Worthaus: Uni-Theologie für das Volk

Der Deutschlandfunk berichtet wohlwollend über die Angebote von Worthaus. Es ist Zeit für eine umfassende kritische Analyse.

Hier der Beitrag:

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Charly
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Der Reporter war offensichtlich ein Fan und nicht fähig oder willens für eine neutrale und kritische Betrachtung. Von daher: ein weiterer irrelevanter Radiobeitrag 🙁

FrankS
Gast
FrankS

Das Projekt „Worthaus“ betrübt mich, aber der Blog-Titel beschreibt es recht gut. „Uni-Theologie für das Volk“ schließt halt gerade auch die historisch-kritischen Methoden ein. Was in den Kirchen bereits einen „fortlaufenden“ Erfolg hatte (den Kirchen laufen die Leute weg), wird auch auf diesem Medium nichts reparieren können.

Theophil Isegrim
Gast
Theophil Isegrim

Kritische Einwände zu Homosexualität ist natürlich angstgetrieben. Den Vorwurf hört man wirklich zum ersten Mal. Also, jeder der beim Stichwort Homosexualität nicht applaudiert, möge sich doch bitte in Behandlung geben, bis er endlich therapiert ist.

Ich wußte gar nicht, daß Herr Zimmer auch ein Psychologe ist und Angstörungen aus der Ferne diagnostizieren kann. Wirklich bemerkenswert. Und ich freue mich auch, daß Zimmer ein so reifer Christ ist, der der Liebe voll ist und keinerlei Vorurteile mehr hat. Ein echtes Vorbild im Glauben! Das macht mir wirklich Mut. Vielleicht werde ich einmal so ein toller Mensch, wie Herr Zimmer.

Matze
Gast
Matze

Zwei Anmerkungen zu den Worten Zimmers:
– Dass die Hälfte der Evangelikalen Worthaus gut findet ist ein altes falsches Argument in neuem Schlauch, denn: Quantität kann nie das Zeichen für das Rechthaben sein
– Der andere Punkt ist genauso alt und nicht richtig, nämlich dass Wissen und Glauben überall zusammenkommen kann (z.B. bei Worthaus), aber auf jeden Fall nie bei den konservativen Evangelikalen. Beispiele dafür wird selbst Herr Zimmer genügend kennen

David
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David

„[…] Wir alle müssen Kirche und Glaube heute neu erfinden […]. Nein. Keiner von uns muss den Glauben neu erfinden und wir alle sollten ihn auch tunlichst nicht neu erfinden. Zudem müssen wir uns alle an eine Ekklesiologie halten, die nix neues erfindet und auf den gründet, der die Gemeinde begründet hat und seit 2000 Jahren baut. – Ich bin kein Theologe, aber mir ist aufgefallen, dass das theologische (und auch das intellektuelle) Niveau bei Worthaus z.T. zu wünschen übrig lässt. Leider „musste“ ich mir einen Vortrag von Herrn Z. mal anhören, nachdem ein frommer Freund ganz begeistert davon war,… Weiterlesen »

Theophil Isegrim
Gast
Theophil Isegrim

@ David: Sehe ich auch so. Wir müssen uns Gedanken, wie wir den Menschen unserer Zeit am besten Jesus Christus vermitteln. Quasi eine Übersetzung der Botschaft neu erfinden. Aber ansonsten erfinden wir gar nichts. Und auch bei der Verkündigung sind wir nur eingeschränkt gefragt. Daß ein Mensch erkennt, wer Christus ist, ist Sache des Geistes. Wir können da nur Türöffner sein. Die Beispiele, die Du da erwähnst, sind mir nicht fremd. Einige Christen im evangelikalen Bereich sind so etwas von unkritisch. Ach, heißt es oft, laßt uns doch alle nur liebhaben und den anderen sein Freiraum. Warum denn immer alles… Weiterlesen »

Matze
Gast
Matze

@ David und @Theophil Isegrim
vielen Dank für Eure Beiträge, die deshalb ermutigen, weil es (noch ) Leute gibt die sich zur Schrift halten und aus der Erlösung heraus leben
Nur soviel noch ergänzt: Dass das Evangelium (nach der Schrift) als Torheit wahrgenommen wird hat sich weit in den sog. evangelikalen Bereich hinein ausgeweitet…

Susanne
Gast
Susanne

Ich schließe mich Matze an: Vielen Dank für die Beiträge! Das hat mich sehr ermutigt, dass es noch welche gibt, die Gott und Sein Wort noch ernst nehmen. Ich hatte mir gestern zwei Vorträge von Worthaus angehört (zum Thema Dreieinigkeit und zum Opfertod Jesu) und ich konnte beide nicht zu Ende anhören, weil es mir regelrecht schlecht wurde…. ‚Wir brauchen keinen blutrünstigen Gott, der seinen Sohn über die Klinge springen lässt.‘ Und das traurige ist, dass sich die größte evangelikale Gemeinde in unserer Region sich komplett der ‚Lehre‘ von Worthaus angeschlossen hat und mittlerweile auch den Opfertod Jesu und die… Weiterlesen »

