehabt. Ich kenne gut die Geschichte der Religionen. Ich frage mich, ob die Idee von Gott eine gute Idee war.
    Playboy: Ist sie das?
    Lagerfeld: Wenn man sieht, was in der Welt passiert, nicht. Vor allen Dingen zu glauben, die Ungläubigen kämen in die Hölle – das ist grotesk.
    Playboy: Kämen Sie denn in den Himmel oder in die Hölle?
    Lagerfeld: Ich gehöre in die Hölle. Im Himmel ist es sicher langweilig.
    Playboy: Gäbe es jemanden, den Sie gern treffen würden in der Hölle?
    Lagerfeld: Oh, es gibt viele Leute, die ich nicht wiedersehen möchte.
    Playboy: Zum Beispiel?
    Lagerfeld: Nein, da geben wir keine Beispiele. (Focus.de)

  2. Spurgeon hat einmal gesagt: „Jesus Christus, der liebevollste und zärtlichste Prediger, predigte am ernstesten und ergreifendesten über die Hölle“ Für jeden Verkündiger des Wortes Gottes gilt: Wenn er seinem Ruf treu bleibt, das Evangelium von Jesus Christus zu verkündigen, muss er auch darüber predigen, was Jesus Christus über die Hölle lehrte. Niemand in der Bibel hat mehr über die Hölle gesprochen als der Herr Jesus.

  3. Was will Folau? Missionieren? So?
    Oder warnen? So? Hilft er mit dieser Art nicht der Gegenseite?
    Vielleicht ist er ein geistlicher Doppelagent?

    Die Zeitungen schreiben hasserfüllt von Hasstiraden. Weltmenschen wissen, wie sie ihresgleichen gegen Christen hetzen, da sie wissen: Es reicht ein Wort wie „Hasstiraden“, schon glauben Weltmenschen Weltmenschen.

  4. Leider gibt es viel zu viele falsche Propheten. Es ist besonders beschämend, wenn auch Bischöfe dazugehören. Solche Aussagen lassen sich nur recht deuten, wenn man versteht, wie tief die großen Kirchen in Deutschland säkularisiert sind.

    Es würde mich nicht mehr überraschen, wenn Leute wie Göring-Eckhardt dafür plädieren, Freitagsreden von Greta in den biblischen Kanon aufzunehmen.
    https://www.welt.de/politik/deutschland/article191860105/Fridays-for-Future-Berlins-Bischof-Koch-vergleicht-Greta-Thunberg-mit-Jesus.html

    Liebe Grüße, Ron

  5. Clemens Altenberg meint

    Theologisch verstanden ist der Vergleich mit Jesus natürlich absurd. Aber was ist konkret Gretas Sünde, die deinen Zorn erregt? Schule schwänzen? Auch die Jünger Jesu ließen ihre Aufgaben liegen und stehen für eine größere Sache. Zumindest das haben die beiden Bewegungen gemeinsam. Nicht zu vergessen die Warnung vor dem baldigen Ende und der Aufruf zur Umkehr.

  6. Was der Bischof da geschrieben hat, sollte man nicht auf die Goldwaage legen.

    Das Anliegen des Mädchens das sie bezüglich der Umwelt in Gang gebracht hat (oder ihr zugeschrieben wird in Gang gebracht zu haben) ist sicher berechtigt, aber wünscht ihr jemand das, was Jesus kurze Zeit nach seinem Einzug in Jerusalem durchleiden musste? An einem Tag der Jubel allen Volkes und den anderen Tag wird sie durch einen manipulierten Volksentscheid hingerichtet?

    Es sollte bekannt sein, dass sie das nicht könnte und ein solches Opfer auch völlig sinnlos wäre, da sie keine Erlösung wirken kann.

