Slowakei verankert traditionelle Ehe in der Verfassung

Die Slowakei hat trotz Drucks, der von einigen Menschenrechtsorganisationen ausging, erfreulicherweise die traditionelle Ehe unter den besonderen Schutz gestellt. „Die Ehe ist eine einzigartige Verbindung zwischen Mann und Frau“, heißt es nun in der Verfassung.

Das Deutschlandradio Kultur meldet dazu:

Menschenrechtsorganisationen protestierten gegen die Entscheidung. Amnesty International teilte mit, während andere Länder die Rechte von Homosexuellen und anderer sexuellen Minderheiten verbesserten, schreibe die Slowakei deren Diskriminierung in der Verfassung fest.

Ehe und Familie in der Bibel und in unserer Zeit und Kultur

Jonas hat sich mit der EKD-Desorientierungshilfe zur Familie auseinandergesetzt. Er verfängt sich aber nicht in der Kritik, sondern entwickelt hilfreiche Empfehlungen für Christen und Gemeinden, die sich  dem Zeitgeist nicht widerstandslos unterwerfen wollen. Jonas:

Es wurde lediglich versucht, dagegen zu argumentieren, ohne Alternativen zu bieten. Dies fand ich schade, denn es beendete den Dialog noch bevor er begonnen hatte und untergrub in gewisser Weise auch die Kraft der jeweiligen Kritik. Zweitens vermisste ich Stimmen aus den Gemeinden den Freikirchen. Zwar hatte die Evangelische Allianz Deutschlands relativ bald reagiert, aber diese zählt ja bekanntlich nicht als Gemeindebund. Aus diesem zweifachen Mangel heraus entstand nach einem knappen halben Jahr des Wartens der Entschluss, etwas daran zu ändern. Und nach einem weiteren halben Jahr und einer sehr spannenden Auseinandersetzung mit dem Thema „Ehe und Familie“, für die ich außerordentlich dankbar bin, möchte ich eine erste Antwort auf das Familienpapier vorlegen. Sie stellt keineswegs den Anspruch, vollständig zu sein. Es mag auch sein, dass sie Fehler enthält und weiterer Überarbeitung bedarf. Wer welche findet, darf sich gerne jederzeit bei mir melden. Ich bin dankbar für Korrektur und Rückmeldung.

Die Schrift: „Ehe und Familie in der Bibel und in unserer Zeit und Kultur Eine Auseinandersetzung mit der EKD-Orientierungshilfe: Zwischen Autonomie und Angewiesenheit – Familie als verlässliche Gemeinschaft stärken“ kann hier heruntergeladen werden: Familienpapier_JE.pdf.

Thy Word Is Still Truth

NewImageIch habe das Buch Thy Word Is Still Truth: Essential Writings on the Doctrine of Scripture from the Reformation to Today bereits im Oktober 2013 vorgestellt  Ich möchte es hier nochmals als wichtige Quelle für die Lehre von der Schrift erwähnen. Thomas Schirrmacher schreibt in seiner Buchempfehlung:

“Even though the Reformation started with Luther’s return to the Bible as the highest authority in the Church, and even though the doctrine of the infallibility of Scripture has been taught in all evangelical confessions and denominations and its development has been influenced by people from many confessions, it was the Reformed doctrine of Scripture, spreading from Switzerland, that became central to the evangelical positions through the centuries, both by means of terminology and manner of defense. For example Calvin’s application of the inner witness of the Holy Spirit to the doctrine of Scripture, declaring that the final evidence for Scripture as the Word of God comes from the author, the Holy Spirit, directly to the believers heart, has been central in the Evangelical movement and balanced any impersonal approach to hermeneutics. No wonder then, that Reformed seminaries have been at the forefront of formulating, developing, and defending the doctrine of Scripture. I am glad that Westminster Theological Seminary – Philadelphia takes the lead again by gathering 500 hundred years of good tradition, proving how the old truth has been applied to ever new ages again and again.”

