A. Kuyper: Kirche und Gesellschaft

Abraham Kuyper schreibt über das Verhältnis von Kirche und Gesellschaft:

Kirche und bürgerliche Gesellschaft sind zweierlei. Es wäre Selbstzerstörung der Kirche, wollte sie das Wohl der Gesellschaft ihr einziges Ziel nennen. Aber ebenso wenig darf die Kirche sich [so] stellen, als ginge die Gesellschaft sie nichts an. Vielmehr ist sie es, die Licht in ihre Dunkelheit, Leben in ihren Tod, Kraft in ihre Ermattung bringen muss. Nur die Kirche kann überall die heilige Freiheit verkünden, angesichts des Sklavenjobs, das die Gesellschaft quält.

Die Fratze der Antidiskriminierung

Was wird heute nicht alles im Namen der Antidiskriminierung beschlossen. Das UN-Komitte für Kinderrechte spricht Jugendlichen das Recht auf die Tötung ungeborener Kinder zu (und will die Kirche „zwingen“, ihre Morallehre zu ändern). Das Brüsseler Parlament stimmt nun darüber ab, ob unheilbar kranken Kindern die Tötung auf Verlangen zusteht. Den kleinen Kindern den Tod vorzuenthalten, so argumentiert Jean-Jacques de Gucht, ein junger Abgeordneter der flämischen Liberalen, sei ein Akt der Diskriminierung.

16 belgische Kinderärzte haben die Diskussion mit einem offenen Brief maßgeblich beeinflusst. Unheilbar kranke Kinder, schreiben sie, seien „manchmal besser in der Lage, über das Leben nachzudenken und sich zu äußern als gesunde Erwachsene“. Das „Kalenderalter“ sei deswegen kein geeignetes Kriterium, Kindern zu versagen, was Erwachsene in Belgien dürfen.

Und was auch bei Kindern schon „ausnahmsweise“ geschehe, „auch wenn wir dazu heute den Rahmen des Gesetzes verlassen“, schreiben die 16 Ärzte, Professoren, Chefärzte, Krebsforscher. Ein Skandal blieb aus, die Befürworter fühlten sich gestärkt.

Der sozialistische Senator Philippe Mahoux, einer der Väter des allgemeinen Sterbehilfegesetzes von 2002, sieht das Parlament nun in der moralischen Pflicht: Unheilbar kranke Kinder hätten nicht so viel Zeit wie Abgeordnete, darum müsse das Gesetz nun rasch verabschiedet werden.

Jean-Jacques de Gucht, ein junger Abgeordneter der flämischen Liberalen, hat das neue Gesetz mit eingebracht. Er hält die heutige Rechtslage für „Diskriminierung“ von Minderjährigen, denn Leiden kenne keine Altersgrenze.

Hier der Artikel von Florian Eder: www.welt.de.

William S. Burroughs

William S. Burroughs hat so intensiv wie nur wenige unsere postmoderne Lebenskultur geprägt. Heute wäre er 100 Jahre alt geworden. Jan Wiele hat für die FAZ einen aus diesem Anlass erschienenen Briefband besprochenARTE hatte am 29. Januar die deutschsprachig untertitelte Dokumentation William S. Burroughs: A Man Within ausgestrahlt. Noch ist der Film im Medienarchiv zu sehen: www.arte.tv.

Ich sah den Film 2012 und habe durch ihn ein besseres Verständnis für die Irrationalität des Postmodernismus bekommen. Wer wissen will, ob es sich lohnt, sollte den Trailer mustern.

Hier der Trailer:

Kritik des Familienpapiers der EKD

978 3 86269 079 4Das bisher umfangreichste Gutachten der Orientierungshilfe zur Familie der EKD ist erschienen als:

  • Thomas Schirrmacher u. Titus Vogt: „Ein neues normatives Familienmodell“ als „normative Orientierung“ – Eine soziologische und theologische Kritik des Familienpapiers der EKD, Bonn: VKW, 2013, 160 S.

 

Im Vorwort heißt es:

Das vorliegende Gutachten erging am 9.9.2013 als Entwurf an den Rat der EKD für seine Sitzung zum Thema, sowie an den Vorstand der EKD-Synode und einige Kirchenleitungen und Fachleute zur kritischen Rückmeldung. Da das Gutachten auch auf parteipolitische Positionierungen eingeht, sollte seine Veröffentlichung bewusst auf die Zeit nach der Bundestagswahl verlegt werden. Aufgrund von Ankündigungen von Korrekturen wurden sodann eine Fachtagung und die EKD-Synode abgewartet. Inzwischen hat die EKD die Vorträge der Fachtagung und die meisten der Stellungnahmen und Zeitungsberichte in einem Sammelband veröffentlicht. Da erhebliche Teile der Argumentation dieses Gutachtens dort jedoch nicht erscheinen und nachdem sich die EKD-Synode am 13.11.2013 die Forderungen der Orientierungshilfe zu eigen gemacht hat und nachdem der Ratsvorsitzende der EKD in einem Weihnachtsinterview mit den Ruhr Nachrichten auch nach der breiten Diskussion noch einmal alle Forderungen der Orientierungshilfe bekräftigt hat, entschlossen wir uns, das Gutachten nach Durchsicht von Fachleuten trotz der zeitlichen Distanz zu aktualisieren und zu veröffentlichen.

