Christus als Schlüssel zum Verständnis der Schrift

Augustinus beschreibt Christus als den hermeneutischen Schlüssel in seinem Traktat zum Johannesevangelium (zitiert aus: Michael Fiedrowicz, Handbuch der Patristik: Quellentexte zur Theologie der Kirchenväter,  Freiburg; Basel; Wien: Herder, 2010, S. 186–187, übrigens erhältlich in einer digitalen Ausgabe für die Logos Bibelsoftware):

Seht, was er sagt: dass in Christus erfüllt werden musste, was über ihn geschrieben steht (vgl. Lk 24, 25–27). Wo steht es geschrieben? „Im Gesetz“, sagt er, „in den Propheten und in den Psalmen“ (Lk 24, 27). Nichts von den alten Schriften ließ er aus. Das war Wasser; und deswegen wurden jene vom Herrn unverständig genannt, weil es ihnen noch als Wasser schmeckte, nicht als Wein. Wie aber machte er aus Wasser Wein? Indem er ihnen den Sinn erschloss und ihnen die Schriften auslegte, beginnend bei Mose durch alle Propheten hindurch. Daher sprachen sie, bereits trunken geworden: „Brannte nicht unser Herz auf dem Wege, da er uns die Schriften erschloss?“ (Lk 24,32). Denn sie verstanden Christus in diesen Büchern, in denen sie ihn nicht erkannt hatten. Es verwandelte also unser Herr Jesus Christus Wasser in Wein, und es schmeckt, was nicht schmeckte, es berauscht, was nicht berauschte.

Handbuch der Patristik: Quellentexte zur Theologie der Kirchenväter von Michael Fiedrowicz

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