Die reformierte Kirchenordnung in Genf

„Dieser Mann ist, wie du weißt, von tiefer Bildung und reicher Kenntnis verschiedener Wissenszweige, von durchdringendem Geist, großer Belesenheit und er hat viele Tugenden“, schrieb Calvin in einem Brief an einen Freund.  Bucer, der ehemalige Dominikaner, war nach Luther und Melanchthon der bedeutendste Reformator im deutschen Sprachraum. Neben Wittenberg und Zürich hatte er Straßburg, das mit etwa 25.000 Einwohnern zu den größten Städten im Römischen Reich Deutscher Nation gehörte, zum dritten Zentrum der Reformation gemacht.

Nachdem Calvin Genf verlassen musste, hatte Bucer ihn nach Straßburg geholt. Dort betreute Calvin die französischsprachige Gemeinde und wurde für seine Rückkehr nach Genf zugerüstet.

Hier der freilich recht kritische DLF-Bericht über Calvins Zeit in Straßburg und die erneute Berufung nach Genf:

Der „Unterricht in der christlichen Religion“

Seine Institutio machte Johannes Calvin mit einem Schlag berühmt. Bis in die Gegenwart ist sie die wichtigste Gesamtdarstellung der reformierten Lehre geblieben und in zahlreiche Sprachen übersetzt worden. Allerdings fand die Idee des Reformators, Bürger zu einem gemeinsamen Glaubensbekenntnis zu verpflichten, zu seinen Lebzeiten keine Mehrheit.

Hier ein weiterer DLF-Bericht von Rüdiger Achenbach:

Gott findet einen verstockten Intellektuellen

Der spätere Reformator Johannes Calvin erhielt seine Bildung in streng katholischen Einrichtungen. Dann aber kam es zu einer „unmittelbaren Verwandlung“. Aus einem verstockten Intellektuellen wurde ein Nachfolger Jesu Christi.

Hier ein DLF-Beitrag von Rüdiger Achenbach:

Sexualaufklärung auch für Kindergärtler

Sexualerziehung in der Schule, erst recht im Kindergarten, sorgt in der Schweiz für Konfliktstoff und rote Köpfe. Vor unverantwortlicher Sexualisierung der Kleinkinder warnen die einen, für dringend notwendige Aufklärung plädieren die andern. Der Streit um die Sexualerziehung wird von unterschiedlichen Werthaltungen diktiert.

Die Volksinitiative „Schutz vor Sexualisierung in Kindergarten und Primarschule“ will den obligatorischen Sexualkundeunterricht erst ab dem 12. Altersjahr zulassen. Über die biologischen Fragen der Fortpflanzung dürfe zwar gesprochen werden, nicht aber über die emotionalen Dimensionen der Sexualität, die gerade Pubertierende besonders beschäftigen. Das sei Sache der Eltern. Nur sie können wissen, was und zu welchem Zeitpunkt richtig für ihre Kinder sei. Befürchtet wird zudem, dass die Kinder unnötig früh sexualisiert würden.

Heute Abend gibt es um 22.00 Uhr dazu eine Diskussionsrunde im SRF 1. Helene Koch, die auf teilnehmen wird, verdient Zustimmung, wenn sie sagt:

Die obligatorische Sexualerziehung im Kindergarten nimmt keine Rücksicht auf den Entwicklungsstand der Kinder. Der Staat greift in ein Privatterritorium ein. Die Erziehungsverantwortung liegt jedoch bei den Eltern. Ich will keinen systematischen Unterricht für alle ab Kindergarten, sondern mehr Zeit für die Aufklärung in der Familie, die auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder und ihren Entwicklungsstand eingeht. Diese haben ein Anrecht darauf.

Mehr Informationen unter: www.srf.ch.