Hier das Inhaltsverzeichnis: EKDFamilie2013.pdf.

Das Buch kann hier bestellt werden: www.genialebuecher.de.

Super Bowl war langweilig, aber …

Der Super Bowl war in diesem Jahr nicht sonderlich spannend. Die Seattle Seahawks haben sich mit 43:8 gegen die Denver Broncos durchgesetzt. Dass sie gewinnen, war früh absehbar.

Hier ein Interview mit einigen Spielern der Seattle Seahawks. Das Gespräch wurde einige Tage vor dem Spiel aufgenommen. Die Botschaft: Jesus ist wichtiger als Football. Beeindruckend ist auch das Zeugnis des jungen aber intelligent spielenden Quarterback Russell Wilson.

VD: HD

A. Kuyper: Wie Gott es will

Abraham Kuyper:

Alle Arbeit im Reich Gottes muss getan werden, nicht weil die Arbeiter das so richtig finden, sondern weil Gottes Wort es ihnen befiehlt, und die Arbeit muss geschehen, auf die Weise, die der HERR in seinem Wort vorschreibt, nicht wie wir es für am nützlichsten halten.

Predigtschule

Zu den Hauptaufgaben eines Pastors oder Predigers gehört die Verkündigung des Wortes Gottes. Die Predigtschule am MBS-Studienzentrum München soll Verkündigern dabei helfen, die Schrift treu und wirksam weiterzugeben. Nächste Woche gehts los. Noch werden Anmeldungen angenommen (siehe Flyer: flyer_clark_3a2.pdf).

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A. Kuyper: Der falsche König

Abraham Kuyper schreibt über die Anbetung des falschen Königs:

Auch der moderne Mensch kennt einen König in Menschengestalt, wie ihn die Christenheit anbetet in ihrem Christus, aber an Stelle des Jerusalem, das droben ist, hat er ein Babylon auf Erden, statt eines durch den allmächtigen Gott Gekrönten die Selbstkrönung, statt der Macht des Heiligen Geistes die sich alles unterwerfende Macht von Silber und Gold. Der Gegensatz gegen Christi Königsherrschaft wird absolut. Dieser Prozess ist nichts Willkürliches, sondern verläuft nach innerer Notwendigkeit. Der Mensch will und muss einen König haben, und nachdem einmal das Auge sich schloss gegen die Herrlichkeit des Königtums Jesu, kann gemäß dem Wesen der Sünde und der Anlage unserer menschlichen Natur keine andere Folge eintreten, als dass der Mensch sich selbst mit Hilfe von lauter weltlichen Faktoren zum König über unser ganzes menschliches Leben ausruft.

Vom Umgang mit Zweifeln

Dealingwithdoubt coverGary Habermas schreibt zur Entstehung seines Buches über den Umgang mit dem Zweifel:

The opportunity to write this manuscript came chiefly as the result of two extended speaking engagements. The bulk of the material was written to complement the Spring Lectureship which I presented at Western (Conservative Baptist) Seminary in Portland, Oregon. Those lectures, entitled „Christian Doubt: Toward Resolving a Painful Problem,“ comprised most of Sections I and II of this volume.

The remainder of the manuscript (Section III, in particular) was completed during a lectureship in an adjunct study program at Wycliffe Hall, Oxford, England. One of the lectures there was similarly devoted to the subject of doubt.

I benefited personally from my interaction with those from both groups during this lecturing and writing. The week at Western Seminary, at the invitation of Professor Gerry Breshears, provided an excellent time of interaction, including meetings with administration, faculty and students. The three weeks at Oxford provided an intensely personal setting for the integration of living and learning. The interaction with the students was especially gratifying. I would like to deeply and sincerely thank all those who made possible both lectureships, and the writing of this manuscript.

Incidentally, if it is possible to judge from the responses of those involved in these and other discussions on this topic, the issue of doubt and its resolution is one with which many Christians struggle. It is my hope that this volume will be especially helpful for those who are either working through such uncertainty themselves or who are assisting others in such a process.

Das Buch Dealing with Doubt des Philosophen Gary Habermas gibt es hier gratis: www.garyhabermas.com.

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