Autorenname: Ron

Was ist Glaube?

VM CQ Sproul Was ist Glaube Webseite Mockup01 1080x pngWir hören oft den Satz: „Du musst nur daran glauben“. Aber was bedeutet „glauben“? Ist es ein blinder Sprung ins Ungewisse? Etwas, worauf man ohne Beweise vertraut? Was versteht die Bibel darunter? Glaube bedeutet, Gott zu vertrauen und seinem Wort zu folgen, erklärt R.C. Sproul in dem kurzen Buch Was ist Glaube, das nun endlich in deutscher Sprache vorliegt. Anhand einer Untersuchung von Hebräer 11 zeigt er: So wie das Volk Gottes in der Vergangenheit sind wir heute gefordert, Gott auch in schwierigen Zeiten zu vertrauen.

Ein Absatz spricht mich sehr an:

Wenn ich an den hohen Preis denke, den die Wiederentdeckung des Evangeliums im Zuge der Reformation des 16. Jahrhunderts kostete, und an die halbherzige Art und Weise, in der wir im 21. Jahrhundert mit den gleichen Themen umgehen, stockt mir der Atem. Entweder verstehen wir die Schönheit des Evangeliums nicht oder wir haben keine Ahnung von der Geschichte des Volkes Gottes. Das Blut unserer Väter schreit heute förmlich aus dem Boden zu uns, weil wir nicht bereit sind, die gleichen Opfer zu bringen, die sie für uns gebracht haben, und Gott wird eine Kirche, die aus Feiglingen besteht, nicht ehren.

Mehr hier: verbum-medien.de.

Unlearn Patriarchy

Unlearn„Die Welt ist stark von patriarchalen Werten und Normen geprägt, und ich glaube, dass wir uns das sehr selten bewusst machen“, sagt Lisa Jaspers, Autorin und Mitherausgeberin des Sammelbands Unlearn Patriarchy (vgl. hier). Seit einigen Monaten wird viel über das Buch gesprochen. Die Klimaaktivistin Luisa-Marie Neubauer, die gefühlt in den deutschen Medien omnipräsent ist, schreibt darüber: „Große strukturelle Denkhindernisse werden in diesem Buch von klugen Köpfen analysiert. Sie helfen zu verlernen, was Gegenwart und Zukunft zerstört.“

Was zerstört Gegenwart und Zukunft? Die Autorinnen des Buches eint die Überzeugung, dass patriarchale Verhaltensmuster und Glaubenssätze unser Leben prägen und daher aufgesprengt werden müssen. Dazu gehören beispielsweise Vernunft, Wahrheit und Wissenschaft, kurz: der Logos. Magnus Klaue schrieb treffend:

Denn für „Unlearn Patriarchy“ und alle Feinde des Westens, in deren Namen der Band spricht, sind Erziehung, Bildung, Sprache, Logos, Reflexions- und Urteilsfähigkeit nichts als Ausdruck des falschen Ganzen, das, weil alle wissen, dass damit immer das Schlechte gemeint ist, „Patriarchat“ heißt. Um dieses falsche Ganze zu bekämpfen, das sich in Form kollektiver schlechter Gewohnheiten niedergeschlagen hat, müsse man sich alle Spuren westlicher Sozialisation im Habitus, Denken und Sprechen abgewöhnen: Man muss buchstäblich den Glauben an Vernunft und Wahrheit verlernen, damit eine diverse Welt möglich ist.

Friederike Otto schreibt in ihrem Beitrag tatsächlich: „Wissenschaft ist daher das, was weiße Männer dafür halten, und das, was alle anderen von weißen Männern als wissenschaftlich zu erkennen gelernt haben“ (S. 95).

Doch Gegenwart und Zukunft wird nicht nur vom Logos, sondern auch von der bürgerlichen Familie und ihrer Heterosexualität zerstört. Emilia Roig treibt dieses Narrativ sendungsbewusst in ihrem Buchbeitrag „Unlearn Liebe“ voran (S. 60–61):

Die überwältigende Mehrheit der Menschen lebt in heterosexuellen Ehen oder Partnerschaften. Dies mag sich für viele Menschen natürlich anfühlen, aber die Heterosexualität ist größtenteils erlernt und wird gesellschaftlich gefördert und begünstigt. Warum? Weil sie wichtige Funktionen in unserer Gesellschaft erfüllt.