Bibelauslegung und -hermeneutik in der Reformationszeit

Plakatbibelhermeneutik2014Im Jahr 2014 wird wieder eine reformationshistorische Tagung an der STH Basel stattfinden. Nach der Calvin-Tagung (2009) und der Tagung „Basel als Zentrum des geistigen Austausches in der frühen Reformationszeit“ (2012) wird es diesmal um das Thema  „Bibelauslegung und -hermeneutik in der Reformationszeit“ gehen. Vorbereitet wird das Ereignis von Johann Anselm Steiger (Hamburg), Christine Christ-von Wedel (Basel) und Sven Grosse, mit Beratung durch Berndt Hamm (Erlangen/Ulm).

Wie gut Anselm Steiger den Stoff kennt, wird an seinem Buch Philologia Sacra: Zur Exegese der Heiligen Schrift im Protestantismus des 16. bis 18. Jahrhunderts deutlich. Sehr gern würde ich den Vortrag von Andreas Beck (ETF Löwen, Belgien) zum Thema „Römerbriefexegese und Prädestinationslehre: Martin Bucer als Exeget“ hören.

Hier der Flyer: EinladungStudientagung2014.pdf. Anmelden kann man sich hier: www.sthbasel.ch.

VD: FL

J. Lennox: Sieben Tage, das Universum und Gott

Reinhard Junker hat das Buch:

besprochen.

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Drei Jahre nach Veröffentlichung des englischen Originals erschien nun auch in deutscher Übersetzung ein Buch des renommierten Wissenschaftlers, Apologeten und Christen, des Oxforder Mathematikprofessors John Lennox, in dem er sich mit der Auslegung der ersten Kapitel der Bibel beschäftigt. Das ist erfreulich, da sich viele Christen nicht daran wagen, diese Kapitel näher in Augenschein zu nehmen, scheinen doch die Ergebnisse der wissenschaftlichen Ursprungsforschung ganz andere Abläufe und Zeiten nahezulegen, als diese Kapitel mindestens beim ersten Lesen schildern. Daher ist es erfreulich, wenn von verschiedener Seite eben nicht bibelkritisch im Sinne von „das ist veraltet“ oder „das ist mythologisch“ an Genesis 1-11 herangegangen wird, sondern in einem immer wieder neuen Ringen um das Verständnis aktueller Wissenschaft im Lichte der Offenbarung Gottes in seinem Wort.

In der Einleitung merkt der Autor an, es gebe Uneinigkeit im christlichen Lager, wenn es um die Interpretation der Schöpfungstage geht (S. 6). Das stimmt leider. Wie gehen wir damit um? John Lennox hat die Unterschiede nicht unter den Teppich gekehrt, zeigt aber seinen Respekt denen gegenüber, die seine Sicht nicht teilen. In diesem Sinne sollen die wichtigsten Grundgedanken seines Buches vorgestellt, aber auch einige kritische Anmerkungen gemacht werden.

Hier die vollständige Rezension: d14-2.pdf.

Die Illusion mit der Inklusion

Es ist ein hehres Ideal: Kinder mit und solche ohne Behinderung sollen gemeinsam unterrichtet werden. Doch viele Lehrer und Fachleute sagen: Das hilft keinem der Schüler wirklich.

Katrin Hummel zieht eine differenzierte und nüchterne Bilanz. Darin heißt es:

Josef Kraus, Präsident des deutschen Lehrerverbandes, zweifelt ebenfalls daran, dass Regelschulen in jedem Fall der geeignete Ort für Förderkinder sein sollen: „Warum es die hochdifferenzierten, höchst individuell fördernden und von hochprofessionellem Lehrpersonal geführten Förderschulen wegen der UN-Konvention zukünftig nicht mehr oder kaum noch geben soll, erschließt sich keiner nüchternen Betrachtung.“

Es gibt Eltern von Förderkindern, die das genauso sehen, zum Beispiel die „Landeselternschaft der Förderschulen mit Schwerpunkt geistige Entwicklung NRW“. Längst nicht alle wollen von ihrer neuen Wahlfreiheit Gebrauch machen und ihre Kinder auf Regelschulen schicken. Man würde sie aber dazu zwingen, wenn man die Förderschulen abschaffen würde – was man tun müsste, damit die Inklusion bezahlbar wird.

Mehr: www.faz.net.

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