  7. Stephen meint

    @FrankS
    Ich wünsche mir Bischöfe, dessen Worte goldrichtig sind und daher auf die Waage dürfen. Entweder wollte er billig punkten mit Nichtchristen, in welchem Fall Du recht hast, oder er offenbarte wie hohl seine Jesusvorstellung ist. Clemens weist daraufhin, dass der Vergleich absurd ist aus theologischen Gründen. Leider fürchte ich hier eine absurde Theologie. Jesus war aus liberaler Sicht ein großartiger Prophet wie halt Greta es ist aus Sicht ihrer Fangemeinde (ich halte sie für eine engagierte junge Politikerin, wobei dieser Begriff bei mir jemanden bezeichnet, der versucht, das Wohl der poleis, der Stadt, zu fördern, meistens hauptamtlich; ihr Anliegen halte ich für richtig. Ich bin also weder Fan noch Feind.) Die Sache mit dem Tod war aus liberaler Sicht ungewollte Tragödie schöngeredet, und dass Thunberg irgendwannmal krachend scheitern wird ist leider vorprogrammiert. Aus liberaltheologischer Sicht geht der Vergleich voll auf.

    Zurück zum Hauptthema.
    Folau ist jetzt raus, und es kann sein, dass Englandspieler Billy Vunipola ihm folgt. Der Guardian meint, frei kann man sprechen, aber die Strafe dafür muss folgen („Speech may be free but there must be consequences.“ https://www.theguardian.com/sport/2019/apr/13/rfu-must-tackle-billy-vunipola-homophobia ). Alles klar. Nehme ich ein Risiko überhaupt die Sache zu kommentieren?

  8. Helge Beck meint

    Also sehe ich das richtig: Jesus rettet dich vor dem, was er dir antun wird, wenn du nicht glaubst, dass er dich rettet vor dem, was er dir antun wird, wenn du nicht glaubst, dass er dich rettet vor dem, was er dir antun wird, wenn du nicht glaubst, dass er dich rettet vor dem, was er dir antun wird, wenn du nicht glaubst, dass er dich …
    Korrekt, oder?

  9. Nein, nicht korrekt. Jesus tut uns gar nichts an, im Gegenteil. Die Menschheit ist getrennt von Gott. Hätte Jesus nicht getan, was er getan hat, wären alle Menschen verloren und es gäbe keinen Weg zurück zu Gott.

    Wer Erlösung und damit den Weg zurück zu Gott anderswo und bei jemanden anderen sucht, wird sie nicht finden. Davor bewahrt Jesus alle Menschen, die ihm folgen.

  10. Hallo allerseits. Das ist eben peinliche Schmalspurtheologie.
    Wenn Christus vor den Konsequenzen gottlosen Handelns und Lebens warnt und in Gleichnissen und Gerichtsreden vom „ewigen Feuer“, „Gehenna“, „Finsternis“, „dort, wo Heulen und Zähneklappern ist“ redet und davor warnt, ist das kategorisch nicht das gleich wie das, was dieser Sportler da sagt. Das, was der Typ sagt ist wohl eher heuchlerisch, arrogant, lieblos, vielleicht sogar soziopathisch. Er ist auch „nur“ ein Mensch. Er könnte das Evangelium verkünden. Er entscheidet sich für die Pervertierung dessen, weil sein Herz voller Angst und Hass und Verunsicherung ist.

    Zur „Klimahölle“ … wie ignorant kam. man eigentlich sein, wenn man nicht mal die Metapher erkennt und gleich mit theologischen Fehldeutungen reagiert. Das können Sie besser, Ron.

  11. Schandor meint

    @Seb

    Die Metapher versteht man schon, das hat nichts mit Ignoranz zu tun. Es ist eben der begriffliche Vergleich gemeint. Die Menschen erschrecken vor einer möglichen irdischen Hölle, eben der Klimahölle, wesentlich stärker als vor dem, was sie nach dem Tod erwartet.

    Aber was Du davor schreibst, sehe ich ähnlich, wenngleich ich den Sportler nicht als Heuchler sehe. Sondern eher als gedankenlos. Da tut einer, was er gut kann (seinen Sport), um dann zu tun, was er offenbar nicht gut kann (missionieren).

    Mir scheint, er will provozieren. Das ist ihm gelungen.

