Kirchen verlieren weiter Mitglieder

Im vergangenen Jahr haben wieder hunderttausende Menschen der Kirche den Rücken gekehrt. Eine Studie der evangelischen Landeskirchen Württemberg und Westfalen gibt Aufschluss darüber, warum sie gehen. Die FAZ schreibt: 

Der wichtigste Grund für den Mitgliederverlust der großen Kirchen ist die Kirchensteuer. Andere Faktoren wie schlechte Erfahrungen mit Geistlichen oder Ärger über politische Einlassungen der Kirchen spielen hingegen kaum eine Rolle. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Untersuchung der beiden evangelischen Landeskirchen Württemberg und Westfalen, die der F.A.Z. vorliegt.

Ich wage mal, zu sagen, dass die Steuern Anlass für die Austritte sind, nicht wirklich Gründe. Wem die Kirche wichtig ist, der zahlt gern Steuern. Aber ich vermute, dass sich die Mitglieder von der Kirche entfremden und sich die Kirchen vom Evangelium entfremdet haben. Ich selbst gehöre zu denen, die nicht wegen der Steuern ausgetreten sind. Ich habe mich wegen der bibelkritischen und evangeliumsfreien Lehre aus der Ev. Kirche verabschiedet. 

Mehr: www.faz.net.

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FrankS

Nein, die Kirchensteuer ist kein Grund um aus der Kirche auszutreten. Dafür sind die Beträge im Vergleich auch viel zu gering. Die Steuer zu sparen ist allerdings der letzte formale Akt, um sein Desinteresse oder seine Kritik an dem zu bekunden, wie sich Kirche heute weitgehend selbst versteht.

Denn der Glaube kommt aus der Predigt, die Predigt aus dem Wort Gottes und das Wort Gottes wurde bereits seit Jahrzehnten von den Kirchen selbst grundlegend angezweifelt. Mit den historisch-kritischen Methoden erntet man, was man sät.

Stephan

Wozu Kirchensteuer zahlen für eine Institution, der man fern steht? Ich denke, dass ist der wesentliche Punkt. Eine Kirche, die nicht missioniert, in der die Altvorderen sich in Politik und Symbolik üben und ihr Kreuz bei erstbester Gelegenheit ablegen, die lieber in Rettungsboote als ins Seelenheil investiert, führt zur inneren Emigration. Da wird „Haltung“ gezeigt, aber keine Haltung für das, was man doch leiten soll. Hauptsache niemandem auf die Füsse treten. Kirchentage werben für Toleranz gegenüber Sünde.

Bin ich Mitglied in eine Sportverein und trainiere nicht mehr, dann trete ich aus und zahle nicht mehr. Bin ich Mitglied einer Gemeinschaft, mit der mich nichts mehr verbindet, dann trete ich ebenfalls aus.

Irmi

„Wem die Kirche wichtig ist, der zahlt gern Steuern.“
Das kann ich so nicht unterschreiben. Wenn ich sehe, wofür meine Kirchensteuer verwendet wird, kann ich jeden verstehen, der sein sauerverdienstes Geld durch den Austritt in Sicherheit bringen will.

Matze

Die Kritik an dem Satz „Wem die Kirche wichtig ist zahlt gerne Steuern “ kann ich nur unterschreiben. Im Kern geht es zuerst um eine Beziehung zu Jesus. Das ist die Basis. Erst dann kommt in welcher Organisation ich mich einbringe. Wenn mir aber die Kirche wichtig ist, weil sie sich z.b. sozial engagiert zahle ich auch gerne Steuern, aber die Grundlage stimmt nicht was dann? Das Argument @ Ron ist so nicht stimmig

FrankS

https://theoblog.de/kirchen-verlieren-weiter-mitglieder/36959/#comment-88474

Das habe ich schon so verstanden wie Du es gemeint hast. In meiner (EKD) Ortsgemeinde gebe ich gerne und zahle auch Kirchensteuer. Zum Glück bin ich nicht auf die Steuer beschränkt, um die Menschen vor Ort zu unterstützen. Die Steuer ist in meinem Fall auch nicht sonderlich hoch.

PeterG

@Irmi
„Wenn ich sehe, wofür meine Kirchensteuer verwendet wird …“
Das könnte man auch auf den Staat übertragen. Legen Sie deswegen Ihre Staatsbürgerschaft nieder? Oder sind Sie wirklich mit allen Steuern und deren Verwendung einverstanden?