Wenn sich eine Stadt von der Kirche trennt

Malte Buse und Anne-Sophie Lang habe für DIE ZEIT schon mal durchkalkuliert, was der Stadt Münster die konsequente Trennung von Staat und Kirche bringen würde. Fazit:

Mehr Freiheit für Schulen, neue Arbeitsregeln in Krankenhäusern, eine Diözese, die sparen müsste – Münster würde sich durch eine strikte Trennung von Staat und Kirche verändern. Die christlichen Kirchen würden das öffentliche Leben nicht mehr so stark prägen. Weil das Geld knapper würde, wären sie mehr auf Spenden angewiesen und müssten stärker auf die Wünsche ihrer Mitglieder hören.

Hier: www.zeit.de.

Auslosung „Weihnachtsaktion 2013“

An der Weihnachtsaktion haben ungefähr einhundert Leute teilgenommen. Vielen Dank!

MG 2094

Meine Tochter hat soeben das Los gezogen. Gewonnen hat Viktor J. aus Gifhorn. Das Buch geht heute zur Post.

Herzlichen Glückwunsch!

Die Frauenquote entmündigt das weibliche Geschlecht

Die Frauenquote in Aufsichtsräten soll nach den Willen der Großen Koalition ab 2016 kommen. Aus Sicht des Geschlechterforschers Gerhard Amendt ist die Quote aber das falsche Instrument: Sie infantilisiert Frauen, löst bei Männern Schuldgefühle aus und zementiert traditionelle Rollenklischees.

Die meisten Quotenanhängerinnen wollen nicht wahrhaben, dass die Fürsorglichkeit, die sie Frauen zugedacht haben, diese nur infantilisiert. Die Quote lebt von der Unterstellung, dass Frauen alleine es nicht schaffen. Deshalb brauchten sie früher den stützenden Ehemann und heute den Staat, der ihnen beim Aufstieg hilft. Die leistungsorientierte Konkurrenzgesellschaft könne demnach nichts für Frauen sein. Sondern nur für Männer. Das ist erschreckend deckungsgleich mit Ideologien um 1900. Der Neurologe Paul Möbius etwa hielt Frauen für schwachsinnig; sie seien für das Leben außerhalb der Familie schlicht untauglich. Sehen das die Quotenbefürworter heute noch genauso? Der Platz der Frau sei für immer und ewig zuhause, denn außerhalb der Familie holten sie sich nur Blessuren?

Heute wird das durch eine beschützende Idee ergänzt: Der Arbeitswelt müsse der Stachel genommen werden, damit sich Frauen dort wohlfühlen können. Auf diese Idee kämen Männer wohl kaum, denn sie mussten stets alleine oder mit ihrer Gewerkschaft um bessere Arbeitsbedingungen kämpfen. Wenn Quotenpolitikerinnen das aber fordern, dann wollen sie nicht kämpfen, sondern Frauen „in gemachte Betten legen“. Im privaten Leben geschieht das bereits einverständlich. Jetzt wollen sie das in die öffentliche Sphäre der Berufe und Wissenschaften übertragen. Wenn Männer dazu schweigen, dann stimmen sie dem zu.

Mehr: www.cicero.de.

Was ist rettender Glaube?

Woran können wir rettenden Glauben erkennen? Martin hat sich mal hingesetzt, und die McArthur Studienbibel darauf hin befragt:

Ich habe seit wenigstens 5 Jahren die PDF-Ausgabe, die ich mir irgendwann einmal auf einer CD gekauft habe. Vielleicht bald kaufe ich mir die gebundene Ausgabe, wenn meine alte Lutherbibel in ihre Bestandteile zerfällt und eine Reparatur nicht mehr möglich ist. Die deutsche Ausgabe der McArthur-Studienbibel beruht auf der Schlachter-Übersetzung von 2000, die ich ganz besonders gerne lese, weil sie sehr wortgetreu ist.

Ein kleines Beispiel, warum ich die John-McArthur-Studienbibel so mag: beim Schmökern habe ich dort eine Aufstellung darüber gefunden, was nach der Bibel Kennzeichen des wahren, rettenden Glaubens sind.

Das ist interessant, weil in meiner Umgebung einige Leute sind, die andere positiv als “Christen” identifizieren bzw. wiederum andere Leute als “das ist kein Christ” verurteilen. Zumeist stimmen deren Kriterien nicht mit denen der Bibel überein.

Hier geht’s weiter: kind-in-gottes-reich.com.

Heubtartikel Christlicher Lere

51ZGPCMKP9LFalls jemand auf der Suche nach einem schönen Weihnachtsgeschenk für einen Theologen oder Historiker ist, hier eine Empfehlung: Die Evangelische Verlagsanstalt gibt seit 2003 die Heubtartikel Christliche Lere in einer von Johannes Schilling, Ralf Jenett und anderen vorbildlich besorgten historisch-kritischen Ausgabe heraus.

Hier zwei Zitate.

