Stoppt die „Influencer“ in der Kirche

Angesichts der Tatsache, dass sich junge „Influencer“ wie Joshua Harris oder Marty Sampson vom christlichen Glauben distanzieren, hat der Musiker John Cooper mit einem erfrischenden Post reagiert.

Ein Auszug:

Meine Schlussfolgerung für die Kirche (alle Christen) lautet: Wir müssen aufhören, Lobpreisleiter, Meinungsbildner, „Influencer“, „coole“ oder „relevante“ Menschen zu den einflussreichsten Persönlichkeiten in der Christenheit zu machen. (Und ja, das schließt Leute wie mich ein!) Ich sage seit 20 Jahren (und es erschien einigen meiner Altersgenossen wahrscheinlich recht verurteilend), dass wir uns an einem gefährlichen Ort befinden, wenn die Kirche auf 20-jährige Anbetungssänger als unsere Quelle der Wahrheit schaut.

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest

Die Daten werden gemäß der Datenschutzhinweise gespeichert.

zu Datenschutz

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

4 Comments
Inline Feedbacks
View all comments
Konrad Kugler
Konrad Kugler
9 Monate zuvor

Volltreffer!
Vor einiger Zeit ist mir bewußt geworden, daß in diesen Liedern alles blaß bleibt.
Mit welcher Begeistung haben wir vor über 60 Jahren gesungen:
Gott Vater schau auf deine Kinder,
die um dich her versammelt sind.
Gott Sohn erbarme dich der Sünder,
Gott Heilger Geist, lösch aus die Schuld.
Damals wußten die Gläubigen noch über ihren Glauben Bescheid.

Christof Kälin
9 Monate zuvor

Bei unseren „offiziellen“ Kirchen herrscht zum grossen Teil (nicht überall!) ein schier unerträglicher Elitarismus vor. Als interessierter Gläubiger bekommt man Antworten wie „Ich habe ja nicht umsonst 6 Jahre studiert!“ (Autoritätsargument) „Das ist zu kompliziert für Laien.“ (Ausweichargument Nr. 1) „Im Griechischen Urtext ist dies damit gemeint“ (Ausweichargument Nr 2, natürlich jeweils ohne Belege oder Hinweise, ob Mit Urtext der NA oder MT gemeint sei) usw. Für mich ein Grund, das Laienpriestertum sehr hoch einzuschätzen. Das schützt nämlich auch davor, dass „der Pfarrer/Pastor“ als Einzelfigur zu viel Einfluss hat. Wenn der dann nämlich komische Ansichten entwickelt – und so etwas… Weiterlesen »

Johannes
Johannes
9 Monate zuvor

Ich finde das einen sehr wichtigen Punkt, über den leider viel zu selten diskutiert wird. Schon vor dem Zeitalter der Web-Influencer haben sich gerade evangelikale christliche Medien wie Idea regelmäßig sofort auf jeden Promi gestürzt, der sich aus irgendeinem Anlass als Christ geoutet hat. Nicht selten dauerte es dann nicht lange, bis diese Personen als Redner bei evangelikalen Großveranstaltungen eine Bühne bekamen. Von manchen dieser Promis musste man sich hinterher dann wieder mühevoll distanzieren bzw. sie wurden diskret fallen gelassen, weil sie anderswo nicht gerade vorbildlich aufgefallen sind. Eine längere Bewährung im Glauben, bevor man jemandem die ganz große christliche… Weiterlesen »

WoNe
WoNe
9 Monate zuvor

Hinsichtlich der beiden Personen Joshua Harris oder Marty Sampson spielen sicherlich auch Aspekte wie Ruhm und Erfolg eine gewichtige Rolle. Sofern ich es aus der Distanz richtig einschätze, so lebten beide nicht nur ökonömisch ganz gut von ihrer Tätigkeit in der Kirche, sondern sie erhielten das, was sich erfolgshungrige und aufmersamkeitsheischende Personen im allgemeinen wünschen: Prestige, Status und ein ihnen ergebenes Tätigkeitsumfeld. Dies läßt sehr schnell vergessen, wer (oder was) Gemeinde ist, wer ihr Haupt ist und worum es eigentlich geht. Zu leicht wird das Uneigentliche zum Eigentlichen, während das Eigentliche an den Rand gedrängt wird oder gar ganz aus… Weiterlesen »