Lutherische Kirche Lettlands verlässt GEKE

Die Evangelisch-Lutherische Kirche Lettlands tritt aus der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) aus und will sich dem theologisch konservativen Internationalen Lutherischen Rat (ILC) anschließen. Die Nachrichtenagentur Idea meldet: 

Die Evangelisch-Lutherische Kirche Lettlands tritt aus der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) aus und will sich dem theologisch konservativen Internationalen Lutherischen Rat (ILC) anschließen. Das hat die Synode der rund 700.000 Mitglieder zählenden Kirche in Roja im Nordwesten des baltischen Landes auf einer Freilufttagung beschlossen.

Für den Austritt aus der GEKE (früher: Leuenberger Kirchengemeinschaft) stimmten am 6. August 198 Synodale. Zehn votierten dagegen und elf enthielten sich. Für eine Mitgliedschaft im ILC gab es 210 Stimmen bei einer Gegenstimme und acht Enthaltungen.

Der Leiter der Abteilung für internationale Angelegenheiten der lutherischen Kirche Lettlands, Pfarrer Andris Kraulins (Riga), erklärte dazu auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA: „Die Frage der Frauenordination war der Auslöser unseres Auszugs aus der GEKE.“

Zum Hintergrund: Die lutherische Kirche Lettlands hatte die Frauenordination 2016 offiziell abgeschafft. Erzbischof Janis Vanags (Riga) hatte bereits seit seiner Einsetzung 1993 keine Frauen mehr ordiniert. Nach seiner Ansicht entspricht die Praxis, ausschließlich Männer als Pastoren einzusetzen, den biblischen Grundlagen und der apostolischen Tradition.

Mehr: www.idea.de.

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