Die Frauen und ihre Sexualität, ihre Körper und Reproduktionsfunktion sowie ihre Arbeitskraft, ihren Besitz und ihr Kapital zu kontrollieren, ist die wichtigste Funktion der Heterosexualität – die durch die Ehe institutionalisiert wird. Diese Kontrolle kann nur kollektiv, institutionell, systemisch ausgeübt werden, auch wenn Frauen individuell das Gefühl haben, dass sie dieser Logik entkommen können und gar nicht in ihr gefangen seien. Unsere Sozialisation kultiviert in uns das Gefühl, dass die von uns erfahrene Liebe losgelöst sei von jeglichen gesellschaftlichen Mustern, von Hierarchien, Dominanz oder Unterdrückung. »Das mag alles draußen passieren, aber nicht bei mir, mein Mann ist anders. Uns betrifft das nicht.« Solche Sätze höre ich oft, wenn ich mich mit heterosexuellen Frauen über das Patriarchat unterhalte. Doch was in unseren intimen Leben geschieht, ist politisch und strukturell, nicht nur individuell -Frauen werden in eine Falle gelockt, wenn sie glauben, sie blieben verschont vom Patriarchat. So entwickelt sich ein Tabu: Das Patriarchat wird innerhalb der heterosexuellen Paarbeziehung nicht gern angesprochen. Feminismus ja, aber nur, wenn es die öffentliche Sphäre betrifft: Gender Pay Gap, sexuelle Belästigung auf der Straße, mangelnde Repräsentation der Frauen in Politik und Wirtschaft. Aber was zu Hause passiert, ist zu empfindlich, zu privat, zu fragil. Der Affekt ist zu groß. Patriarchale Muster innerhalb von heterosexuellen Beziehungen werden zudem oft individualisiert und nicht als systemisch betrachtet. Es handelt sich dann um »Beziehungsprobleme«, nicht um patriarchale Unterdrückung.

Da kommt die Liebe ins Spiel. Für Shulamith Firestone erfüllt die Liebe eine Schlüsselfunktion im Patriarchat. Sie könne mit einer Droge verglichen werden, die Frauen von der patriarchalen Unterdrückung abhängig mache.

Hier haben wir die klassische marxistische Sichtweise von der kleinbürgerlichen Familie, die die Unterdrückung des Menschen durch den Menschen aufrechterhält und daher beseitigt werden muss, um den Menschen zu befreien.

Carl Trueman schreibt dazu: „Die sexuelle Revolution hat letztlich ein großes Ziel, nämlich die Zerstörung der Familie. Das leuchtet ein, denn die Familie ist das wichtigste Instrument, mit dem Werte von einer Generation zur nächsten tradiert werden. Aus marxistischer Sicht ist die Familie somit das Mittel, mit dem das falsche Bewusstsein weitergegeben und im Laufe der Zeit reproduziert wird. Ihre Zerschlagung ist daher unerlässlich. Die Werkzeuge für diese Zerstörung finden sich für Firestone in den Mitteln der Technik“ (Der Siegeszug des modernen Selbst, 2022, S. 311).

Tiefer – Wie Christen echte Veränderung erleben

VM Ortlund Tiefer Webseite Mockup01 1080xKaum jemand stellt in Frage, dass die Heilige Schrift uns dazu aufruft, in unserem Glaubensleben reifer zu werden und zu wachsen. Wie das genau vor sich gehen soll, bleibt bei allen Erklärungsversuchen jedoch oftmals vage.

Dane Ortlund lenkt in seinem neuen Buch Tiefer den Blick der Gläubigen auf Christus. Er macht deutlich, dass der Weg der Heiligung nicht darin besteht, mehr zu tun oder besser zu werden, sondern tiefer in die wunderbaren Wahrheiten des Evangeliums einzutauchen, die für Christen gelten, seit sie mit IHM vereint wurden. Dabei stützt sich Ortlund auf den Erkenntnisschatz von Persönlichkeiten aus der gesamten Kirchengeschichte. Er ermutigt seine Leser, im Kampf gegen die Sünde auf Jesus zu sehen, sich auf seine Gnade zu stellen und die geschenkte Identität in Christus auszuleben.

Das wertvolle Buch ist bereits lieferbar.