  12. Markus Jesgarz meint

    Meine Meinung ist:
    Essenziell für den rettenden Glauben ist nach Norman Geisler die biblische Lehre über die Existenz der Hölle.
    1.
    Im Beitrag:
    Dr. Norman Geisler-The Essentials of the Faith
    https://www.youtube.com/watch?v=pjdy-VWXrik&list=RDpjdy-VWXrik&start_radio=1&t=1170
    steht zum Zeitpunkt 19:30 / 52:29 auf der Folie:
    III. Essential to Glorification
    14. Christ´s second coming
    a. Heaven
    b. Hell
    2.
    Im Beitrag:
    SYSTEMATIC THEOLOGY von DR. NORMAN GEISLER
    https://de.scribd.com/document/294478669/Systematic-Theology-In-One-Vol-Norman-L-Geisler-epub#
    steht auf der Seite 4049 von 4905 in der Anzeige:
    Jesus’ Teachings on the Existence of Hell
    Perhaps the strongest of all arguments for hell as a place of punishment for those (angels and humans) who reject God is that the Lord Jesus Christ, second person of the Holy Trinity, repeatedly affirmed its existence. Indeed, He had more to say about hell than He did about heaven.

  13. Rolf Eicken meint

    In die Hölle (ich glaube nicht an sie) kommen auch die Frommen, Gläubigen, Braven, Liebevollen uvm., denn lt. Augustinus wählt Gott diejenigen für den Himmel o. die Hölle, die damit zur Seligkeit ohne Verdienst und zur Verdammnis ohne Schuld ausgesucht werden. Das nennt Augustinus Gottes – Gnade.
    Im Judentum gab es die Hölle zwar auch, aber ohne Fegefeuer, dieses hat A. erst eingeführt.
    Wenn Jesus, als erzkonservativer Jude von der Hölle spricht, meint er keineswegs die christl. Hölle, die kannte er ja gar nicht. Die wurde erst nach seiner Zeit als Feuermeer dargestellt, um die Menschen zu disziplinieren.
    Der Onkel Platons, Kirtias, ein Nachfahre des attischen Königs Kodros, der Anführer der 30 Tyrannen nach dem peloponnesischen Krieg, lobte den Mann der die Religion erfunden hat, weil damit die Menschen zur Unterwürfigkeit gezwungen werden.
    Die Hölle ist für mich so ein Instrument.
    LG
    Rolf

  14. Christian B. meint

    Ergänzung zu dem Thema:
    Al Mohler hat sich gestern im Briefing mit dem Fall „Israel Folau“ beschäftigt.
    Part III – anhören oder lesen. Beides ist möglich:
    https://albertmohler.com/2019/04/17/briefing-4-17-19

  15. Helge Beck meint

    Rugby Spieler, 73 mal Nationalspiele, da sind zerebrale Schädigungen nicht ausgeschlossen.

  16. Stephen meint

    @ Helge
    Das ist schlicht ad hominem. Ich finde es eigentlich gut, wenn kritische Stimmen versuchen, die Blasen Andersdenkenden zu durchbrechen. Ich höre gern eine durchdachte Kritik. Der Hinweis auf eine mögliche Denkunfähigkeit von Folau, gleichwohl sie nicht auszuschließen ist, ist aber kein Argument gegen den Inhalt seiner Aussage, es sei denn, man möchte sagen, alle so Denkende sind ebenso geschädigt. Dieses Argument hat man in der UdSSR und unter den National-Sozialisten zugespitzt in, „Wer anders denkt als wir, ist so geschädigt, er kommt in die Psychiatrie.“ Oder schlimmeres. Gewisslich denken Sie, lieber Helge, nicht so. Also bitte, sachlich sollen Sie argumentieren. Sonst erreichen Sie Ihr Anliegen nicht, wenn Ihr Anliegen darin besteht, zum Umdenken anzuregen, Menschen für Ihr Argument zu gewinnen. Das ist würdig und recht.
    Zu Ihrem früheren Kommentar: wenn jemand sich schuldig macht, sogar straffällig macht, und ich das Richteramt inne habe, bin ich verpflichtet, die Pflichten dieses Amtes zu erfüllen. Ich bin nicht für die Konsequenzen verantwortlich, die ein anderer auf sich ruft; meine Verantwortung besteht in der Erfüllung des Amtes. Gott hat das Richteramt inne über die Welt. Weil er aber mehr ist als bloß Richter, schafft er uns die Möglichkeit der Errettung, indem er die Ämter Priester und König rettend bekleidet. Wenn einer aber Gott die Schuld zuweist dafür, dass er strafend handeln muss, soll sich Anselms Frage stellen, wie schwerwiegend die Sünde ist. Ist die Sünde die schwerwiegende Rebellion der Regenten Gottes gegen seine Herrschaft und der schwerwiegende Verfall Ebenbilder von der Höhe der Ebenbildlichkeit in die Tiefe der moralischen Widrigkeit, sollen wir uns nicht wundern, dass es Tod und Hölle gibt. Was uns wundert, ist, dass der Gott, gegen den wir rebelliert haben, und dessen Ebenbildlichkeit wir nicht wollten, uns trotz allem so sehr liebt, dass er Karfreitag auf sich nahm, um uns zu sich zurückzubringen.