Melanchthon hat die deutsche Ausgabe seiner Loci theologici der Hausfrau Anna Camerarius gewidmet. Anna war die Ehefrau seines besten Freundes Joachim Camerarius, der als Professor für Griechisch und Latein seit 1541 an der Universität Leipzig wirkte. In der Widmung schreibt Melanchthon (S. 77):

Denn rechte Lerer tichten nicht neue oder besondere Lere von Gott, sondern bleiben stracks in dem einigen verstand, wie sich Gott durch diese Reden geoffenbart hat, die in der Propheten und Aposteln schafften und in den Symbolis gefasset sind. Und ist das gantze Predigampt, das Gott geordnet hat in öffentlichen versamlungen, auch das schreiben, nicht anders denn der Propheten und Aposteln schafften und | die Symbola dem Volck für lesen oder sprechen und dabey eine erinnerung thuen – wie eine Grammatica –, was der spräche warhafftiger verstand sey, was Gott genennet ist, was erschaffene ding sind, was diese namen: Leib, Geist, Person, Gesetz, Sünde, Evangelium, Verheissung, Glaube, Gnade, Gerecht werden, Gottesdienst etc. bedeuten.

Melanchthon beginnt seine Abhandlung mit der Gotteslehre. Schon zum Eingang spitzt er diese christologisch zu (S. 86–87):

Dein gedanken sollen nit irrig umbsweifen, sondern gott hatt dir seinen son Ihesum Christum, der gecreutziget ist und vom tod ufferstanden, für gestallt und sein wort dabey mit gewissen Zeugnissen, mit ufferwekung der todten etc. gegeben. Disen gott, der sich also geoffenbart hatt in Christo und durch Christum, soll dein hertz ansehen und ansprechen und dises von seinem wesen und willen festiglich bey dir schliessen, das dir durch den Son gepredigt ist. Also redet dein hertz den warhafftigen gott an und spricht nit ettwas anders an, das nit gott ist. Und betracht dise wort des herrn Christi vleissig: Niemand khommet zum vatter denn durch mich. Item: Wer mich sihet, der sihet den vater. Da soltu gott suchen, und da sollen deine gedanken und dein hertz angebunden sein, nemlich an disen Son gottes, Ihesum Christum, und sollt gewißlich schliessen, das du den warhafftigen gott da findest und anredest, so du betrachtest, das diser der warhafftig gott sey, der sich durch disen seinen Son geoffembaret hatt, und wie ehr sich geoffembart hatt, soltu zugleich betrachten.

Ist der Bibeltext vertrauenswürdig?

Michael Horton antwortet auch eine Frage, die immer wieder gestellt wird: Sind die Bibeltexte, auf die sich Christen berufen, zuverlässig überliefert worden?

Evangelium21-Konferenz 2014

Flyer web2Vom 24.–26. April findet die mittlerweile 4. Evangelium21 Konferenz, wiederum in der Arche-Gemeinde in Hamburg statt. Das Konferenzthema lautet „Das Evangelium – das Wort der Wahrheit fürs ganze Leben“. Wir wollen gemeinsam darüber nachdenken, dass das Evangelium eben nicht nur das Wort der Wahrheit ist, durch das Menschen zum Glauben kommen, sondern eine Botschaft, die alle Lebensbereiche verändert!

Im Zentrum sollen dabei Predigten über Textabschnitte des Epheserbriefs stehen, die uns Thabiti Anyabwile halten wird. Ergänzt wird das Programm durch einige weitere Predigten aus dem Kreise von Evangelium21 und einigen Seminaren.

Unser Hauptreferent Thabiti Anyabwile ist Pastor der 1st Baptist Church in Grand Cayman, auf den Cayman Inseln. Neben seinem Gemeindedienst, ist Thabiti aktiv als Konferenzredner und Buchautor. Er hat ein großes Herz für Evangelisation und stellt sich regelmäßig Muslimischen Gelehrten im Rahmen des „Muslim-Christian Dialogues“. Sein bei der Gospel Coalition beheimatetes Blog „Pure Church“ gehört zu den am meisten frequentierten christlichen Blogs.

Weitere Referenten sind Matthias Lohmann, Kai Soltau und Christian Wegert aus dem Evangelium21 Leitungskreis und als Gast und Gastgeber zugleich, der langjährige Hauptpastor der Arche Gemeinde, Wolfgang Wegert.

Einen Flyer mit dem Programm gibt es hier: Flyer_web2.pdf.

Die Anmeldung zur Konferenz ist ab sofort möglich unter: www.evangelium21.net.

Fundamente des christlichen Glaubens für jedermann

Dogmatik_WGrudem_Cover.jpgWaldemar und Jonas haben eine Lesegruppe für die Dogmatik von Wayne Grudem gegründet. Ziel ist es, jede Woche ein Kapitel des Buches zu lesen und dann in einer Facebook-Gruppe darüber zu diskutieren. Jonas schreibt dazu:

Der amerikanische Theologe Wayne A. Grudem hat 1994 eine biblische Glaubenslehre (der Fachbegriff dafür ist „Systematische Theologie“ oder „Biblische Dogmatik“) herausgegeben, die nicht nur sehr gut geschrieben und dadurch leicht verständlich ist, sondern die auch geradezu auf den Gebrauch in Gemeinden, Bibelstunden und Hauskreisen zugeschnitten ist. Sie ist exakt, schaut immer verschiedene Auslegungsmöglichkeiten an, die im Laufe der Kirchengeschichte propagiert wurden, und zieht Schlussfolgerungen direkt aus dem gesamten Zeugnis der Bibel.

