Vierzig Fehler beim Beten

Thomas Reiner hat einen alten Gebetsspiegel aufbereitet und benennt vierzig Fehler. Es tut weh, hilft aber bei der Justierung.

Hier die ersten 10 Dinge, die das Gebetsleben hemmen:

  1. Man betet unvorbereitet. Das tägliche und gewöhnliche Gebet bleibt eine alltägliche Angelegenheit.
  2. Man bedenkt nicht ausreichend, vor was für einen Majestät man im Gebet kommt. Vor Gott bedecken sogar die Seraphim ihre Angesichter.
  3. Man schätzt nicht die unendliche Ehre, die uns Gott dadurch erweist, dass wir mit ihm reden dürfen.
  4. Man denkt nicht genug an seine eigene Niedrigkeit, Elend und Dürftigkeit.
  5. Man hat keine rechte Lust am Gebet. Statt von der Sehnsucht nach seligen Gespräch mit Gott erfüllt zu sein, die ein Liebhaber hat, mit der geliebten Person zu sprechen, oder ein Geldgieriger, seinen Schatz zu zählen, hält das Gebet vielmehr für eine Last. Man ist froh, wenn man es bald erledigt hat.
  6. Man bittet Gott nicht fleissig um den Geist des Gebets, um die Gnade recht beten zu können.
  7. Man gewöhnt die Kinder nicht von Jugend auf, mit angemessener Ehrfurcht zu beten, sondern gibt ein schlechtes Vorbild ab.
  8. Man überlegt sich nicht, dass man in diesem Leben stets als Sünder vor Gott steht.
  9. Man betet ohne gebührende Aufmerksamkeit, oberflächlich und halbherzig.
  10. Man betet mit hundert Ausschweifungen des Gemüts, die man nicht haben würde, wenn man sein Leben vor einem Fürsten verteidigen, oder dergleichen wichtige Dinge anbringen sollte.

Mehr: winterthur.erkwb.ch.

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Ernst R.
Gast
Ernst R.

Das ist missverständlich.

Was will damit gesagt werden? Soll man diese Dinge befolgen oder sie vermeiden?

Sind diese Punkte pro oder kontra gemeint?

WernerB
Gast
WernerB

puritanische Hochglanzchristenregeln

das Gebet der andren ist nichs wert

Sergio
Gast
Sergio

Man muss ja nicht gleich alles befolgen. Aber ich sehe da schon ein paar Dinge in dieser Liste, die ich mir zu Herzen nehmen möchte.

Ernst R.
Gast
Ernst R.

Wenn ich das recht verstehe, ist das genaue Gegenteil gemeint.
Auf der Seite, die man durch das Link erreicht, steht ja, es seien Dinge, die man für ein lebendiges Gebetsleben meiden soll.
Vielleicht deshalb, weil die Regeln vom Beten abschrecken.
Wie dem auch sei, ist das Ganze missverständlich.

Matze
Gast
Matze

Man denkt oft viel zu wenig auch an die Leute, die wegen Depressionen nicht mehr beten können (http://www.sermon-online.de/search.pl?lang=de&id=30788&title=&biblevers=&searchstring=&author=0&language=0&category=0&play=0&tm=4) oder die aus Enttäuschung heraus weil viele Gebete scheinbar nicht erhört wurden. Für diese Menschen ist eine solche Liste nur ein Instrument das Druck erzeugt. Diese Menschen gibt es aber auch!!! Wenn ich Kind Gottes bin darf ich wissen, – dass ich immer freien Zugang zu seinem Thron habe – dass mich nichts aus seiner Hand reissen wird, auch nicht mein mangelhaftes Gebet – es in meinem Gebet um Ehrlichkeit geht und da kann “ Gott sei mir Sünder gnädig“ wichtiger sein… Weiterlesen »

Christian B.
Gast
Christian B.

@WernerB: „puritanische Hochglanzchristenregeln das Gebet der andren ist nichs wert“ Ich habe den Text anders verstanden. Meines Erachtens ist das Ziel der Liste nicht, dass mir gezeigt wird, dass „mein Gebet nichts wert ist“. Nicht Verachtung meiner Gebete, sondern Hilfestellung für mich will sie mir geben. Die Liste soll – so mein Verständnis – ein Spiegel für uns sein, uns selbst zu prüfen und ggf. Fehler zu vermeiden. Trifft alles davon auf mich zu? Nein. Hört Gott mein Gebet nicht, wenn ich mich nicht punktgenau an die 40 Punkte halte? Mitnichten. Doch bei einigen Punkten habe ich mich selbst gefunden… Weiterlesen »