  17. Helge Beck meint

    Stephen
    Wenn ich Richter, Gesetzgeber, ja sogar Schöpfer bin, bin ich für die Konsequenzen meiner Schöpfung verantwortlich.

  18. Stephen meint

    Helge
    Ein Argument, auch kurz gefasst, ist ein Argument. Fünf schnelle Gedanken – es tut mir Leid, keine ausführliche Antwort. Bessere als ich gibt es hier noch.
    1. Die Bibel schildert Menschen als verantwortlich. Wir sind als solche erschaffen, wird behauptet, die eine persönliche Verantwortung haben für das, was wir tun und lassen. Ohne diese Verantwortung wäre die Rede von der Ebenbildlichkeit des Menschen unsinnig. Gott als Verantwortungsträger und der Mensch als Ebenbild bedeutet der Mensch als Verantwortungsträger.
    2. Schlage ich einen Arbeitskollegen, ziehen wir meine Eltern zu Verantwortung? Sie haben mich zur Welt gebracht, haben mir Werte beigebracht, und als ich jung war, auch mich bestraft, wenn ich mich nicht daran gehalten habe. Ich meine nicht, und denke, das sei unumstritten. Die Fälle sind nicht identisch, aber ohne die genauen Ähnlichkeiten und Unterschiede zu erarbeiten, können wir jedes Kurzargument zum Thema nicht zulassen. Daran scheitert jeder Blog und Kommentar, auch der unseres geachteten Gastgebers.
    3. Das Argument, ein anderer sei schuld, haben wir schon ausprobiert: „Die Frau, die Du mir gegeben hast, sie hat es mir gegeben.“ Egal, wie historisch diese Schilderung sei, sie schildert etwas tragisch Menschliches: der Versuch, für die eigene Verfehlung nicht einzustehen. Jedes Argument, das uns aus der Verantwortung herauszieht, scheitert theologisch gesehen an dem Bestand des Textes. Ich vermute, es ziehe solche gesellschaftlichen Konsequenzen mit sich, dass man es auch auf weltlicher Ebene nicht gelten möchte.
    4. In der interpersonellen Dynamik der biblischen Erzählung zieht sich Gott nicht aus seiner Verantwortung, sondern nimmt auf sich ein Rettungsversuch, der ihn alles kostet.
    5. Wenn es um Gott geht, beuge ich mich seiner Meinung, weil es dem Geschöpf gebührt, seine Weisheit nicht über die Gottes zu erheben. Daraus erkennen wir, dass hier wie überall die wichtigste Frage ist diese: „Hat Gott wirklich gesagt … ?“ Und wenn schon, wie und wo und wann. Den Gott der Philosophen gibt es nicht. Wenn es einen gibt, denn wer und wie kann man von ihm erfahren? Die Bibel so hochzuheben, wie in 1, 3 und 4, scheint heute vielleicht altertümlich, aber für mich ist die einzig plausible Alternative der Atheismus meiner Familie, den ich verlassen habe. Gottes Offenbarung in Raum und Zeit, und in keiner Ecke sondern öffentlich, in Jesus Christus, geschah, und stand und steht uns Menschen gegenüber, oder wir dürfen ruhig alles, müssen sogar alles, anzweifeln und in atheistischer Skepsis leben. Ich bin eine Woche ohne Internet, also schnelle Antworten fallen jetzt aus.

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