Er definiert die „Systematische Theologie“ folgendermaßen: „Systematische Theologie ist jedes Studium, das die Frage beantwortet: ‚Was lehrt die Bibel uns heute über jedes denkbare Thema?’“ (S. 27). Daraus schlussfolgert er: „Tatsächlich betreibt ein Christ jedes Mal, wenn er etwas über die Lehraussage der ganzen Bibel sagt, nach unserer Definition in gewissem Sinne ’systematische Theologie‘ – indem er über verschiedene Themen nachdenkt und die Frage beantwortet: ‚Was lehrt die Bibel uns heute?’“ (S. 30)

Das Leseprojekt beginnt in der ersten Kalenderwoche des neuen Jahres, in dem Fall also am 30.12.2013. Jeder, der interessiert ist, kann sich den gesamten Leseplan ab sofort in unserer Facebook-Gruppe herunterladen. Die Teilnahme ist völlig unverbindlich, wir würden uns jedoch über rege Diskussion bis zum Ende des Buches wünschen. Durch dieses Projekt des gemeinsamen Lesens können wir uns gegenseitig dazu motivieren, beim Lesen dran zu bleiben und haben zugleich auch immer die Möglichkeit zum regen Austausch darüber.

Mehr Infos und die dazugehörigen Links gibt es hier: jonaserne.blogspot.de.

Luther-Archäologie

Der DLF hat kürzlich einen Bericht über neuere Funde rund um Luther gesendet. Interessant, da zum Beispiel deutlich wird, dass „Luders“ Elternhaus gar nicht so arm war, wie bisher gedacht wurde. Auch zum „Turmerlebnis“ gibt es neue Vermutungen.

Die dunklen Seiten Mandelas

Ich lese derzeit eine umfangreiche Biographie über Wladimir Iljitsch Lenin. Das Buch wurde vom Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der KPDSU herausgegeben (Marxistische Blätter, Frankfurt a.M., 1976). Es strotzt vor Heldenverehrung. Am laufenden Band quäle ich mich durch Behauptungen wie: „Im Hause Uljanow herrschte stets Eintracht und Liebe“ (S. 20).

Eine ähnliche Heldenverehrung begegnet mir dieser Tage in der Berichterstattung über Nelson Mandela. Die Bewunderung für den „Held der Freiheit“ (Spiegel) erweckt fast den Eindruck, wir hätten es mit einem Messias zu tun. J.M. Coetzee spricht vom „letzten große Mann“.

Sogar christliche Agenturen überschlagen sich mit Komplimenten. „Nelson Mandela: ‚Gigant des 20. Jahrhunderts‘“, titelt beispielsweise das Medienmagazin pro. Bei Livenet.ch ist zu lesen: Zum Tod von Nelson Mandela: „Wir sind geboren, um Gottes Glanz zu zeigen“.

Auch wenn es pietätlos erscheinen mag: Mich ärgert diese naïve Medienhörigkeit ungemein.

Damit es keine Missverständnisse gibt: Natürlich war und ist die Rassentrennung ein Übel. Hoffentlich freuen wir uns darüber, dass Mandela in Südafrika zusammen mit vielen anderen auf ihre Überwindung hingewirkt hat und für Versöhnung eintrat. Müssen wir ihn deshalb wie einen Helden verehren? Er war kein Held, schon gar kein Held der Freiheit. Und so will ich hier auf einige Beiträge verweisen, die die Schattenseiten Mandelas erörtern:

1.) Mandelas ANC (African National Congress, gehört zur sozialistischen Internationale) war eine pro-sowjetische Partei. Sie unterstützte die sowjetische Invasion in Ungarn 1956 und die sowjetische Invasion in der Tschechoslowakei 1968.

2.) Nelson Mandela lobte persönlich die Diktaturen Libyen, Kuba, Palästina unter Arafat und die theokratische Diktatur des Iran. Nun möchte der Iran eine Straße nach Mandela benennen.

3.) 1962 wurde eine Schrift von Mandela namens „Wie man ein guter Kommunist ist“ gefunden, die auf dem stalinistischen Text „Wie man ein guter Kommunist ist“ (1939) von Liu Shaoqi (Staatschef unter Mao Zedong) beruht. Darin fordert er eine Orientierung an Lenin und Stalin.

4.) Nelson Mandela forderte 2002, dass sich alle Staaten dem Diktat der Vereinten Nationen beugen müssten. „Kein Land, egal wie friedlich es sein mag, hat das Recht, unabhängig von der UN zu handeln.“ Kein demokratisches Land soll also das Recht haben, irgendetwas zu tun, bevor es eine Bande von Gangstern, Mördern, islamistischen Klerikern, Anti-Semiten, Rassisten, kommunistischen Tyrannen und völkermordenden Diktatoren um Erlaubnis bittet.

Mehr ist hier zu finden: www.feuerbringer-magazin.de.

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