Widerstand ist angesagt!

Ulrich Parzany hat für das Netzwerk Bibel und Bekenntnis den Beschluss zur „Ehe für alle“ kommentiert:

Unser größtes Problem sind nicht die feindseligen Angriffe aus der Mehrheitsgesellschaft, sondern die Verleugnung und Verdrehung der biblischen Wahrheit in Kirchen und Gemeinden. In fast allen evangelischen Kirchen in Deutschland sind die Kirchenleitungen zu Befürwortern und Unterstützern der gleichgeschlechtlichen Partnerschaften geworden.  Die aktuelle Erklärung des Rates der EKD beweist erneut die Rücksichtslosigkeit, mit der Kirchenleitungen ihre Positionen durchsetzen wollen. Gott sei Dank akzeptieren wir in den evangelischen Kirchen kein Lehramt der Kirchenleitungen. Widerstand ist angesagt. Gemeinden, einzelne Christen und Pastoren, die dem biblischen Wort Gottes folgen, können von den Kirchenleitungen keine Unterstützung erwarten. Im Gegenteil, sie werden unter Druck gesetzt, bestenfalls als aussterbende Minderheit vorübergehend geduldet.

Die aktuelle Gesetzgebung wird den Anpassungsdruck auf die Gemeinden weiter erhöhen. Die Bereitschaft zum gemeinsamen Widerstand ist in unserem Land nicht stark ausgeprägt und gegenwärtig nur hier und da erkennbar.

Wir sollten nicht vergessen, dass die „eine heilige christliche Kirche“, der Leib des Jesus Christus, in aller Welt lebt. Außer in Westeuropa wächst die christliche Kirche weltweit – oft gerade dort, wo sie Not, Druck und Verfolgung ausgesetzt ist. In Asien und Afrika sind die Kirchen daran gewöhnt, dem Wort Gottes treu zu sein, auch wenn sie dafür einen hohen Preis zahlen müssen.

Vor kurzem begegnete ich dem lutherischen Bischof Jacob Mameo, dem Leiter der Diözese Morogoro in Tansania. Er gehört zu den Mitverfassern der Dodoma-Erklärung von 2010. Darin lehnen die lutherischen Bischöfe von Tansania alle Versuche der personellen und finanziellen Einflussnahme durch europäische Kirchen zur Durchsetzung ihrer bibelkritischen Theologie und Ethik in Afrika ab. Er reiste zwei Wochen durch Deutschland und stärkte das Vertrauen zum Wort Gottes in den Gemeinden. Das brauchen wir dringend nötig.

Amen.

Mehr: www.bibelundbekenntnis.de.

Kommentare

  1. Theophil Isegrim meint:

    Ich finde es sehr gut von Parzany, das er das so klar bennent udn in den Widerstand zur EKD tritt. Das ist längst überfällig. Die müssen jetzt mal richtig Feuer bekommen.

    Auch die Kanzelerklärung fand ich sehr gut.

    „… Die Paarung zwischen Mann und Mann und Frau und Frau widerspricht dem Willen Gottes. Sie führt zum Ausschluss aus dem Reich Gottes, erklärt der Apostel Paulus (1.Korinther 6,9f). Deshalb ist das neue Eheverständnis für unseren Glauben, unser Lehren und Handeln als christliche Gemeinde ungültig und nicht maßgebend.“

    Genau das habe ich mir gedacht, als das Gesetz beschlossen wurde. Ich werde es nicht akzeptieren. Ich kann mich doch nicht von einem Gesetz in den Ungehorsam zu Gott drängen lassen. Es ist ja nun auch nicht das erste Mal, daß sich staatliche Gesetze gegen Christen richten. Ich bin in der DDR geboren von daher kenne ich das schon.

    Wenn unsere Regierung uns unbedingt in die Gesetzesuntreue zwingen will, dann sollen sie es tun.

  2. Jutta meint:

    @Theophil Isegrim: das werden sie. Sie werden das Grundgesetz ändern und die biblische Grundlage der 10 Gebote, auf denen ja unsere Gesetze basieren – und noch gibt es ja den Gottes Bezug – ändern. Es wird politisch unkorrekt sein, fürderhin vom christlichen Gott zu sprechen.
    Der Papst wird in seiner Umarmung die Evangelen ersticken und ebenfalls die Muslime – respektive durchsetzen, dass Christen und Allah denselben Gott anbeten.
    Somit wird die Eineweltreligion etabliert … die zugleich politische Ideologie ist, wie im Islam.

  3. Jutta meint:

    Christen und Muslime .. meinte ich natürlich.

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