Carl Trueman: Der Siegeszug des modernen Selbst

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Das Buch Der Siegeszug des modernen Selbst ist inzwischen in deutscher Sprache erschienen und kann bei dem Verlag Verbum Medien oder im Buchhandel bezogen werden.

Professor Stephan Holthaus, Rektor der Freien Theologischen Hochschule in Gießen, schreibt über das Buch:

»Carl Trueman, Professor für Bibel- und Religionswissenschaft am Grove City College, analysiert unsere westliche Kultur unter der Fragestellung: ›Was macht eigentlich den Menschen aus?‹ Die ›Identitätsfrage‹ durchzieht nach Trueman die neuere Geistesgeschichte vom Individualismus bis hin zur Genderdebatte und der LGBTQ+-Bewegung. Die ›sexuelle Revolution‹ begann schon mit der Infragestellung unseres ›Selbst‹ durch Rousseau, dann folgten Marx, Darwin, Shelley, Nietzsche, Freud und zuletzt die ›Neuen Linken‹. Weil wir Gott verloren haben, haben wir auch uns selbst verloren, so Trueman. Die Sexualisierung unserer Gesellschaft und die Suche nach Authentizität sind dabei Ausdruck einer kollektiven Verunsicherung des Menschen, der auf der Suche nach seinem echten Wesenskern ist. Diese geniale Gegenwartsanalyse bleibt nicht beim Lamentieren stehen, sondern zeigt auf, wie unglaublich wichtig der christliche Glaube und unsere Identität in Gott in der modernen Zeit sind. Summa: Eine sehr spannende, tiefgründige und hochaktuelle Lektüre. Absolut empfehlenswert!«

Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz, Professorin em. für Religionsphilosophie und vergleichende Religionswissenschaft am Institut für Philosophie der Technischen Universität Dresden, schreibt:

»Das Buch ist eine Augenöffnung – somit ein großer Dienst in verwirrten Zeiten. Es stellt sich der großen Aufgabe, vom Faktenwissen zum Orientierungswissen überzuleiten. Sofern heute Vernunft vielfach dehumanisiert wird, wird sie hier wieder in ihre Aufgabe eingesetzt: den Geist wahrheitsfähig zu machen.«

Harald Seubert, Professor und Fachbereichsleiter für Philosophie und Religionswissenschaft an der Staatsunabhängigen Theologischen Hochschule Basel (Schweiz) sagt zum Buch:

»Carl Trueman hat ein augenöffnendes Buch über die Bewusstseinslage eines Maß und Mitte verlierenden Individualismus vorgelegt. Er klärt schonungslos auf und zeigt, wie dieser Individualismus sich selbst abschafft. Die globale sexuelle Revolution hat tiefe Hintergründe: Hier werden sie souverän ausgeleuchtet und entschlüsselt. Wer wissen will, was in unserer Zeit vorgeht und wie sich proklamierte Freiheiten in ihr Gegenteil verkehren, muss dieses Buch lesen. Gerade Orientierung suchenden evangelikalen Lesern und Leserinnen wird das Buch Argumente und neue Klarheit geben. Ein Must-have!«

Im Geleitwort zur deutschen Ausgabe heißt es:

Carl Trueman zeigt in seinem Buch Der Siegeszug des modernen Selbst, dass wir in einer »entschöpflichten« (engl. decreated) und »entsakralisierten« (engl. desacralized) Welt leben. Mit Rückgriff auf Untersuchungen von Charles Taylor, Philip Rieff und Alasdair McIntyre zeichnet er kenntnisreich die Entwicklung nach, die zum »modernen Selbst« geführt hat. Die Fragen, die er stellt, sind von Gewicht und aktuell: Warum haben wir jenen metaphysischen Rückbezug verloren, der der menschlichen Identität und Moral über Jahrhunderte hinweg den nötigen Rückhalt gegeben hat, um Festigkeit und Bedeutung zu entwickeln? Wie ist es dazu gekommen, dass die stabile menschliche Natur sich verflüssigt hat und nun mehr und mehr verdampft? Woher stammt das Konzept eines Selbst, dass sich vor allem als psychologische und modellierbare Größe begreift? Woran liegt es, dass Sexualität – ja eigentlich eine zutiefst persönliche Angelegenheit – heute ein bemerkenswert öffentliches und machtpolitisches Thema geworden ist? Warum erscheint der Transgenderismus so vielen Leuten plausibel und unterstützenswert?