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Der Aktionsplan „Queer leben“

Der Queer-Beauftragte der Bundesregierung, Sven Lehmann, hat am Freitag einen Aktionsplan mit dem Titel „Queer leben“ vorgestellt. Es gelte, die „Akzeptanz und den Schutz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt zu stärken“. Das Bundeskabinett hat den Plan bereits beschlossen. Die Maßnahmen ziehen das private Thema „Sexualität“ noch mehr ins Politische. Zudem soll die Rechtsprechung an die „gefühlte Familie“ angepasst werden. Dazu heißt es etwa auf S. 4. des Aktionsplans:

Das bestehende Abstammungsrecht bildet die heute gelebten vielfältigen Familienkonstellationen nicht vollständig ab. Gesetzliche Mutter bei der Geburt ist derzeit ausschließlich die Frau, die das Kind geboren hat. Vater eines Kindes ist der Mann, der zum Zeitpunkt der Geburt mit der Mutter des Kindes verheiratet ist, die Vaterschaft anerkannt hat oder dessen Vaterschaft gerichtlich festgestellt wurde.

Wie ist das zu verstehen? Na so: In Zukunft soll auch eine Frau Mutter sein dürfen, die nie ein Kind zur Welt gebracht hat.

Die Sprache wird hier nicht mehr verwendet, um Wirklichkeit zu beschreiben. Sie wird benutzt (oder besser missbraucht?), um sie zu konstruieren. Begriffe werden daher semantisch (auch rechtlich) neu aufgeladen, um sie für die ideologischen Interessen der LGBTQ+Bewegung zu instrumentalisieren.

So manche Formulierung im Aktionsplan deutet darauf hin, dass Kritiker der Community in Zukunft kriminalisiert werden könnten. Dafür würde es nämlich ausreichen, Kritik als gefühlten Hass zu deklarieren. Falls ich Passagen wie diese korrekt interpretiere, ist das recht einfach:

LSBTIQ* sind im Internet und den sozialen Medien oft Hass ausgesetzt. Damit Hasskriminalität und -rede gegen LSBTIQ* bekämpft werden kann, braucht es neben inklusiven Gesetzen besonders auch präventive Maßnahmen und Strategien im Sinne von Demokratieförderung, dies gilt insbesondere für den digitalen Raum. Die mit dem Netzwerkdurchsetzungsgesetz verfolgten Ziele werden in erheblichem Umfang erreicht,doch mangelt es bei sozialen Netzwerken an einer entschlossenen Durchsetzung im Detail.

Die NZZ kommentiert:

Lehmann ist der erste Queer-Beauftragte, genauer, der erste Beauftragte der Bundesregierung für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt. Der Aktionsplan ist ein lange gehegtes Anliegen des Grünen-Politikers Lehmann, der schon vor drei Jahren dafür im Bundestag geworben hat.

Vieles an dem Aktionsplan klingt harmlos, mitunter positiv. Alle Menschen sollten «selbstbestimmt, frei und gleichberechtigt» in der Gesellschaft leben können. Noch immer gibt es schwulenfeindlich motivierte Gewalt und auch Morde in Deutschland, auch Transpersonen erfahren Diskriminierung und Gewalt. Lehmann hat recht, wenn er sagt: «Unsere Demokratie misst sich daran, wie sie mit Minderheiten umgeht.»

Doch es macht stutzig, wenn der Queer-Beauftragte schlussfolgert, es reiche nicht, «diskriminierende Gesetze und Vorschriften zu ändern, es muss eine aktive Politik gegen Diskriminierung gemacht werden».

Mehr: www.nzz.ch.

Interview mit Carl R. Trueman

VM Trueman DerSiegeszugDesModernenSelbst Webseite01 1080xEvangelium21 hat ein Interview mit Carl Trueman zu seinem Buch Der Siegeszug des modernen Selbst veröffentlicht. Hier ein Auszug:

Was ist denn die moderne Sicht des Selbst und des Personseins?

Trueman: Das Selbst wird weitgehend mit inneren, psychologischen Gedanken und Gefühlen identifiziert. Nur so konnte die Trans-Ideologie so plausibel werden. Das Personsein wird mit dem Selbstbewusstsein gleichgesetzt. So setzt sich zunehmend durch, dass Babys im Mutterleib oder Menschen mit Demenz nicht länger als Personen angesehen werden und man ihnen deswegen auch Rechte abspricht.

Wie hat diese Sicht das Denken über die Ethik geformt?