This is Drew
Gast
This is Drew

Ich glaube, dass die Entwicklungen auch (vielleicht sogar vor allem) dem geschuldet ist, dass man in unseren konservativen Kreisen, es nicht schafft, Formen und Sprache zu finden, die biblische Wahrheiten relevant für jüngere Generationen vermittelt. Das gelingt anderen Kreisen leider wesentlich besser. Vielmehr schafft man ein Klima, wo über Zweifel, kritische Anfragen oder schwierige Themen leider zu oft drübergebügelt wird. Da ist doch klar, dass sich junge Menschen nicht ernst genommen fühlen und Antworten eben woanders suchen (Worthaus, Hossa Talk etc.). Dazu passt auch, dass Theologen, die wirklich was zu sagen haben, leider oft nicht bereit sind, „dem Volk auf‘s… Weiterlesen »

Matze
Gast
Matze

@ Susanne: was mir in den Sinn kam als ich Deinen Beitrag laß: Gott versorgt seine Kinder auch geistlich. Wir sind gerade auf Gemeindesuche und es ist bei uns in der Ecke echt nicht einfach aber ich merke wie Gott uns täglich geistlich versorgt ähnlich wie das Volk in der Wüste mit Manna, jeden Tag neu und auf den unterschiedlichsten Wegen !! @ This is the Drew: Dass mit Kritik und Fragen in vielen Gemeinden unangemessen umgegangen wird kann ich voll bestätigen und auch bei den Konservativen gibt es sehr große Unterschiede. Auf einer anderen Seite beobachte ich aber auch… Weiterlesen »

Theophil Isegrim
Gast
Theophil Isegrim

@ This is Drew:

Kannst Du das noch etwas konkretisieren, was Evangelium21 fehlt? Ich finde die Beiträge richtig gut.

Theophil Isegrim
Gast
Theophil Isegrim

@ Ron: Wenn ich Deine Liste noch ergänzen darf. Uns fehlt auch die Liebe. Die Wahrheit ist vorhanden, aber bisweilen zu stark ausgeprägt. Da fehlt noch eine gute Portion Liebe. Aber Liebe zu leben ist mit das Schwerste. Die anderen jedoch sind da auch nicht besser. Ich habe Herrn Zimmer ein paar Mal persönlich erlebt. Beispielsweise als es einige wagten nach seinem Vortrag kritische Fragen zu stellen. Ich erinnere mich noch gut an Ann-Helena Schlüter, die da ihren kindlichen Glauben verletzt sah und sich dem Luft machte. Da war der Herr Zimmer aber ganz schön zornig. Ein Jahr später war… Weiterlesen »

Matze
Gast
Matze

Lieber Ron, die Aufstellung ist gut und notwendig ist aber erst der zweite Schritt. Der erste ist, dass ich eine Gemeinde habe oder finde, die bereit ist das umzusetzen. Wenn ich mit dieser Liste in meine alte Gemeinde kommen würde, wäre die Antwort eine volle Ablehnung, weil auf modern umgestellt wurde. Ich weiss, dass viele Christen aus ihren Gemeinden gegangen oder gegangen worden sind. Es gibt aus dem Grund viele Christen die heimatlos sind und die Gott auf seine Weise versorgt wie oben beschrieben. Aber eine Gemeinde die das wenigstens tun will wie Du beschreibst wünsche ich mir trotzdem, nur… Weiterlesen »

Markus
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Markus

Vielen Dank für die hochinteressanten Kommentare, die mir zuallermeist tief aus dem Herzen sprechen. Ich stimme zu, dass im Zentrum dieser unseligen Entwicklungen die Frage nach dem Schriftverständnis steht. Was mich erschreckt ist, wie wenig dieses Thema unter uns Evangelikalen thematisiert wird. Worthaus ist ja nun kein neues Phänomen sondern läuft seit Jahren. Trotzdem finde ich bis heute kaum Stellungnahmen, die fundiert das evangelikale bzw. biblische Schriftverständnis erklären, gegen die Anfragen/Kritik verteidigen und zugleich deutlich machen, warum dieses Thema so fundamental wichtig und keinesfalls beliebig ist. Glauben wir Evangelikalen denn immer noch, dass wir gegen die universitäre Theologie und ihr… Weiterlesen »

Matze
Gast
Matze

@Ron: danke

Theophil Isegrim
Gast
Theophil Isegrim

@ Markus: Ich habe schon zwei Tagungen der AfeT besucht. Dort finden sich auch mehrere Strömungen und ich fand auch nicht alles gut, was ich dort hörte. Da gibt es sicherlich auch Vertreter, die gar nichts gegen Zimmer haben, schätze ich mal. Da ist in der Tat Armin Baum der Einzige, der da Kritik anbringt. Ich könnte mir auch vorstellen, daß für so manch anderen S. Zimmer einfach zu „klein“ ist, um sich mit ihm zu beschäftigen.