Der Historiker Carl Trueman geht in seiner Untersuchung zum »modernen Selbst« diesen Fragen und den zugrundeliegenden geistesgeschichtlichen Entwicklungen in einer Weise nach, die erkennen lässt, dass er verstehen möchte, was geschehen ist. Der Versuchung, vorschnelle oder polemische Kommentare und Antworten zu geben, widersteht er erfolgreich und liefert somit insbesondere christlichen Lesern einen nüchternen und zugleich erhellenden Beitrag zur Standortbestimmung. Die Kirchen brauchen dringend »ein tieferes und ganzheitlicheres Verständnis der modernen und postmodernen Gesamtlage«. Die spätmoderne Denkweise ist nämlich das Wasser, »in dem wir schwimmen, die Luft, die wir atmen«, wie Rod Dreher in seinem Vorwort schreibt. Wir können uns dem Einfluss dieser Kultur nicht nur nicht entziehen – allzu oft sind wir geneigte Teilhaber und Produzenten ihrer Lebensart.

Von mir gibt es für das Werk eine starke Empfehlung. Wer sich für das Thema interessiert, kommt an dieser Studie nicht vorbei. Wer sich für das Thema nicht interessiert, aber geistliche Leitungsverantwortung wahrnimmt, wird das Buch nicht ignorieren können, da uns Fragen um »Selbstverständnis«, »expressiven Individualismus«, »sexuelle Revolution« oder »Identität« in den nächsten fünfzehn Jahren intensiv beschäftigen werden.

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9 Kommentare
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Udo
17 Tage zuvor

Schon einmal ein großes Kompliment für die Buchgestaltung und den Satz. Ein wirklich schönes Buch. Es steht jetzt in der Reihe meiner zu lesenden Bücher, und ich freue mich schon aufs Lesen!

17 Tage zuvor

Mir gefällt es auch optisch gut. Auch liest es sich sehr gut. Bin gespannt, wie es weiter geht. Mich wundert nur, dass es kein Literaturverzeichnis gibt. Ich nehme an, das gibt es auch nicht im Original!?

16 Tage zuvor

Was ich am Grundaufbau dieses Buches nicht vollständig begreife ist: Kaum jemand, der heute die verschiedensten Ausdrücke gesellschaftlichen Selbstverständnisses auslebt, beruft sich ja auf hunderte Jahre alte philosophische Entwicklungen. Ist Ideengeschichte wirklich der beste Ansatz, um „den Sünden“ oder der Gottlosigkeit seines Nächsten zu begegnen?

DaveDee
15 Tage zuvor

So, habe das Buch seit gestern, und bin schon sehr gespannt aufs Lesen, obwohl es für mich bei dem Umfang keine „leichte Kost“ sein wird. Aber das Äußere hat mich schon mal umgehauen: hervorragende Gestaltung und Aufmachung; sogar mit Lesebändchen – absolut stark. Eben nicht nur ein weiterer Paperback im Regal, der nach zweimal lesen, dann „gebrochen“/verbogen ist, sondern halt was „Richtiges“. Also vielen Dank an den Verlag bzw. das Team. Und nun geht’s endlich an die Herausforderung das Ganze zu lesen und zu verstehen bzw. zu durchdenken…!

David
14 Tage zuvor

Ich habe sowohl die diese Version im Original als auch „Strange New World“ gelesen. Wird die Kurzversion auch ins Deutsche übersetzt? Fände ich sinnvoll, da ein Buch mit ca. 200 Seiten wohl eher gelesen wird.

Kurzzusammenfassung/Grobstruktur des Inhalts:
Einführung grundlegender Begriffe: expressive individualism, social imaginary
Psychologisierung des Selbst (Rousseau/Romantiker) sowie Negation der menschlichen Natur (Marx, Nietzsche, Darwin)
Sexualisierung des Selbst (Freud)
Politisierung des Selbst (Reich, Frankfurter Schule -> Symbiose marxistischer und freudianischer Gedanken)

Dann vor diesem intellektuellen Hintergrund Erklärung, wieso die Ideen
von Butler usw. heute plausibel erscheinen.
Am Ende kommt ein Kapitel, in dem erläutert wird, wie Gemeinden ganz praktisch auf die Herausforderung reagieren können. Vermittlung von Naturrecht (es gibt ein menschliches Wesen mit immanenten Telos) als Argumentationshilfe sowie Rückbesinnung auf altchristliche Bekenntnisse. Mithin die Vermittlung eines christlichen Weltbildes.

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