Trueman: Der Verlust einer allgemein anerkannten Sicht der menschlichen Natur und wofür Menschen leben hat dazu geführt, dass Ethik zu einer Sache konkurrierender individueller Rechte wurde, bei denen typischerweise nach den jeweiligen kulturellen Vorlieben über richtig und falsch entschieden werden kann. Der Anspruch, ob etwas moralisch richtig oder falsch ist, ist nun wesentlich zu einer Aussage über kulturelle Vorlieben und Nützlichkeit geworden. Was auch immer den Einzelnen glücklich machen kann, wird zum bestimmenden ethischen Anspruch.

Wie konnten die Ideen der sexuellen Revolution den öffentlichen Diskurs der westlichen Zivilisation so dominieren und den Weg in die Kirchen finden?

Trueman: Wenn Sexualität erst einmal mit menschlicher Identität gleichgesetzt wird – was plausibel scheint, weil sexuelle Wünsche für die meisten von uns zu den stärksten Erfahrungen gehören –, werden Gesetze und Sitten, die mit sexuellem Verhalten verbunden sind, unvermeidlich politisch. Sie schränken das Sexualverhalten ein, sodass die Gesellschaft schließlich bestimmt, wer wir sein dürfen – und bekanntlich gilt: Sex sells. Kinofilme und Fernsehserien, das Internet und die Werbung – alles drängt uns, über uns selbst in sexuellen Kategorien zu denken. Das verstärkt die politische Tendenz der sexuellen Revolution. Für die Kirche gilt, dass wir in dieser Welt leben und viele ihrer Entwicklungen in uns aufnehmen, ohne dass wir es wirklich merken. Denken wir an die einvernehmliche Scheidung. Dabei geht man davon aus, dass die Ehe eine gefühlsmäßige Verbindung zwischen zwei Menschen ist, die aufgelöst werden kann, wenn sie die beiden Vertragspartner nicht mehr länger glücklich macht. Das ist die Sicht der Welt auf die Ehe, nicht die der Bibel. Aber wie viele unserer Kirchen haben noch einen klaren Standpunkt zum Thema einvernehmliche Ehescheidung?

Mehr hier: www.evangelium21.net.

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Logos: Zürcher Bibel mit Interlineardatensatz

Zürcher Plus InterlinearDie Zürcher Bibel möchte einen möglichst unverstellten Zugang zu den biblischen Texten eröffnen. Es gehört zu ihrer Tradition, dass die Übersetzung so wenig wie möglich interpretiert und in Bezug auf Erläuterungen und Kommentare zurückhaltend ist. Das macht sie zu einer der großen deutschsprachigen Bibelausgaben. 

Endlich gibt es die Zürcher Bibel unter der Bibel-Software Logos mit Interlineardatensatz. Damit wird die Textausgabe unmittelbar mit dem hebräischen und griechischen Grundtext verknüpft. Auf diese Weise können Entscheidungen der Übersetzer auf einen Blick nachvollzogen und mit den leistungsstarken exegetischen Werkzeugen wichtige Erkenntnisse über den Bibeltext gewonnen werden. Sehr gut! 

Hier: www.logos.com.

Polizei macht alles nur schlimmer

Friedrich Weißbach unterrichtet politische Theorie an der Humboldt-Universtität in Berlin und schreibt regelmäßig für das Philosophie Magazin. In der Ausgabe (6/2022, S. 10–11) äußert er sich im Artikel „Die epistemische Falle“ zum systemischen Rassismus. Ich geben hier mal unkommentiert einen Absatz wieder, indem er sich zur Rolle der Polizei bei der Herstellung und Festigung rassistischer Strukturen äußert: 

Die Polizei ist letztlich nur ein – wenn auch nicht unbedeutendes – Rädchen innerhalb dieser gesellschaftlichen Maschinerie des Ausschlusses: „Polizei“, so der Professor für Soziologie am Brooklyn College in New York, Alex Vitale, „funktioniert, entgegen allen guten Absichten der Polizist:innen, als Werkzeug zur Verwaltung tief verwurzelter Ungleichheiten in einer Weise, die systematisch Ungerechtigkeiten für die Armen, sozial Marginalisierten und nichtweißen Menschen produziert.“ Will man dieses Ungleichgewicht aufheben und auch die unterbewussten Rassismen beseitigen, müssen die an rassistischen Linien verlaufenden Präkarisierungspraktiken, sozialen Ungleichheiten und Verarmungsbedrohungen aufgehoben werden. Und das erfordert ein gesellschaftliches Umdenken: Statt immer mehr Geld in den Polizeiapparat zu stecken, sollte es für einen sozialen Ausgleich verwendet werden. Solange dies nicht geschieht, ändert sich nicht nur unsere epistemische Wahrnehmung nicht, sondern – wie es die kanadische Schriftstellerin und Rassismustheoretikerin Robyn Maynard formuliert – die stigmatisierten schwarzen Menschen bleiben „gegenüber staatlicher Misshandlung, Ausbeutung, Inhaftierung und sogar Tod mit kleinem oder gar keinem Aufschrei am meisten verletzbar“.

