J. Nicolosi: Scham und Bindungsverlust

Joseph Nicolosi gilt als sehr erfahrener Psychotherapeut und arbeitet seit vielen Jahren mit Männern, die homosexuell empfinden und darunter leiden (ichdystone Homosexualität). Zusammen mit seinem Therapeutenteam hat er weit über eintausend Männer begleitet. 2008 ist sein dreiteiliges Buch Shame and Attachment Loss: The Practical Work of Reparative Therapy erschienen.

Seit kurzem arbeitetet die DIJG freundlicherweise an der Übersetzung des Buches. Der erste Teil ist inzwischen fertig und kann hier kostenfrei als E-Book heruntergeladen werden: www.dijg.de.

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Johannes
Johannes
5 Jahre zuvor

Hallo Ron,
danke für den Link. Habe angefangen den ersten Teil zu lesen und er ist richtig gut! Würde es bisher unbedingt weiter empfehlen. Sehr sachlich und wissenschaftlich sauber. Und Nicolosi hat eine absolut liebevolle und mitfühlende Art über Homosexuelle zu schreiben, statt sie als komisch abzutun oder sie nach dem Motto „God hates fags“ zu behandeln.
Gruß, Johannes

ollischaefer
ollischaefer
5 Jahre zuvor

Nicolosi ist ein Quacksalber, der in der Fachwelt keinerlei Rückhalt genießt, sondern vielfach wegen seiner tendenziösen Interpretationen diverser Studien auch seitens diverser Berufskollegen scharf kritisiert wird. Da er mit seinen Reparativmethoden im Widerspruch zu sämtlichen großen Psychologen-Verbänden steht, hat er kurzerhand seine eigene Vereinigung, die „National Association for Research and Therapy of Homosexuality“ NARTH gegründet. Mitautor vieler Artikel dieses Instituts ist auch der wegen unwissenschaftlicher Arbeit aus der „American Psychological Association“ APA ausgeschlossene Paul Cameron. Mitarbeiter Dean Byrd ist bekannt dafür, gern falsch aus Studien zu zitieren und damit zu einer gegenteiligen Schlussfolgerung zu kommen, als die Studie selbst. Die Wortwahl vieler Vorträge und Dokumente von Nicolosi und NARTH zeugt übrigens auch eher davon, dass Homosexualität verachtet wird, nicht von einer neutralen wissenschaftlichen Betrachtungsweise. Nicolosis angebliche „Erfahrungen“ stehen in krassem Gegensatz zu den Erfahrungen anderer Psychologen, die Reparativtherapien für mindestens nutzlos, im schlimmsten Fall für psychisch schädlich halten. In Kalifornien wurde deshalb die reparative Therapie für Jugendliche unter 18 Jahren… Weiterlesen »

Roderich
Roderich
5 Jahre zuvor

@olli, Du sagst, Nicolosi genieße in der Fachwelt keinerlei Rückhalt. Wenn sich das auf Studien in Fachzeitschrifen bezieht: es ist heute vermutlich schwierig, eine „peer-reviewed“-Studie in fachwissenschaftlichen psychologischen Journalen zu veröffentlichen, aus der hervorgeht, dass Homosexualität ungesund, unmoralisch oder dergleichen wäre. Professoren, die so etwas sagen würden, würden doch auch ihre Stelle an der Universität schnell verlieren. Hast Du mal ein konkretes Beispiel, wo Nicolosi eine Studie „tendenziös“ interpretiert? Also: – Link zur Originalstudie – Nicolosis Interpretation – Aufzeigen, was daran tendenziös sein soll? Ich denke, Christl Vonhold und das DIJG machen eine sehr gute Arbeit. Dass MANCHE psychische Probleme von Homosexuellen auf Diskriminierung zurückgehen, mag sein. Und dem sollte man entgegenwirken. Jedoch wäre es sehr unehrlich, dies PRIMÄR darauf zurückzuführen. Homosexualität ensteht eben auch oft als psychologische Fehlentwicklung aufgrund von bestimmten familiären Problemen in der Kindheit (z.B. sehr abwesender Vater, oder sehr gewalttätiger Vater). Wenn es nicht so wäre, müssten praktizierende Homosexuelle dort, wo es vollkommen „legal und anerkannt“… Weiterlesen »

ollischaefer
ollischaefer
5 Jahre zuvor

Jaja, ich weiß, die allmächtige Schwulenlobby sorgt dafür, dass kritische Meinungen oder Studien unterdrückt werden. ;-)) „Homosexualität ensteht eben auch oft als psychologische Fehlentwicklung aufgrund von bestimmten familiären Problemen in der Kindheit (z.B. sehr abwesender Vater, oder sehr gewalttätiger Vater).“ Was zu beweisen wäre und was ich für mich ausschließe. Nach wie vor weiß niemand wirklich, wie Homosexualität entsteht und wie groß der Einfluß von Genetik und Sozialisation ist. Mir persönlich ist das allerdings auch vollkommen schnuppe. Ich habe kein Problem mit meiner Homosexualität und daher auch keine Veranlassung, mich ändern zu wollen. Wie argumentiert man eigentlich fehlende oder gewalttätige Väter in Bezug auf die auch in der Tierwelt vorkommende Homosexualität? „Wenn es nicht so wäre, müssten praktizierende Homosexuelle dort, wo es vollkommen “legal und anerkannt” ist, doch glückliche Menschen sein. Sind sie das?“ Damit meinen Sie sicherlich westliche Länder mit entsprechender Gesetzgebung. Meistens werden die Homosexuellen dort recht glücklich sein, aber Sie verkennen die Lage. „Legal und anerkannt“ bedeutet… Weiterlesen »