Markus
Gast
Markus

@Ron: Danke für den Hinweis. Das ist übrigens insgesamt ein super Vortrag.
@ Theophil: Armin Baum ist der Einzige? Hm… Ich kann mir kaum vorstellen, dass jemand S. Zimmer für zu „klein“ hält. Inzwischen sollten doch eigentlich alle mitbekommen haben, wie enorm der Einfluss von Zimmer und Worthaus ist.

trackback

[…] lohnt sich, die Kommentare eines kurzen Posts zu Worthaus zu […]

Mathias
Gast
Mathias

Also erst mal zur Beitragsform: Das ist ein sogenannter gebauter Beitrag, in der der Journalist die O-Töne moderiert. Das ist kein Kommentar, deswegen eher neutral. Der Zuhörer soll sich selbst eine Meinung bilden. Dieses leidenschaftliche Engagement für Bildung und Weiterdenken. Das schätze ich an Worthaus und anderen Formaten. Und sonst bin ich einer Meinung mit Torsten Dietz: nicht liberal, nicht konservativ aber weiterglauben. Vielleicht sollten einige, bevor sie direkt loswettern ggen Irrlehren erst mal leise in sich gehn und Selbstkritik üben. Die Kritik an Zimmer wird mir hier teilweise auch zu persönlich. Liebe deinen nächsten wie dich selbst, ist doch… Weiterlesen »

Theophil Isegrim
Gast
Theophil Isegrim

@ Mathias: „Vielleicht sollten einige, bevor sie direkt loswettern ggen Irrlehren erst mal leise in sich gehn und Selbstkritik üben.“ Das ist nun erstmal ein Appell von Dir. Mir fehlt aber die Begründung. Warum sollten das einige von uns tun? Mal anders gefragt. Warum kritisieren wir die Theologie von Herrn Zimmer? Weißt Du das? Weißt Du beispielsweise wieviele Vorträge ich schon von ihm gehört habe? Im Internet und auch live. Und wie ich oben schon schrieb, gerade live ist Herr Zimmer derjenige, der sehr lieblos ist. Ich habe nämlich noch nicht einen einzigen Beitrag gehört, wo er sich nicht über… Weiterlesen »

Theophil Isegrim
Gast
Theophil Isegrim

@ Markus: Ich habe bislang nichts mitbekommen, daß er Thema war. Und ob sein Einfluß wirklich so groß ist. Das ist schwer zu beurteilen. Ich denke, so groß ist der Einfluß nicht.

Daß die Evangelikale Bewegung so lau geworden ist, das war sie schon bevor Zimmer am Horizont auftauchte. Das ist sicherlich schon über zwanzig Jahre her, da hatte ich einige „Alte“ von der Kanzel gehört, die sich über mangelndes Bibelwissen der Gläubigen beklagte.

Ich meine, Peter Strauch hat so etwas auch von sich gegeben als er sein Amt als Präses abgegeben hat.

Matze
Gast
Matze

@Theophil Isegrim
Ich kann Dir nur beipflichten mit Deiner Aussage: „Daß die Evangelikale Bewegung so lau geworden ist, das war sie schon bevor Zimmer am Horizont auftauchte“
Diese Entwicklung hat viele Facetten und wenn Zimmer und Worthaus die einzigen wären, die einen fest an der Schrift orientierten Glauben angreifen würden, wäre lang nicht dieser Einfluss da. Beispiele brauche ich hier bestimmt keine zu bringen :-). Alle diese anderen Entwicklungen bilden den Resonanzboden auf dem Worthaus soviel Widerhall findet, wobei Worthaus dann diese anderen Entwicklungen auch wieder befruchtet.

Christian
Gast
Christian

@Mathias: Danke für Deinen Beitrag.

Du hast geschrieben:
„Und sonst bin ich einer Meinung mit Torsten Dietz: nicht liberal, nicht konservativ aber weiterglauben.“ …Wie würdest Du „nicht liberal“ und „nicht konservativ“ definieren? Was bedeutet „weiterglauben“ für Dich? Danke.

Viele Grüße
Christian

Charly
Gast

Sollte man von einer Reportage in einem öffentlich-rechtlichen Sender nicht erwarten können, dass solche Werke kritischer betrachtet werden? Also zB auch mal namhafte Theologen, etc. nach ihrer Meinung zu Worthaus fragen?
Es gibt nicht nur einen deutlichen theologischen Konflikt zwischen Evangelikalen und Worthaus. Diesen gibt es auch zu den theologischen Lehren der Kirchen und Inhalten, die in Universitäten gelehrt werden.
Warum also auf Deutschlandfunk nur eine Lobhudelei?