Die Aktualität des Werkes: Der Gottesstaat

Chris Watkin lobt den Gottesstaat von Aurelius Augustinus dafür, dass er das Verhältnis der himmlischen Stadt und der irdischen Stadt zeitlos und gut ordnet: 

Die letzte Lektion, die Augustinus uns erteilt, besteht darin, wie er die Stadt Gottes und die irdische Stadt als miteinander verflochten und unentwirrbar in der heutigen Zeit darstellt, die aber dazu bestimmt sind, beim letzten Gericht getrennt zu werden.

Ein kulturkritischer Ansatz, der die Antithese überbetont, würde dazu neigen, die beiden Städte als völlig unterschiedlich zu betrachten – und wäre damit blind für die Art und Weise, wie sie von der Kultur geprägt wird. Ein Ansatz, der die Erfüllung überbetont, würde dazu neigen, die beiden Städte als alternative Ausdrucksformen derselben grundlegenden Werte zu sehen – und wäre damit unfähig, der Welt etwas anderes zu verkünden als eine aufgewärmte, gebrauchte Version seiner selbst.

Doch Augustinus’ biblischer Rahmen bedeutet, dass er nicht zwischen zwei unzureichenden Optionen wählen muss. Die Verflechtung der beiden Städte in der heutigen Zeit, hilft uns zu erkennen, dass „Kultur“ nicht etwas ist, das gehorsam vor der Kirchentür sitzt und darauf wartet, eingelassen zu werden; sie formt uns auch innerhalb der Kirche, ob wir wollen oder nicht.

Die getrennten Schicksale der beiden Städte erinnern uns daran, dass, so bequem sich die spätmodernen Annahmen auch anfühlen mögen (und wir machen uns etwas vor, wenn wir glauben, dass wir keine Postmodernen sind), sie nicht unser Zuhause sind und wir bereit sein müssen, sie zu kritisieren. Die Stadt Gottes liefert uns einen Entwurf für ein kulturelles Engagement in unserer Zeit, das sowohl bibeltreu als auch kultursensibel ist. Seine Brillanz ist oft nachgeahmt, aber nie übertroffen worden.

Mehr: www.thegospelcoalition.org.

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Tim Keller: Galater – ein Kommentar

VM Keller Galater Kommentar Webseite Mockup01 1080xDass das Evangelium unser ganzes Leben verändert, zeigt Tim Keller in seiner praktischen Auslegung des Galaterbriefes. Keller erklärt den frühen Brief des Paulus (vor dem Römerbrief verfasst!) und bietet relevante Anwendungen für das Leben. Der Kommentar kann wie jedes andere Buch von vorne bis hinten gelesen, für die Stille Zeit verwendet oder zur Predigtvorbereitung genutzt werden.

Besonders gut eignet er sich für den Einsatz in Hauskreisen. Neben dem Kommentar liegt daher ein Arbeitsheft für Gruppen und Leiter vor, um das Buch in Kleingruppen leichter studieren zu können.

Hier geht es zum Kommentar: verbum-medien.de.

Wie die woke Sprache die Welt verzerrt

Der Philosoph Peter Boghossian erklärt für das Magazin spiked, wie gesellschaftliche Diskurse durch die Einführung woker Begriffe unterminiert oder gar zerstört werden:

Zum Beispiel gibt es im Ungarischen kein spezifisches Wort für „Gender“. Folglich importieren und verwenden die Ungarn das englische Wort „Gender“ und damit auch den woken Diskurs, der mit diesem Begriff einhergeht … Das Gleiche ist mit anderen Sprachen wie Mandarin geschehen, wo es ebenfalls kein Wort für „Gender“ gibt … Der ideologische Inhalt dieser Worte ist im ausländischen Kontext viel deutlicher zu erkennen.

Mehr: www.spiked-online.com.

VD: CR

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