Gendern: Das Schweigen der Medien

Auch in Hessen will die Regierung korrektes Deutsch in der Amtssprache wieder zur Pflicht machen. Dabei kämpfen Gender-Gegner gegen hohe politische Hürden und das Schweigen der Medien. Bernd Fischer, Autor ist Initiator eines Volksbegehrens gegen das Gendern in der Amtssprache, erklärt in einem Gastbeitrag für DIE WELT, wie sich der ÖRR und die Universitäten als Opfer im „Kulturkampf“ darstellen und einfach nicht darüber reden, dass eine große Mehrheit das Gendern ablehnt.

Ein Auszug:

Die entscheidende Schlacht muss jedoch mit den Universitäten ausgefochten werden. Von dieser Seite wird ja nun in schöner Regelmäßigkeit die Parole ausgegeben, dass der Koalitionsbeschluss zum Gendern einen „Kulturkampf“ heraufbeschwöre; ein Terminus, der natürlich auch von den Grünen übernommen wird. Hierbei handelt es sich um ein Paradebeispiel für die Projektionsneigung des Wahrheitsregimes (Begriff von Michel Foucault) an unseren Universitäten, sind sie es doch die Identitätspolitiker selbst, die diesen Kulturkampf – wenn man diesen Begriff denn verwenden will – ohne irgendeine demokratische Legitimation eröffnet haben.

Hier geht es allerdings um weit mehr als um die Zumutung einer Orwellschen Kunstsprache, die sich als „gendergerecht“ tarnt und die den Bürgern aufgezwungen werden soll. Hier geht es um die unterschiedlichen Facetten der Identitätspolitik, von denen das Gender-Mainstreaming nur eine darstellt. Einige Bereiche der Universitäten, die sich mit den Critical Social Justice Theories beschäftigen (neben den Gender Studies soll hier noch die sogenannte Postkoloniale Theorie genannt werden) leugnen geradewegs die Prinzipien der Aufklärung und einer universellen Vernunft, da sie diese als Schöpfungen der privilegierten westlichen Gesellschaft ansehen. Sie ersetzen Wissenschaft durch eine Glaubenslehre, die auf der nicht tilgbaren Schuld der westlichen Gesellschaft basiert. Bereits der Zweifel an den absurden Dogmen gilt als verächtlich.

Zahlreiche Autoren wie Pluckrose und Lindsay, Ulrike Schröter und Ulrike Ackermann haben mittlerweile dargelegt, welchen Sprengstoff diese Theorien bergen. Die Theorien sind durch die gemeinsame Hypothese verbunden, dass die als ideal angesehene gesellschaftliche Ordnung durch Sprechakte geschaffen werden kann. Durch die Proklamation solcher Ersatzreligionen sind Universitäten immer weniger Orte, in denen objektive Wissenschaft betrieben werden kann. Insofern muss man sogar dem Vorwurf des Kulturkampfes zustimmen.

Mehr (hinter einer Bezahlschranke): www.welt.de.

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5 Kommentare
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Matze
13 Tage zuvor

Das ist für mich einer der Gründe warum es mir unverständlich ist, dass in evangelikalen Gemeinden nicht vom Wählen der GRÜNEN abgeraten wird und es sogar Kandidaten aus evangelikalen Gemeinden für die Kommunalwahlen gibt.

Matze
13 Tage zuvor

Deshalb geht es nicht nur um ein Schweigen der Medien sondern aus unserer Sicht vielmehr um ein Schweigen der evangelikalen Welt

Stephan
12 Tage zuvor

@Matze: Wo die Grenze ziehen, was man als Evangelikaler noch wählen kann? Es gibt einige Themen, manche sehr zeitgeistig wie das Gendern und andere Bestrebungen zur Auflösung der Geschlechter, aber es geht thematisch doch weiter mit dem Thema Abtreibungen, _menschengemachter_ Klimawandel und dessen „Bekämpfung“ (Turmbau zu Babel …), Position zu militärischen Konflikten und Waffenlieferungen, Antisemitismus oder sogar dessen direkte / indirekte Förderung, usw.. Letztendlich setzen mittlerweile viele Menschen (und auch Christen) ihr Kreuzchen dort, wo sie die wenigsten Probleme mit haben, oder eben auch drängende Probleme als am ehesten damit als lösbar ansehen. Nun zeigt der Blick in die Vergangenheit aber, dass es aufgrund ähnlicher Situationen zu einem Machtwechsel gekommen war, der einige wenige (dringliche) Probleme löste, aber dann zu viel schlimmeren Zuständen führte. Anscheinend bekommt jedes Land die Regierung, die es verdient, und diese ist von Gott eingesetzt (Röm 13,1) – und in den Folgeversen muss man halt immer noch dagegen im Hinterkopf halten, dass man Gott mehr gehorchen… Weiterlesen »

Matze
12 Tage zuvor

Nächstes Beispiel: und was findet man zur Demo gegen die Tübinger Hochschultage und gegen Jana Highholder bei idea oder pro oder anderen?—–‐——–

Nik
11 Tage zuvor

@Matze. Würden Sie auch in evangelikalen Gemeinden davon abraten die AFD zu wählen?

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